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Zurück zum Ursprung: Warum sich das Nein zu Fertigprodukten lohnt
Zurück zum Ursprung: Warum sich das Nein zu Fertigprodukten lohnt

Zurück zum Ursprung: Warum sich das Nein zu Fertigprodukten lohnt

Die Qualität von Fertigprodukten einiger Hersteller hat sich in den vergangenen Jahren zwar deutlich verbessert, doch gesünder als der Griff zu frischen Lebensmitteln sind die Angebote nie. Denn ohne Zusatzstoffe kommen die wenigsten Artikel aus. Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Stabilisatoren, Antioxidationsmittel und viele Substanzen mehr sind nötig, um die verarbeiteten Zutaten ansprechend aussehen und schmecken zu lassen. Warum sich der Verzicht auf Fertigprodukte lohnt, hier im Fokus.

Gründe gegen Fertigprodukte

Die Liste der Fakten, die gegen den Verzehr von stark verarbeiteten Produkten sprechen, ist lang und überzeugend. Um einen Eindruck davon zu vermitteln, wurden in der Tabelle 5 wesentliche Faktoren erläutert:

Fakt

Erklärung

Zu viel Salz

Ein Zuviel an Salz, das über die Ernährung aufgenommen wird, ist schädlich für die Gesundheit. Der Salzbedarf bei Erwachsenen beträgt laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung maximal sechs Gramm Kochsalz pro Tag. Maximal fünf Gramm empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation unter http://www.euro.who.int/de/health-topics. Fertigprodukte enthalten oft sehr viel Salz und führen dem Körper mit rund 80 Prozent bereits den Großteil des Salzbedarfs zu. Die Höchstgrenze von fünf bis sechs Gramm täglich wird mit dem regelmäßigen Verzehr von Fertigprodukten klar überschritten.

Süßungsmittel

Viele Fertigprodukte enthalten billige Süßungsmittel. Darunter aus Mais gewonnene Fruktose. Beim Abbau der Leber dieser Substanz entstehen Nebenprodukte, die zur Verstopfung der Arterien führen können.

Extra-Fett

Fett ist gesund, aber nur wenn es hochwertig ist und in den richtigen Mengen aufgenommen wird. Die Industrie nutzt Fett, um den Geschmack von Fertiggerichten zu verbessern. Die Kalorienzufuhr steigt.

Vitaminfalle

Die Werbung suggeriert dem Verbraucher oft vitaminreichen Inhalt in Tütensuppen und Co. Doch die Wahrheit klingt weniger überzeugend: Naturbelassen sind die Vitamine kaum, die laut Packung drinstecken sollen. Stattdessen handelt es sich um einen ungesunden Mix aus künstlichen Aromen, Geschmacksverstärkern und vielem mehr. Die raffinierten Extras können echte Vitamine nicht ersetzen.

Phosphat

Phosphat ist in vielen Fertigartikeln verarbeitet. Diese Substanz nutzen Hersteller zum Beispiel als Säuerungsmittel oder Konservierungsstoff. Phosphat schadet den Blutgefäßen und sollte deshalb möglichst gar nicht auf dem Speiseplan auftauchen.

 

Der bayerische Rundfunk hat in einer Sendung Anfang 2016 das Thema Salz aufgegriffen und in der folgenden Sendung interessante Fakten vermittelt:

Ja zur Natur!

Neben den oben genannten Gründen gegen Fertigprodukte, sprechen zahlreiche Gründe für die Verwendung möglichst frischer Zutaten. Nachfolgend wird anhand von drei Beispielen thematisiert, worin die Vorteile einer natürlichen Ernährung bestehen:

Vollkornprodukte bevorzugen
  1. Vollkornprodukte bevorzugen

Eine Vielzahl von Studien hat längst bewiesen, dass Vollkornprodukte im Vergleich zu stark verarbeitetem Weißmehl-Alternativen deutlich gesünder sind. Die Vorteile sprechen für sich:

  • Vollkornprodukte sind reich an Ballaststoffen, gesunden Kohlehydraten und sekundären Pflanzenstoffen
  • Das Sättigungsgefühl hält deutlich länger an
  • Die Darmtätigkeit wird angeregt
  • Umweltgifte werden durch die erhöhte Darmarbeit schneller aus dem Körper ausgeschieden
  • Unverzichtbarer Lieferant für Faserstoffe und Ballaststoffe
  • Vollkornprodukte lassen den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen, wodurch die Ausschüttung von Insulin weniger stark ist, als bei Weißmehl

Besonders vitalstoffreich ist selbst gemahlenes Vollkornmehl. „Denn im Vergleich zu handelsüblichem Auszugsmehl enthält selbst und frisch hergestelltes Mehl noch die so wertvollen Bestandteile des Getreides wie Vitamine, Mineralien, Eiweiße und Aromen“, schildert das Produktvergleichsportal https://www.vergleich.org/getreidemuehle/ im Rahmen eines Getreidemühlen Vergleichs 2017 die Gründe. Zudem wird erläutert, dass die gesundheitsförderlichen Vitalstoffe wie Fettsäuren, Spurenelemente und Co. bereits nach kurzer Lagerung des Mehls verloren gehen. Auch das Aroma leidet massiv unter der teilweise starken Verarbeitung und Lagerung der Mehlprodukte der kommerziellen Lebensmittelindustrie.

Wird Mehl zuhause frisch nach Bedarf zubereitet, bleiben die enthaltenen Nährstoffe nahezu vollständig erhalten und die Mehlspeisen schmecken aromatischer. Auch für Menschen mit Gluten-Unverträglichkeit lohnt sich der Griff zur Getreidemühle, weil glutenfreie Rohstoffe so preiswerter zu Mehl verarbeitet werden können.  

    Fleisch regional kaufen
  1. Selbst anbauen oder regional kaufen

Frische Zutaten sind optimal, doch leider erschwert die Lebensmittelindustrie der Kundschaft den Kauf von hochwertigen Produkten, weil selbst die Frischetheke viele versteckte Gesundheitsrisiken birgt. Während die kommerzielle Landwirtschaft Unmengen an Dünge- und Spritzmitteln verwendet, um die Ernte vor Schädlingen und Umwelteinflüssen zu schützen, macht das Fleisch von Schweinen, Rindern und Geflügel durch minderwertige Futtermittel inklusive Antibiotika und Hormonen krankt. Was soll der Kunde also noch kaufen können, ohne indirekt gesundheitsbedenkliche Stoffe zu essen? Die Lösung kann der Eigenanbau sowie der regionale Einkauf bei vertrauenswürdigen Erzeugern sein. Der Anbau von Gemüse im heimischen Garten gewährleistet, dass vollständig auf industrielle Mittelchen verzichtet werden kann. Bei ausgewählten Bio-Betrieben lassen sich hochwertiges Fleisch und naturbelassenes Gemüse kaufen. Verbraucher sind gut beraten bei der Auswahl der Fleisch-Erzeuger kritisch nachzufragen und sich genauestens über die Haltungs-, Fütterungs- und Schlachtbedingungen zu informieren.

  • Frisch zubereiten und genießen
  • Produkte regional kaufen

    Das Zubereiten von Speisen mit frischen Zutaten kann nicht nur den Bezug zur Natur wiederherstellen und den Körper mit allen nötigen Nährstoffen versorgen, sondern auch die Freude am Kochen begünstigen. Frisches Gemüse verleiht Gerichten einen aromatischen Charakter und bringt den Genuss auf ein Höchstmaß. Selbst gemahlene Gewürze und frisch gehackte Kräuter perfektionieren Rezepte und runden diese optimal ab. In Zeiten von Superfoods werden natürliche Zutaten außerdem wieder mehr geschätzt und die Experimentierfreudigkeit steigt. Der Trend hin zu ökologischen Alternativen ist zu begrüßen und die zunehmende Bio-Bewegung rückt Fertiggerichte in den Hintergrund.

    Zumindest gilt dies für die kritischen Genießer der Gesellschaft. Beim Blick auf die Mehrheit ist jedoch ein Anstieg des Fertiggerichte-Konsums festzustellen. Wie die Hannoversche Allgemeine unter http://www.haz.de/berichtete, "kochen nur noch 32 Prozent der Deutschen regelmäßig selbst." Ein erschreckendes Ergebnis. Im Artikel wird ergänzend auf den geringen Gesundheitswert hingewiesen, der mit Fertigprodukten einhergeht. 

     

    Quelle der Fotos https://pixabay.com: Alexas_Fotos (Bild 1&3) / markusspiske (Bild2) / Hans (Bild4)

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