Knoblauch

Knoblauch
Knoblauch

Der Knoblauch gehört neben dem Getreide zu den Kulturpflanzen der Menschheit. Knoblauch (Allium sativum) gehört zur Familie der Lauchgewächse (Alliaceae) und blüht von Juni bis August. Im Volksmund wird die Pflanze auch Knofel, Stinkerzwiebel oder Magenwurzel genannt. Ursprünglich kommt der Knoblauch aus Zentralasien, wird heute allerdings weltweit angebaut. In der Vergangenheit wanderte die mythische Knolle über Ägypten Richtung Westen. Sie verbreitete sich in ihren 5000 Jahren Kulturgeschichte schnell in Europa.

 
Anzeige

Beschreibung der Knoblauch-Pflanze

Heute wird er hauptsächlich zum Würzen von Speisen benutzt. Die reife, noch nicht getrocknete Sprosszwiebel, welche sich aus einer eiförmigen Hauptzwiebel und sechs bis fünfzehn Nebenzwiebeln, den Knoblauchzehen, zusammensetzt, ist das Ernteprodukt. Beide Teile sind von einer trockenen, weißen Blatthülle umgeben. Drei Varietäten werden von der Art Allium sativum unterschieden: der Peking-Knoblauch, der Schlangenknoblauch und der hierzulande bekannte gewöhnliche Knoblauch.

Der Knoblauch ist eine kahle, ausdauernde und krautige Pflanze mit einer Länge von 25 bis 90 Zentimetern. Die Hauptwurzel, welche sich im Boden befindet, besteht aus einigen Nebenzwiebeln - den Knoblauchzehen. Diese Knoblauchzehen sind in eine Art Haut eingeschlossen. Am Stängel der Pflanze befinden sich bis zur Mitte hinauf linealische, vorn zugespitzte Blätter. Diese haben eine bläulich-graue bis grau-grüne Farbe und sind flach, länglich-breit, rinnig und am Rand ziemlich rau. Die zahlreichen Brutzwiebeln werden von den rötlich-weißen Blüten getragen, welche sich in eine Dolde anordnen. Die Blüten bringen sehr selten Samen hervor, eher bleiben sie im Knospenzustand. Der einzige Nachteil bei der Einnahme dieser Pflanze ist, dass sie zu einem veränderten Körpergerüch führt, da die Inhaltsstoffe über Haut und Lunge abgeatmet werden.

Heilwirkung und Anwendung des Knoblauch

Die Inhaltsstoffe des Knoblauchs, vorallem Allicin, wirken antikrobiell und können zahlreiche Bakterien und Pilze abtöten, bzw. ihr Wachstum hemmen. Im Stoffwechsel spielen schwefelaktive Verbindungen eine übergeordnete Rolle, da erst durch den Schwefel viele Enzymsysteme aktiviert werden. Der Botenstoff Schwelfelwasserstoff kann die Gefäße entspannen und die Durchblutung fördern. Einige andere therapeutisch relevanten Effekte des Knoblauchs sind die Hemmung der Thrombocytenaggregation, die Förderung der Auflösung zusammengelagerter Thrombocyten und hiermit eine Verbesserung der Flißeigenschaft des Blutes, die Sekung überhöhter Blutfettwerte, bzw. Blutcholesterinwerte und damit Vorbeugung gegen arteriosklerotische Veränderungen der Blutgefäße. Außerdem hat Knoblauch einen positiven Einfluss bei koronaren Herzerkrankungen und Reinfarktgefährdung. Um die aktiven Inhaltsstoffe allerdings freizusetzen, müssen die frischen Zehen zerkleinert werden. Die wirksamen Substanzen sind im Knoblauchpulver aufkonzentriert. Ob Knoblauchpulver blutverdünnend wirkt oder zu hohes Cholesterin senkt, ist noch nicht eindeutig bewiesen. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass das Pulver die Gefäße schützt.

Knoblauchpulver kann seine positiven Effekte nur entfalten, wenn es regelmäßig und über eine möglichst lange Zeit eingenommen wird. Heute verwenden einige Hobbygärtner die Pflanze unter anderem, um Wühlmäuse und andere Bodenschädlinge zu vertreiben und fernzuhalten. Aberglaube zu Knoblauch: Der Knoblauch diente, wie viele stark riechenden Pflanzen, zum Vertreiben und zur Abwehr von Dämonen, Vampiren und Geistern.

 

Nährwert
(auf 100g Knoblauch)
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: 28,4 g
Proteine: 6,1 g
Fett: 0,1 g
Wasser: 64 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Knoblauch)
Niacin: 0,6 mg
Vitamin A: 0 µg
Vitamin B1: 0,2 mg
Vitamin B2: 0,08 mg
Vitamin B6: 0,38 mg
Vitamin C: 14 mg
Vitamin E: 0,01 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Knoblauch)
Calcium: 38 mg
Eisen: 1,4 mg
Kalium: 530 mg
Magnesium: 35 mg
Natrium: 19 mg
Phosphor: 134 mg

Gemüse

Gemüse

Viele Menschen kennen nur das Sommer- und das Wintergemüse. Dies ist aber ein ganz falscher Eindruck, denn es gibt auch noch das Frühlings- und das Herbstgemüse. So kann jeder Kunde das ganze Jahr über Gemüse kaufen und das sogar zu guten Preisen, denn gerade Saisongemüse ist im Preis recht günstig.

Kräuter

Kräuter

Seit es den Mensch gibt, werden die verschiedensten Kräuter mit der Nahrung vermengt. Ganze Pflanzen oder nur deren Teile, welche einen speziellen Geschmack besitzen, verbessern den Genuss der vorhandenen Nahrung, oder verändern den Geschmack.

Pilze

Pilze

Pilze haben Ihr eigenes Reich gebildet– auf Grund ihrer genetischen Eigenschaften zählen sie nicht zu der Pflanzenwelt, nicht zu der Tierwelt, obwohl Pilze längere Zeit der Flora zugeordnet wurden. Eine eindeutige Abgrenzung zu der Pflanzenwelt ist das fehlende Chlorophyll. Pilze sind nicht in der Lage Photosynthese zu betreiben. Sie erscheinen in den unterschiedlichsten Formen, sogar als Einzeller, die Hefekultur, oder als Mehrzellig, wie der Speisepilz, der Giftpilz, oder als Schimmelpilz.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

Bei Hülsenfrüchten werden oft nur die Samen der eigentlichen Frucht gegessen, wie z. B. bei Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Teilweise wird auch die ganze Frucht gegessen, beispielsweise bei grünen Bohnen oder Zuckererbsen. Da Hülsenfrüchte viel wertvolles pflanzliches Eiweiß enthalten, sind sie für Personen mit einer fleischarmen Ernährung, für Vegetarier und Veganer unverzichtbar.

Artischocken

Artischocken

Während in vielen Mittelmeerländern Artischocken sehr beliebt sind und als fester Bestandteil der südländischen Küche gelten, wurden sie in vielen deutschen Haushalten lange Zeit als Stiefkind behandelt. Dabei sind sie sowohl als Gemüse wie auch als Arzneimittel sehr anregend und bekömmlich. In den letzten Jahren aber haben sie auch in der deutschen Küche langsam Einzug gehalten.

Aubergine

Aubergine

Die Aubergine (Solanum melongena) zählt zu den Fruchtgemüsen und gehört der Familie der Nachtschattengewächse an. Ursprünglich stammt sie aus Indien. Bekannt geworden ist die Aubergine auch unter dem Namen Eierfrucht, da zunächst hühnereigroße, weißfrüchtige Sorten angeboten wurden. Kennzeichen einer Aubergine ist das stets weiße Fruchtfleisch von leicht schwammiger Konsistenz, welches in der Mitte mit zahlreichen kleinen Kernen durchsetzt ist.

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen sind ein viele Jahrtausende altes Gemüse. Sie wurden damals in Südamerika bis hin zu Mexiko angebaut, und später von den ehemaligen Kolonialmächten England, Frankreich, Portugal und Spanien nach Europa eingeführt. Heutzutage gehören grüne Bohnen weltweit in Nutzgärten und Bohnenplantagen. In der Volksrepublik China werden sie, wegen ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, gerne‚ Vier-Jahreszeiten-Bohnen genannt.

Broccoli

Broccoli

Die Gemüsesorte Broccoli stammt aus Kleinasien. Sie wurde von den Griechen entdeckt und galt bei den Römern als Geheimtipp gegen den Kater nach übertriebenen Trinkgelagen. In Deutschland wurde es im Mittelalter in Rezepten erwähnt, geriet jedoch nach dem 1. Weltkrieg in Vergessenheit. Erst durch Gastarbeiter und Touristen wurde im deutschsprachigem Raum wieder für die Verbreitung gesorgt.

Chinakohl

Chinakohl

Schon vor 1500 Jahren wurde in der chinesischen Provinz Kanton Chinakohl angebaut. Er entstand wahrscheinlich aus einer Kreuzung zwischen einer Rübenart und einem chinesischen Gemüse. Diese Variante des Kohls ist durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren bekannt geworden.

Erbsen

Erbsen

Wer liebt sich nicht, Erbsen grün, zart und klein. Bereits tausende von Jahren vor Christus, bauten die Menschen, die zu der Gattung der Hülsenfrüchte gehörenden Erbsen an. Diese Vorform der heutigen Erbse, bedeutete für die damalige Bevölkerung ein wichtiges Grundnahrungsmittel für sich und ihre Tiere.

Weitere Bilder von Knoblauch