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Süßstoffe

Süß muss es sein, wenn es schmecken soll! Süßer Geschmack befriedigt ein Grundbedürfnis nach Wohlbefinden. Der durchschnittliche Verbrauch an Tafelzucker liegt bei 100 Gramm pro Person. Zucker ist dabei ein Sammelbegriff für süß schmeckende Saccharide. Haushaltszucker wird aus der Zuckerrübe und Zuckerrohr gewonnen und enthält Disaccharid (Zweifachzucker). Um auch Menschen mit Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Übergewicht diesen Genuss und damit ein Stück Lebensqualität zu ermöglichen, wurden Süßstoffe entwickelt. Sie unterstützen das Vorhaben, Zucker als Genuss-Kalorien einzusparen.

Körperreaktionen

Der Körper reagiert auf Süßstoff durch das Ausschütten von Insulin. Da im Körper aber kein erhöhter Blutzuckerspiegel vorliegt, bewirkt das Insulin einen unterwertigen Blutzuckerspiegel. Der Mensch verspürt daraufhin einen Heißhunger, der weiter gestillt werden will.

Synthetische Süßstoffe

Süßstoffe sind Lebensmittelzusatzstoffe, die synthetisch hergestellt werden. Sie unterscheiden sich in erster Linie in der Gewinnung und Verarbeitung und haben eine Süßkraft, die Zucker um das 30- bis 3000fache übersteigt. Ihr Vorteil gegenüber natürlichem Zucker liegt darin, dass sie praktisch keine Kalorien beinhalten, bei Kindern keine Karies begünstigen und für Diabetiker zum Versüßen von Speisen geeignet sind. Süßstoffe ersetzen so in Produkten die Anzahl der unnötigen Kalorien. Vitamine und Mineralstoffe bleiben als wertvolle Nährstoffe enthalten. Der Energiegehalt wird indes um 90 % gegenüber Zucker gesenkt.

Süßstoffe gibt es als Tabletten, Streusüße oder Flüssigsüße.

In unseren Lebensmitteln sind bereits in einer breiten Palette Süßstoffe enthalten, z.B. Joghurt, Milchmixgetränke, Milchpuddings, Speiseeis, Konfitüren, Bonbons, Fruchtgummis, Obstkonserven, Fleisch- und Fischsalate, Mayonnaisen und Sauerkonserven.

Zugelassene Süßstoffe in Europa

Von der Europäischen Union wurden acht Süßstoffe nach ausgereiften wissenschaftlichen Untersuchungen zur Nahrungsverwendung zugelassen: Acesulfam-K, Cyclamat, Sacchaarin, Sucralose, Thaumatin, Neohesperidin DC und Aspartam-Acesulfamsalz. Anhand dieser Zulassungs-Nummern (E-Nummer) lassen sich die Zutaten an Süßstoffen (E950-1518 = Süßstoffe) in den Nahrungsmitteln erkennen. In den Lebensmitteln wird oftmals ein Mix aus verschiedenen Süßstoffen verwendet. In der Kombination verschiedener Süßstoffe erhöht sich die Süßkraft gegenüber dem normalen Zucker nochmals deutlich. Die relative Süßkraft verschiedener Süßungsmittel mit erhöhter Konzentration in der Referenzmenge kann sich durch synergistische Effekte um bis zu 30 Prozent erhöhen.

Mit dem Begriff "Zuckeräquivalent" wird die Menge an Zucker bezeichnet, die eingesetzt werden muss, um dieselbe Süßkraft zu erzeugen, wie eine angegebene Süßstoffmenge erzeugt. Ausgangspunkt der Bewertung der Süßkraft ist dabei Saccharose, der eine Süßkraft von 1 zugeordnet ist. Aspartam (E 951) hat davon ausgehend eine Süßkraft von ca. 200, Cyclamat (E 952) von 30, Saccharin (E954) von 500, Neohesperidin (E955) von 400 und Thaumatin (E957) von 2000. Thaumatin mit diesem hohen Wert finden wir vorwiegend in Kakaoprodukten, Süßwaren und Vitaminprodukten.

 

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