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Anis Herkunft


Schon vor mehr als drei Jahrtausenden war Anis in den Ländern am Mittelmeer ein bekanntes und beliebtes Gewürz. Mit reisenden Mönchen gelangte er in Europas Norden, nichtsdestotrotz befinden sich die Hauptanbaugebiete auch heute noch in Südeuropa und in Südrussland. Außerdem wird Anis auch in den gemäßigten Klimazonen Mittelamerikas und Japans kultiviert.



Merkmale und Inhaltsstoffe von Anis


Die einjährige Anispflanze wächst zu einer Höhe von 50 bis 70 cm heran. Anis hat eine dünne Pfahlwurzel und leicht behaarte, verzweigte Stängel. Dazu sind drei verschiedene Blattformen auffällig:

  • Die oberen Blätter sind schmal und bis zu Dreilappigkeit tief eingeschnitten.
  • In der Mitte ist das Blattwerk ein- bis zweifach fiederteilig.
  • Unterhalb liegende Blätter sind gestielt, rundlich und haben eingeschnitten gesägte Ränder.

Alle Blütenstängel schieben sich heraus aus einer Blattrosette. Im oberen Bereich verzweigen sie sich. Im Verlauf des Hochsommers werden weiße Blütendolden ausgebildet, aus denen dann süß-aromatisch schmeckende, bräunliche Spaltfrüchte heranreifen. Man nennt sie auch Doppelachänen. Bezeichnend für die Bezeichnung Spaltfrüchte sind die zwei Teilfrüchte.
Die Früchte enthalten besonders große Anteile des ätherischen Öls Anethol, außerdem fettes Öl, Zucker und Protein.

Verwandte Anis-Arten

In den nördlichen Regionen Europas wächst die verwandte Große Bibernelle (Pimpinella major) wild an Straßenrändern. Tees aus ihren getrockneten Wurzeln haben bei Halsentzündungen und bei bronchialen Infekten lindernde Wirkung.
Sowohl aus den Wurzeln des Anis als auch der Großen Bibernelle wird ein Homöopathikum hergestellt.

Standort und Kultur

Die Früchte des Anis werden nur an warmen und sonnigen Standorten reif. Deshalb kann die Ernte in nassen, kühlen Sommern durchaus auch einmal ausfallen. Somit sind auch die Erntemengen nicht genau vorausschaubar.
Idealerweise ist der Boden am Wachstumsort humos, kalkreich und besonders wasserdurchlässig. Staunässe bekommt Anispflanzen nicht.
Aussäen kann man Anis auch in den heimischen Gärten. Dann ist der April der günstigste Monat für eine direkte Aussaat ins Beet. Eine frühzeitige Aussaat ist jedoch zu empfehlen – dazu eignen sich Vorkulturen im geschützten Gebäude. Danach werden die Samen schneller ausreifen.

Zunächst müssen die Samen des Dunkelkeimers gut mit Erde abgedeckt werden. Bis zur Keimung kann es anschließend durchaus noch mehrere Wochen dauern. Dann werden die zarten Jungpflanzen im Abstand von etwa 25 x 25 cm ausgepflanzt. Der Boden soll locker und frei von Unkräutern gehalten werden.

Anis Ernte und Lagerung

Wenn sich die Samen bräunlich verfärben, ist der ideale Erntezeitpunkt erreicht. Dann kann entweder die ganze Pflanze geschnitten werden oder die reifen Samenstände werden geerntet. Auf ein geeignetes, trockenes Tuch werden sie ausgeschüttelt und dann müssen sie noch einige Zeit trocknen. Ohne Aromaverlust können die getrockneten Anisfrüchte trocken und dunkel aufbewahrt werden. Das frische, aromatische Laub der Pflanze kann man den ganzen Sommer über ernten.
In viele Kräutergärten sind die üppigen Doldenblüten den Sommer über besonders dekorativ.

Anis Verwendung

In der Kräuterküche wird Anis zur Herstellung aromatischer Backwaren und Brote verwendet – daher kommt auch die mancherorts gebräuchliche Bezeichnung Brotsamen. Anis würzt zudem Süßspeisen, wie beispielsweise Obstsalat. Zur Herstellung von Weihnachtsplätzchen ist Anis eine beliebte Zutat. Außerdem verleiht er gekochtem Wurzelgemüse sowie Soßen und Suppen eine süßliche, gefällige Note. Sehr bekannt sind Anisschnäpse wie Pastis, Ouzo, Absinth oder Sambuca.
Das spezielle Aroma von Anis entfaltet sich besonders gut, wenn man die Samen unmittelbar vor ihrer Verarbeitung mahlt oder zerreibt, denn die wertvollen ätherischen Öle lagern in Ölstränge genannten kleinen Extragängen und werden dadurch schneller freigegeben.
Frische Blätter der Anispflanze verleihen Suppen und Salaten ein schönes Aroma. Außerdem sorgt sein Aroma zusätzlich für erfrischten Atem.

Die Heilwirkung

Als Gewürz eingesetzter Anis regt die Tätigkeit der Galle an. Heiße Aufgüsse fördern die Drüsen des Magen-Darm-Trakts und damit die reguläre Verdauung. So macht er fette und schwere Speisen bekömmlicher. Er wirkt gegen Blähungen und Koliken. Daher kommt auch ein orientalischer Brauch, nach dem Essen einige Samen des Anis zu kauen.
Anis ist ein allseits beliebtes Hustenmittel, denn er wirkt Reiz stillend und schleimlösend. Oft in Verbindung mit Kümmel und Fenchel findet Anis Verwendung in Hustentees.
Bei Müttern in der Stillzeit eignet er sich zur Förderung des Milchflusses.
Anisöl ist in der Volksmedizin allfälliger Bestandteil verschiedener Einreibungen und Salben.

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