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Muskat
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Der Samen des Muskatnussbaums stellt die Grundlage für das Gewürz Muskat dar, welche an sich eigentlich gar keine Nuss darstellt. Das Gewürz wird meist in Form einer rohen Muskatnuss verwendet, die mithilfe einer speziellen Reibe kleine Muskatnussspähne erzeugt, die zum Würzen von Speisen verwendet werden. Es handelt sich bei den Muskatnüssen um kleine Kugeln, die die Größe von Fingerkuppen aufweisen und eine bräunliche Außenfarbe sowie ein ockerfarbenes Inneres besitzen. Muskatnussaroma ist vor allem bei Süßspeisen oder bei extrem reichhaltigen Speisen beliebt.

Entweder als frischgeriebenes Pulver oder als rohe Muskatnuss wird das Gewürz gern zum Würzen von Süßspeisen – speziell in der Weihnachtsküche – verwendet. Dementsprechend können Muskatnüsse entweder im Ganzen oder als Pulver in Tütchen verpackt gekauft werden. Die Verwendung von Muskatnuss sollte sparsam erfolgen, da die Muskatnuss zum einen über ein intensives Aroma verfügt und zum anderen der Verzehr von zu viel Muskatnuss gesundheitliche Folgen haben kann. Unreife Muskatnüsse sind in der Regel rötlich mit schwarzen Streifen – reife Muskatnüsse hingegen sind braun mit einem ocker- bis orangefarbenen Inneren. Die derzeitige Jahresproduktion wird auf 10.000 bis maximal 12.000 Tonnen pro Jahr geschätzt – aktuell wird die jährliche Nachfrage mit etwa 9.000 Tonnen gedeckt. Der Staat Indonesien ist mit circa 75 Prozent Anteil an der jährlichen Produktionsmenge als Hauptproduzent für Muskatnüsse auszumachen.


Systematik der Muskatnuss


Der lateinische Name des Muskatnussbaums lautet „Myristica fragrans“ – dieser gehört zur Pflanzenklasse der so genannten Bedecktsamer Magnoliids. Die zur Familie der magnolienartigen Muskatnussbäume gehörige Muskatnuss ist hauptsächlich innerhalb der tropischen Klimazone beheimatet.

Charakteristika der Muskatnuss


Die immergrünen Muskatnussbäume erreichen in ihrer ausgewachsenen Form Höhen von bis 20 Metern. In seiner Plantagen-Anbauform werden die Muskatnussbäume als Träger der Muskatnuss jedoch selten größer als 6 Meter. Die dunkelgrünen Blätter sind bis zu 15 Zentimeter lang – sie sind zudem gestielt, spitzförmig und von ledriger Haptik. Hierbei ist zwischen weiblichen und männlichen Blüten zu unterscheiden: nur die weiblichen Blüten bilden die pfirsichähnlichen Steinfrüchte, die die Muskatnuss schlussendlich enthalten. Vom botanischen Standpunkt aus gesehen handelt es sich bei dieser um eine einsamige Beere. Die glatte, holzige Schale der Muskatnuss verbirgt marmorierte Frucht, die bis zu 4 Gramm wiegen kann und zwischen 20 und 25 Millimetern lang ist.

Historie der Muskatnuss


Die Geschichte der Muskatnuss geht bis ins alte Ägypten zurück, wo Muskatbutter zur Einbalsamierung genutzt wurde. Im Verlauf der Geschichte wurde die Muskatnuss bis ins 10. Jahrhundert vor allem als Heilmittel gegen Magen-, Leber- und Herzbeschwerden eingesetzt. Erst ab dem 17. Jahrhundert wurde die Muskatnuss im großen Stile in den ostindischen Kolonien angebaut – ab dann wurde diese auch als Gewürz immer beliebter. Im 18. Jahrhundert waren es vor allem die Niederländer, die den Handel mit der Muskatnuss weiter vorantrieben.


Die Herkunft der Muskatnuss


Die Muskatnuss ist auf der Inselgruppe der Molukken, die vor der Küste von Papua-Neuguinea liegen, beheimatet. Die Muskatnuss liebt feuchtheißes, tropisches Klima und ist daher auch in anderen Regionen innerhalb dieses Breitengrade zuhause – z.B. auf den karibischen Inseln. Bekannt ist die Muskatnuss bereits seit der Antike, wo diese über Händler zunächst nach Indien und später nach Europa gelang.

Inhaltsstoffe der Muskatnuss


Muskatnüsse enthalten vor allem ätherische Öle, die antibakteriell und verdauungsfördernd wirken. Ein weiterer, wichtiger Inhaltsstoff der Muskatnuss ist Eugenol, der den Geschmack der Muskatnuss leicht an Gewürznelke erinnern lässt. Weitere Inhaltsstoffe sind z.B. Safrole, die einen leichten Anisduft andeuten sowie auch das Antioxidans Lignane. Aufgrund der zusätzlich in großen Mengen in der Muskatnuss vorkommenden Myristine (ein Halluzinogen) und auch an Elemicin (ebenfalls halluzinogen wirkend) wird der Verzehr von nur kleinen Mengen an Muskatnuss auf einmal empfohlen.

Die Saison des Gewürzes Muskatnuss



Da die Muskatnuss in den Tropen beheimatet ist, ist ihr Anbau das ganze Jahr über möglich. Auch die Ernte geschieht in den verschiedenen Anbaugebieten das ganze Jahr über. In getrockneter Form lässt sich Muskatpulver – oder auch ganze Muskatnüsse – ganzjährig frisch beziehen. Da die Muskatnuss bei Luftkontakt schnell an Aroma verliert, sollten angefangene Gewürzbeutel, die mit Muskatpulver gefüllt sind, schnell aufgebraucht werden.

Fachgerechte Lagerung von Muskatgewürz



Muskatnüsse, die im Ganzen gekauft werden, sollten an einem trockenen Ort aufbewahrt werden. Sobald die Muskatnüsse für den Verzehr zunächst angerieben wurden, sollten diese luftdicht und lichtgeschützt gelagert werden, da das Aroma der Muskatnuss schnell verfliegt. In entsprechenden Beuteln aufbewahrt, halten angefangene Muskatnüsse sowie auch fertiges Muskatpulver über mehrere Monate hinweg. Muskatblüten hingegen, die ebenfalls als Muskatgewürz verwendet werden können, sollten hingegen direkt frisch verzehrt werden, da sich diese nicht über längere Zeit lagern lassen.

Verwendung von Muskat als Gewürz



Muskatnuss wird aufgrund seines würzigen und leicht bitter schmeckenden Aromas gern als Ausgleich für süße Gerichte verwendet. Darüber hinaus werden Muskatnüsse aber auch gern zum Würzen von herzhaften Soßen sowie Suppen und auch Eiergerichten genutzt. Besonders für die Zubereitung von Weihnachtsgerichten hat sich Muskat als Gewürz ebenso bewährt – hier verleiht das Gewürz den Speisen eine leicht exotische Note.



Gesundheitliche Vorteile durch den Verzehr von Muskatgewürz



Die in der Muskatnuss vorhandenen Vitalstoffe wie z.B. Vitamin A, B und C machen diese zu einem idealen Immunbooster. Als Zutat für Tees und Suppen wird die Muskatnuss daher gern als Hausmittel bei Erkältungskrankheiten eingesetzt. In der ayurvedischen Heilkunst wird die Muskatnuss darüber hinaus auch gern bei Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt – wie z.B. bei Blähungen oder Durchfallerkrankungen – eingesetzt. Weiterhin vorteilhaft sind die entzündungshemmenden Eigenschaften der Muskatnuss sowie auch die Möglichkeit, die Muskatnuss auch bei Schlafproblemen und Stress einsetzen zu können. Hier wirkt die Muskatnuss unter anderem stimmungsaufhellend und beruhigend auf den menschlichen Organismus, da das Gewürz entsprechende Neurotransmitter im Gehirn stimuliert.

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