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Bedeutung regionlaer Lebensmittel
Bedeutung regionlaer Lebensmittel

Bedeutung regionlaer Lebensmittel

Die Bedeutung von Regionalität in Bezug auf die Herkunft von Lebensmitteln spielt in Zeiten von Klimawandel und Co eine immer größere Rolle. Regionale Lebensmittel bedeuten, weniger CO2-Emissionen durch lange Strecken mit LKW, Flugzeug oder Schiff und auch eine Unterstützung der ortsansässigen Unternehmen.

 

Viele verbinden mit regionalen Lebensmitteln höhere Kosten, doch regional einzukaufen, kann auch Preiswert sein. Große Discounter haben immer wieder Lebensmittel aus der Region im Angebot. Im Penny Prospekt nächste Woche gibt es beispielsweise wieder zahlreiche Schnäppchen, wie zum Beispiel 500g deutschen Rosenkohl für nur 0.69€ (statt 0.89€) oder 4kg Äpfel aus Thüringen für 3.99€.

Was sind regionale Lebensmittel?

Als regionale Lebensmittel bezeichnet man Lebensmittel oder Rohstoffe, die aus der angegebenen Region stammen, dort verarbeitet und verpackt wurden und auch dort vertrieben werden. Leider ist der Begriff “regionale Lebensmittel” nicht geschützt und somit ist Vorsicht geboten, denn viele machen sich den Trend der Regionalität zunutze.

 

Immerhin ca. zwei Drittel aller Verbraucher bevorzugen laut Bundeszentrum für Ernährung mittlerweile Lebensmittel aus ihrer eigenen Umgebung. Somit wollen sie ihren Beitrag leisten, denn kürzere Transportwege verursachen auch weniger CO2. Untersuchungen haben allerdings gezeigt, dass nur etwas ein Viertel aller Rohstoffe und Lebensmittel aus den angegebenen Regionen stammen und auch dort verarbeitet, verpackt und vertrieben werden.

 

Die meisten Lebensmittel nehmen bei ihrer Verarbeitung einen langen Weg auf sich, der nicht auf der Verpackung nachzuverfolgen ist. Es ist also durchaus möglich, dass Produkte beispielsweise einen Umweg von Deutschland nach Marokko, um dort verarbeitet zu werden, auf der Verpackung jedoch angegeben ist, dass das Produkt aus Deutschland stammt.

Tipps für den Einkauf

Beim Einkauf kann man deshalb einige Dinge beachten, um möglichst regional einzukaufen und der Umwelt damit wirklich etwas Gutes zu tun:

 

  1. Auf geschützte Bezeichnungen achten

Zwar ist der Begriff “regionale Lebensmittel” nicht geschützt, doch der Begriff der “g.U.-Kennzeichnung” ist geschützt. Diese Kennzeichnung zeigt an, dass die Lebensmittel in der genannten Region hergestellt wurden und auch dort verarbeitet wurden.

  1. Herkunft von Obst und Gemüse prüfen

Bei Gemüse, wie beispielsweise Karotten oder Kartoffeln, die aus der Region stammen, ist der Ort der Herstellung meist angegeben. Dort kann man nachfragen,

ob wirklich alle Schritte des Verarbeitungsprozesses in der Region stattgefunden haben.

  1. Nach dem Regionalfenster-Label Ausschau halten

Dieses Label gibt an, woher die Hauptzutaten eines Produkts stammen. Bisher sind ca. 4000 Produkte mit diesem Label gekennzeichnet.

  1. Auf den Eiercode achten

Innerhalb der EU gilt eine einheitliche Eierkennzeichnung, an der sichtbar wird, wo die Eier herstammen. Die zwei Ziffern hinter dem Länderkürzel stehen für die Region. So steht 11 zum Beispiel für Berlin. Auf diese Art kann man herausfinden, aus welchem Bundesland die Eier stammen.

  1. Siegel der Bundesländer beachten

14 Bundesländer haben bisher Qualitäts- und Herkunftszeichen etabliert, wie beispielsweise “Öko-Qualität Bayern”, die darauf schließen lassen, dass die Lebensmittel aus der Region kommen. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass die Kriterien von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind. Unverarbeitete Produkte müssen zwar zu 100 Prozent aus der Region stammen, doch bei verarbeiteten Produkten weichen die Ansprüche ab.

Regionalität gleich Saisonalität

In den meisten Fällen bedeutet auf Regionalität zu achten, auch auf Saisonalität zu achten, denn Obst und Gemüse können in bestimmten Regionen nur zu bestimmten Zeiten reifen. Passend zur Jahreszeit, werden viele erdende und wärmende Gemüsesorten im Herbst geerntet. Dieses Lebensmittel sind dann meist auch preiswerter, als Lebensmittel, die keine Saison haben. Dazu gehören im Herbst folgende Gemüsesorten:

 

  • Kürbis
  • Feldsalat
  • Rote Beete
  • Apfel und Birne
  • Karotten
  • Rosenkohl
  • Pastinaken
  • Maronen
  • Quitten
  • verschiedene Kohlsorten

Umweltschonend einkaufen

Wer unsere Umwelt schützen und CO2-Emissionen verringern will, kann noch mehr tun. Eine hauptsächlich vegane oder vegetarische Lebensweise führt zu 50 % weniger CO2. Wer sich schwertut, einen radikalen Schritt zu tun und komplett auf Fleischprodukte zu verzichten, kann fleischfreie Tage in seinen Wochenplan integrieren. Auch die ökologische Landwirtschaft trägt zu einem geringeren CO2-Ausstoß bei, denn sie verursacht immerhin 20 % weniger Emissionen als die konventionelle Landwirtschaft. Wenn möglich, sollte man außerdem verpackungsfrei einkaufen und seine eigenen Gemüsenetze und Einkaufstüten immer dabeihaben.

 

Regionale Lebensmittel können durchaus preiswert sein und haben zudem einen maßgeblichen Anteil an einer grüneren Zukunft.

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