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Inhaltsstoff Zucker: Wo er sich versteckt und warum sich der Verzicht lohnt
Inhaltsstoff Zucker: Wo er sich versteckt und warum sich der Verzicht lohnt

Inhaltsstoff Zucker: Wo er sich versteckt und warum sich der Verzicht lohnt

Ein Übermaß an Zucker verursacht nicht nur Karies, sondern wirkt auch anderweitig negativ auf den Körper. Der Insulinhaushalt wird gestört, die Kalorienzufuhr schnellt in die Höhe und einige Forscher sind sogar davon überzeugt, dass ein intensiver Zuckerkonsum die Bildung von Krebszellen fördert. Grundsätzlich benötigt der Mensch keinen Zucker. Über Eiweiß, komplexe Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe wird der Organismus mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Das vollständige Verbannen von Zucker vom Speiseplan wird aber von einer Vielzahl an Bezeichnungen auf Lebensmitteletiketten erschwert. Wie das Vorhaben dennoch gelingt, wird nachfolgend erklärt.

Risiken von Zucker: Die unterschätzte Gefahr

Der regelmäßige Verzehr von Zucker geht mit zahlreichen Gesundheitsrisiken einher. Am präsentesten sind die Auswirkungen auf die Zahngesundheit. Bereits Kinder lernen, dass Zucker Karies verursacht und das tägliche Zähneputzen zum Pflichtprogramm gehört. Wird die Zahnpflege vernachlässigt, trägt Zucker zur Vermehrung der Bakterien im Mundraum bei. Überaus anfällig sind die Zahnzwischenräume, die von vielen nicht ausreichend von Verschmutzungen befreit werden. Bakterien greifen den Zahnschmelz an und können später bis zum Zahnnerv durchdringen. Im schlimmsten Fall kommt es durch Karies zum Verlust des Zahns.

Neben Schmerzen und unangenehmen Behandlungen beim Zahnarzt kann Zucker finanzielle Auswirkungen haben. In erster Linie betrifft dies den Zahnersatz. „Da die gesetzliche Krankenkasse nur eine Grundversorgung übernimmt und sich anteilig an den Kosten für Zahnersatz beteiligt, müssen Patienten mit vielen Hunderten oder Tausenden Euro privater Zuzahlung rechnen“, heißt es unter www.krankenzusatzversicherung.de, einem Informationsportal rund um die private Krankenzusatzversicherung. Eine Zusatzabsicherung ist auch hinsichtlich Prophylaxe-Behandlungen empfehlenswert, da sich Patienten damit wirkungsvolle Leistungen zum Vorbeugen von Kariesbefall sichern können.

Doch Karies ist nicht das einzige Problem, das von Zucker ausgeht. Anderweitige Wirkungsweisen des Inhaltsstoffs sind sogar weitaus tragischer. Die in gewöhnlichem Haushaltszucker enthaltenen Stoffe Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker) werden im menschlichen Körper unterschiedlich verarbeitet. Während Traubenzucker über Insulin verwertet wird, ist für die Verdauung von Fruchtzucker der Darm zuständig. Bei zu viel Zucker wird der Insulinhaushalt durcheinandergebracht. Diabetes kann die Folge sein. Fruchtzucker hingegen fördert eine ungewollte Gewichtszunahme. Besonders gefährlich ist die zunehmende Bildung von Fettpolstern in der Leber. Bildet sich durch einen übermäßigen Zuckerverzehr eine Fettleber, sind neben Diabetes weitere Erkrankungen wie Adipositas und Bluthochdruck denkbar. Das positive Image von Fruchtzucker sollte Verbraucher daher keinesfalls blenden.

Dass außerdem die Diagnose Krebs mit Zucker in Verbindung gebracht wird, ist vielen Zuckeressern nicht klar. Nachgewiesen ist, dass sich Tumorzellen ohne reichlich Zucker nicht vermehren können. Erforscht wird derzeit noch, ob Zucker Krebszellen entstehen lässt. Doch allein die Tatsache, dass es möglich wäre, sollte zu denken geben.

Die ZDF-Sendung Zoom hat sich mit den Gefahren von Zucker beschäftigt und interessante Fakten veröffentlicht:

Die Suche nach verstecktem Zucker

Waffel mit Früchten

Zulasten der Gesundheit mischt die Lebensmittelindustrie in immer mehr Produkte Zucker. Von Ketchup über Müslis bis hin zum Fertigprodukt, Joghurt und Getränken reicht das Spektrum. Zucker scheint nahezu in jedem Lebensmittel vertreten zu sein. Problematisch ist, dass nicht immer das Wort „Zucker“ auf den Zutatenlisten zu finden ist. Dieser kann sich hinter den unterschiedlichsten Bezeichnungen verstecken. Gewöhnlicher Haushaltszucker kann beispielsweise als Saccharose gekennzeichnet sind. Hinter rund 70 Bezeichnungen verbergen sich Inhaltsstoffe, die den Zuckergehalt von Lebensmittel in die Höhe treiben. Die folgende Liste, macht auf einige der wichtigsten Vertreter aufmerksam:

  • Sirup: Ist in der Zutatenliste von Lebensmittel das Wort „Sirup“ zu finden, enthält es Zucker. Beispiel: Maltosesirup
  • Glukose: Hierbei handelt es sich um Traubenzucker.
  • Fructose: Dies ist Fruchtzucker und ein weiterer Bestandteil von Haushaltszucker. Auch Obst liefert von Natur aus Fructose.
  • Fruchtsüße: Steht auf der Zutatenliste „natürliche Fruchtsüße“ klingt das gesünder, als es ist. Der Mix bestehend aus Fruktose und Glukose ist nahezu gleichermaßen negativ für den Organismus, wie herkömmlicher Zucker.
  • Maltodextrin: Ist in vielen isotonischen Getränken vertreten.
  • Dextrose: Industriell hergestellte Dextrose enthält keinerlei Vitamine oder Mineralstoffe und ist mit normalem Haushaltszucker vergleichbar.
  • Invertzuckersirup: Der Gehalt an Energie bei diesem Gemisch aus Fruchtzucker und Traubenzucker ist dem von Haushaltszucker sehr ähnlich.

Kandierter Ananas

Außerdem tragen folgende Inhaltsstoffe zum Zuckergehalt von Lebensmittel bei: Milchzucker (Laktose), Raffinose, Süßmolkenpulver, Gerstenmalz/Gerstenmalzextrakt, Weizendextrin, Karamellsirup, getrocknete Früchte, Schokoladenbestandteile, Traubensüße, Glucosesirup, Dicksaft, Fruchtpüree, Joghurtpulver und Magermilchpulver. „Manchmal ist der Fruchtzucker aber auch gar nicht ausgewiesen. Eine spezielle Kennzeichnungspflicht für Fruchtzucker gibt es bisher nicht“, fasst NDR die Aussage der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.ndr.de zusammen. Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe sind gleichermaßen kritisch zu bewerten. Auf dem Etikett von Lebensmitteln können mehrere der hier aufgeführten Begriffe auftauchen, wodurch der tatsächliche Zuckergehalt deutlich höher liegen kann, als auf den ersten Blick angenommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät zu rund 25 Gramm Zucker maximal bei Erwachsenen pro Tag. Ein Glas Cola liefert bereits 18 Gramm Zucker.

 

Bilder von https://pixabay.com: jackmac34, Humusak, silviarita, Hans (Bilder 1-4 v.o.n.u.)

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