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Sulfide

Sulfide sind schwefelhaltige chemische Verbindungen, die in Liliengewächsen vorkommen. Prominentester Vertreter von Gemüse, der diese Stoffgruppe enthält ist der Knoblauch. Die Sulfide wurden zum ersten Mal 1844 vom Chemiker Theodor Wertheim aus Knoblauch extrahiert und stehen seitdem im Mittelpunkt vieler wissenschaftlicher Untersuchungen über die eventuellen gesundheitlichen Effekte dieser schwefelhaltigen Verbindungen für den Menschen.

In welchen Pflanzen sind Sulfide zu finden

Schon seit Jahrtausenden wird dem Knoblauch eine Heilwirkung bei verschiedenen Krankheiten nachgesagt. Und auch heute gibt es in jeder Apotheke Knoblauchpräparate, die medizinischen Nutzen versprechen und gleichzeitig den unangenehmen Knoblauchgeruch vermeiden helfen, der bei Verzehr von Knoblauch unweigerlich auftritt. Allerdings verfügen nicht nur Knoblauch, sondern auch die Zwiebel sowie der Lauch über hohe Sulfidkonzentrationen, die auch gesundheitlich positive Effekte haben.

Welche gesundheitlichen Wirkungen haben Sulfidverbindungen

In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde eine antibakterielle Wirkung von Sulfidverbindungen nachgewiesen. Ebenso schein es, dass in Bevölkerungsgruppen mit einem hohen Zwiebelverzehr sich das Risiko von Magenkrebs deutlich verringert und wahrscheinlich auch das Darmkrebsrisiko. Auch eine positive Wirkung auf Stoffwechselvorgänge ist in der Diskussion. So wurde nachgewiesen, dass sich der Cholesterinspiegel durch Verzehr von frischem Knoblauch senken lässt. Es ist allerdings schwierig einzuschätzen, ob Sulfide als sekundäre Pflanzenstoffe auch isoliert von der Pflanze, in der sie vorkommen Wirkungen haben, oder ob ihre Wirkungen auf Wechselwirkungen mit anderen Stoffen in der Pflanze beruhen.

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