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Eiweiß
Eiweiß

Eiweiß

Definition: Unter Eiweiß versteht man zum einen das Protein, das lebenswichtige Eiweiß, welches eine umfangreiche Stoffklasse von organisch chemischen Verbindungen bildet und zum zweiten das Eiklar des Hühnereis. An dieser Stelle sei das lebensnotwendige und unentbehrliche Protein näher erläutert.

Stoffklasse Eiweiß

Eiweißverbindungen sind kettenartig aus Aminosäuren zusammengesetzt und werden in der lebenden Zelle gebildet. Eiweiße sind Komponenten von Gerüst- und Stützsubstanzen, Hormonen und Enzymen und daher für die Existenz und die Ernährung aller Lebewesen unverzichtbar.

Vorkommen der Proteine

Zu den einfachen Proteinen zählen die Albumine. Das sind Eiweiße des Blutserums, die auch in der Milch und im Eiklar vorkommen. Einfache Eiweiße (Proteine) werden ebenfalls im Getreide nachgewiesen.
Gerüsteiweißstoffe, so beispielsweise das Keratin sind in Nägeln, Hufen und Federn sowie in Haaren vorhanden. In der Gelatine (Leim) befindet sich das Glutin und auch das Kollagen. Diese kommen vor allem im Bindegewebe vor. Einfache Proteine werden nur durch ihre Löslichkeit unterschieden. Zu den zusammengesetzten Eiweißverbindungen, den Proteiden, gehören unter anderen der Blutfarbstoff und das Casein der Milch. Diese zusammengesetzten Eiweiße enthalten mindestens noch Lipoide, Kohlenhydrate oder andere Stoffe.

Funktionen des Eiweißes

Wie bereits erwähnt, haben Eiweiße die verschiedensten Funktionen innerhalb der lebenden Zellen und sind somit für sämtliche Lebewesen unerlässlich. Zu nennen seien hier die Stütz- und Schutzfunktionen. Sie sind in Knochen und Knorpeln und Haut aktiv. Auf Grund sich zusammenziehender Eigenschaften, dienen sie auch der Erzeugung von mechanischer Kraft. Diese kommt durch das Myosin, dem Muskeleiweißstoff zur Geltung. Sie halten den onkotischen Druck im Blut aufrecht. Unter onkotischen Druck versteht man den Druck, den die Eiweißkörper einer Lösung auf eine halbdurchlässige Membran verrichten.

Des weiteren üben Eiweiße eine Schutzfunktion gegen Krankheitserreger und den daraus gebildeten Antikörpern aus. Sie helfen bei der Ausheilung von Wunden und sie haben auch Transportfunktionen wie beim Hämoglobin. In ihrer Hormonfunktion wirken sie regulierend auf den Organismus.

Mangelerscheinungen, die durch fehlendes Eiweiß hervorgerufen werden

Nach einer Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten Erwachsene täglich ca. 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht konsumieren. Bei Kindern und Jugendlichen, sowie bei Schwangeren und älteren Menschen ist der Bedarf leicht erhöht. In unserer Gesellschaft kommen Eiweißmangelerscheinungen kaum vor, da mit der Aufnahme von Lebensmitteln die reguläre Eiweißzufuhr gedeckt wird.

In armen Ländern, in denen Hunger und Not herrschen, kommt es dagegen häufig zu Krankheiten, die auf den Mangel von Eiweiß zurückzuführen sind. So kennt man beispielsweise Bilder auf denen Kinder mit ausgeprägten Hungerbäuchen zu sehen sind. Das ist das äußere Anzeichen einer übermäßigen Einlagerung von Wasser in den Zellen. Auch Haarausfall, das schlechte Heilen von Wunden, Wachstumsstörungen, Muskelschwäche und das Auftreten von Fettlebern gehört dazu. Chronischer Mangel an Eiweiß, ohne Hilfe, führt unweigerlich zum Tod.
Mit einer normalen und vernünftigen Mischkost, die bei uns im Schnitt ca. 100 Gramm Eiweiß pro Tag enthält, ist der Proteingehalt ausreichend gesichert.

 

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