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Thymian
Thymian

Thymian

Thymian ist ein typisches Mittelmeergewürz, welches vor allem bei der Zubereitung von mediterranen Speisen seine Anwendung findet. Getrocknet oder frisch in Form von Zweigen wird der Thymian im Einzelhandel in kleinen Gläsern sowie auch in Gewürztütchen verkauft. Die getrocknete Variante des Thymians besitzt dabei den Vorteil, dass diese eine besonders hohe Würzkraft aufweist. Schon kleine Mengen an Thymian reichen daher, um ein jedes Gericht entsprechend aufzuwerten. Optisch ähnelt frischer Thymian stark seinem engen Verwandten, dem Rosmarin. Auch dieser verfügt über bräunliche Zweige, an denen die schmalen, dunkelgrünen Blätter des Thymians in aufrechter Richtung wachsen. Auch dieser wächst in kleinen Sträuchern und ist rund um das Mittelmeergebiet zu Hause.


Thymian wächst in seiner natürlichen Form entlang der gesamten Mittelmeerküste. Die Halbsträucher des Thymians erreichen dabei Wuchshöhen zwischen 10 und maximal 40 Zentimetern. Seine Zweige sind vierkantig und verholzt, die kreuzgegenständigen Blätter des Thymians sind hingegen kurz gestielt und an der Unterseite behaart. Circa 60.000 Tonnen des Gewürzes werden jedes Jahr produziert – als Hauptproduzent ist mit schätzungsweise 70 Prozent dieser Menge die Türkei auszumachen. Thymian kann entweder in ganzen Zweigen mitgegart werden oder kann in Form von Gewürzpulver entsprechenden Speisen zugegeben werden. Zum Würzen wird der Thymian gern für besonders fettreiche Speisen genutzt, welcher dieser aufgrund seiner Inhaltsstoffe leichtverdaulicher macht.

Die pflanzliche Systematik des Thymians


Der vorrangig als Gewürz genutzter Thymian wird auch als „Echter Thymian“ bezeichnet. Sein lateinischer Name lautet: „Thymus vulgaris“. Dieser gehört zur Pflanzenordnung der lippenblütlerartigen Gewächse, bzw. zur Pflanzenfamile der Lippenblütler. Gattungsspezifisch ist der Thymian zur Klasse der Thymiane zuzuordnen, bzw. artentechnisch zu den Echten Thymianen. Der Echte Thymian verfügt zudem noch über mehrere Unterarten wie z.B. dem Thymus vulgaris subsp. aestivus, der in Ostspanien sowie auf den Baleareninseln zu Hause ist sowie dem Thymus vulgaris subsp. vulgaris, der eher im südlichen Italien und Algerien beheimatet ist.

Gewürzsymptomatik und Geschmack des Thymians


Geschmacklich besitzt der Thymian zum einen eine sehr würzige, zum anderen aber auch eine leicht rauchige Note. Je nach Sorte ist auch ein nach Orangen schmeckendes, bzw. süßliches Aroma möglich. Entsprechend bietet z.B. die Sorte Zitronenthymian eine leicht nach Zitrone schmeckende Note. Aufgrund der facettenreichen Aromapalette, die die einzelnen Thymian-Sorten bieten, ist der Thymian in allen Mittelmehrküchen ein gern genutztes Gewürz. Speziell aber die französische Küche prägt jedoch der unverkennbare Geschmack des Thymians. In getrockneter Form ist der Thymian ganzjährig im Einzelhandel beziehbar.


Historie des Thymians als Gewürz sowie als Heilpflanze


Bereits im alten Ägypten wurde Thymian als Einbalsamierungspflanze genutzt – hier sollte dieser zum einen ein frischen Duft verbreiten und zum anderen antiseptisch wirken. Erst in der späteren Antike entdeckte man den Nutzen des Thymians auch als Gewürzpflanze. Darüber hinaus wurde dieser in jener Zeit auch gern als Räucherkraut eingesetzt. Erst im Mittelalter gelangte der Thymian zunächst über den Anbau in Klostergärten auch nach Mitteleuropa. Feld- und Gartenthymian sind daher die in Mitteleuropa am gängigsten verbreiteten Arten des Thymians. In südlichen Gefilden wie z.B. auf Kreta oder auf den Baleareninseln gilt der Thymian zudem als ein beliebtes Bienenfutter und verleiht dem dortigen Honig seinen charakteristischen Eigengeschmack.

Herkunft des Thymians


In seiner wilden Form wächst der Thymian in allen Ländern rund um das Mittelmeer, wo dieser bevorzugt auf trockenen und sonnenverwöhnten, felsigen Böden entlang der Mittelmeerküste wächst. Der Feld- und Gartenthymian ist jedoch auch in mitteleuropäischen Breiten beheimatet, dessen natürliches Wuchsgebiet sich von Mittelfrankreich über die Südschweiz bis ins südöstliche Österreich erstreckt. Die Produktion des Thymians als Heilkraut geschieht jedoch rund um den Globus – also überall dort, wo mediterranes, bzw. warm-kontinentales, trockenes Klima vorherrschend ist.

Alle relevanten Inhaltsstoffe des Gewürzes Thymian einmal aufgelistet: Die typischen Komponenten des Thymians, die diesem seinen unverwechselbaren Geschmack geben, heißen Thymol und Carvacrol. Darüber hinaus enthält Thymian zu rund 2,5 Prozent ätherische Öle und zahlreiche Mineralien und Spurenelemente wie z.B. Kalzium, Kalium, Eisen sowie Niacin und die Vitamine A, B und C.

Saisonale Bedeutung der Gewürzpflanze Thymian


Die Blätter des Thymians, die zunächst getrocknet und dann zu feinem Thymian-Gewürzpulver zermahlen werden, werden noch kurz vor dessen Blüte im Zeitraum zwischen Mai und September von den Thymiansträuchern abgeerntet, da diese in diesem Zeitraum am aromatischsten sind. Die Blütezeit der Blätter ist jedoch im Zeitraum zwischen Juni und Oktober festzumachen, in welchem in der Regel ganze Thymianzweige geerntet werden. Diese werden dann als frische Thymian-Gewürzzweige im Einzelhandel verkauft.

Die richtige Lagerung von Thymian


Frische Thymianzweige sind nach der Ernte circa 1 bis 2 Tage haltbar – im Kühlschrank aufbewahrt oftmals circa 1 Tag länger. Für eine längere Haltbarkeit des Thymians sollte dieser getrocknet sowie licht- und luftdicht an kühlen Orten gelagert werden. In abgedunkelten Gläsern oder kleinen Gewürztütchen hält sich Thymian so über mehrere Monate frisch, ohne sein Aroma und der sein Geschmack zu verlieren.

Verwendung von Thymian als Heil- und Küchenkraut


Als Aromakomponente der mediterranen Küche wird Thymian oft in ganzen Zweigen mitgegart. Als Gewürzzutat von Fisch- und Fleischgerichten sowie in Salaten und gegrillten Gemüsegerichten wird Thymian aber auch gern in Pulverform zum Würzen genutzt. Thymian wird aber auch gern als Hausmittel gegen Erkältungskrankheiten genutzt. Hier lässt sich dieser z.B. ideal für die Zubereitung eines antiseptischen Thymian-Tees verwenden.

Die heilende Wirkung des Thymians


Aufgrund seiner antibakteriellen Wirkungsweise wird Thymian in Form von Thymianöl in der Medizin als natürliches Antibiotikum eingesetzt. Darüber hinaus löst Thymian Verkrampfungen und besitzt schmerzstillende Eigenschaften. Ebenfalls bewährt hat sich der Einsatz von Thymian in Medikamenten zur Durchfallbekämpfung, da das im Thymian integrierte Thymol hier Durchfallbakterien erfolgreich bekämpft.

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