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Petersilie
Petersilie

Petersilie

Unter den beliebten Küchenkräutern nimmt die Petersilie (Petroselinum crispum) eine Spitzenposition ein. Auch die heilenden Wirkungen werden sehr geschätzt. Neben anderen Kräutern wie Kümmel, Kerbel oder Dill gehört Petersilie ebenfalls zur Pflanzenfamilie der Doldenblütler (Apiaceae).

Unter den beliebten Küchenkräutern nimmt die Petersilie (Petroselinum crispum) eine Spitzenposition ein. Auch die heilenden Wirkungen werden sehr geschätzt. Neben anderen Kräutern wie Kümmel, Kerbel oder Dill gehört Petersilie ebenfalls zur Pflanzenfamilie der Doldenblütler (Apiaceae).
Das Kraut wird regional unterschiedlich auch Peterle, Petergrün, Peterling oder Silk genannt.
Mit der Krausen Petersilie und der Glatten Petersilie werden die Blätter zwei verschiedener Sorten durchaus unterschiedlich verwendet – und auch die Petersilienwurzel kann zu delikatem Gemüse verarbeitet werden.

Peterislie Herkunft


Die Ursprünge des Petersilienkrauts liegen in den felsigen Regionen am Mittelmeer, wo sie bis heute an sonnigen, steilen Berghängen wild wächst. Wohl, weil sie von den alten Griechen als heiliges Kraut verehrt worden war, fand sie das rege Interesse wandernder Mönche, die sie schon vor dem Mittelalter in Mitteleuropa einführten. Zwischenzeitlich dennoch in Vergessenheit geraten, erlebte Petersilie zum Ende des 15. Jahrhunderts eine wahre Renaissance als Küchenkraut.

Merkmale und Inhaltsstoffe der Petersilie


In der Doldenblütlerfamilie besteht die Gattung Petroselinum (Petersiliengewächse) aus der landläufig bekannten Petersilie sowie der hierzulande eher unbekannten Saat-Petersilie (Petroselinum segetum), die in Süd- und Westeuropa wesentlich beliebter ist.
Unterschieden werden:
? Krause Petersilie (Petroselinum crispum var. crispum)
? Glatte Petersilie (Petroselinum crispum var. neopolitanum)
? Wurzelpetersilie (Petroselinum crispum var. tuberosum)
? Flachblättrige Petersilie (Petroselinum crispum var. latifolium)

Die Arten werden also zunächst nach dem Erscheinungsbild des Blattwerks unterschieden.
Für alle gilt: Petersilie ist zweijährig; sie bildet im Verlauf des ersten Jahres Blattrosette und Wurzel aus und im Sommer des Folgejahrs einen bis zu 60 cm hohen Blütenstängel mit grün-gelblichen Blütendolden.
Sobald die Samen ausgereift sind, wachsen kaum noch neue Blätter nach. Die Blätter und die Wurzeln der Petersilie zeichnen sich durch einen beachtlichen Vitamin-C-Gehalt aus. Außerdem enthalten sie die Vitamine A und B sowie viele wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Zink und Kalium sowie ätherisches Öl. Die Petersiliensamen sind besonders reich an Petersilienkampfer.

Petersilie - Standort und Kultur


Der Standort kann halbschattig bis sonnig sein. Für gute Erträge ist ein nährstoffreicher, ausreichend feuchter und tiefgründiger Boden wichtig.
Das Wärme liebende Kraut wird im Frühling, am besten im Monat Mai, ins Freiland ausgesät. Vorkultur im Haus ist zwischen März und April möglich. In einem Abstand von etwa 15 cm soll ein Samenkorn 3 cm in die Erde eingedrückt werden. Weil Petersilie zu den Dunkelkeimern gehört, soll der Samen gut mit Erde bedeckt sein.
Durch stetige Folgesaaten bis in den Sommer hinein sind nachfolgende Erträge gesichert.
Wurzelpetersilie verlangt nach etwas späterer Aussaat – der Boden sollte schon etwas wärmer sein.

Tipp:

Es dauert bis zu mehreren Wochen, bis die Petersiliensaat aufgeht. Deshalb ist es besonders clever, Petersiliensamen mit Radieschensaatgut zu mischen. Radieschen keimen wesentlich fixer und so verliert man seine Petersilie nicht aus den Augen.
Wichtig ist es, die Pflanzen ständig gut feucht zu halten, Staunässe muss allerdings vermieden werden. Später ausgesääte Petersilie bleibt auch über die Wintermonate schön grün, wenn man sie mit Folie oder mit Reisig abdeckt.
Außerdem eignet sich Petersilie gut zur Kultivierung auf dem Balkon oder auf der Fensterbank.

Tipp:

Auf der Terrasse, auf dem Balkon oder der sonnigen Fensterbank ist krausblättrige Petersilie in einem schönen Terrakottatopf recht dekorativ.

Ernte und Lagerung


Frisches Blattwerk kann laufend von den Petersilienpflanzen geerntet werden. Die Blättchen lassen sich auch gut einfrieren.
Petersilienwurzeln gräbt man im Spätherbst aus und schlägt sie nach Möglichkeit zur Aufbewahrung in Sand ein. Dann halten die Wurzeln in einem kühlen Kellerraum lange.
Aber auch zum Einfrieren oder zum Trocknen sind Wurzelstücke geeignet.

Verwendung


Petersilienblätter werden traditionell gern und reichlich zum Würzen von Soßen, Suppen, Eierspeisen verwendet. Über Kartoffeln, Salate und Gemüsegerichte gestreut, verbessert die Petersilie mit ihrem würzigen, intensiven, „grünen“ Aroma ebenso den Geschmack wie im Quark oder auf dem Butterbrot. Dabei gibt man das frische Kraut erst unmittelbar vor dem Servieren dazu – beim Mitkochen würde es viel von den enthaltenen Vitaminen einbüßen. Aber Petersilienwurzeln können in Eintöpfen und Suppen mitkochen.
Auch in der Kosmetik wird Petersilie verwendet: Reines Petersilienöl wird bei der Komposition verschiedener Parfüms eingesetzt. Weil frischer Petersiliensaft entzündungshemmend wirkt, kann man damit wirkungsvoll unreine Haut abtupfen – und ein wohltuendes, klärendes Gesichtswasser entsteht, wenn eine aufgekochte Mischung aus klein gehackter Petersilie und Pfefferminztee gut gekühlt auf gereizte Haut aufgetragen wird.

Die Heilwirkung von Petersilie



Petersilie beinhaltet viel Vitamin C für die Blutreinigung und Blutbildung. Zudem verbessert sie schlechten Atem und fördert als Tee die Verdauung. Äußerlich angewendet lindert sie Hautprobleme und die Auswirkungen diverser Insektenstiche.
Reines, isoliertes Petersilienöl oder der Petersilientee wirken abtreibend – und das ist einerseits eine Heilwirkung, andererseits sollte es von schwangeren Frauen ebenso gemieden werden wie von Menschen mit Nieren- oder Leberproblemen. Allerdings kommt das Öl in Blättern und Wurzeln nur in geringen Mengen vor.

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