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Majoran
Majoran

Majoran

Majoran (Origanum majorana) gehört zur Pflanzenfamilie der Lippenblütler (Lamiaceae) und darin zur Gattung Dost. Innerhalb dieser Gattung ist Majoran mit Oregano als Kreuzung origanum x majoricum eng verwandt.
Mit einer Anbaufläche von etwa 600 ha gehört der Majoran gleich nach der Blattpetersilie zu den bedeutendsten hierzulande kultivierten Kräutern – das Hauptanbaugebiet liegt in der Nordharzregion Sachsen-Anhalts.

Majoran hat viel ätherisches Öl. Das aromatische Würzkraut, dem auch heilende Wirkungen zugeschrieben werden, wird traditionell häufig und vielseitig verwendet. Es wird oft als Wurstkraut bezeichnet. Der Geschmack von Majoran ist intensiv süßlich herb. Der Duft eines aromatischen Kräuterbouquets wird intensiv wahrgenommen, sobald Majoranblätter zwischen den Fingern zerrieben werden.
Im Volksmund hat der Majoran viele verschiedene Namen - Badkraut, Miran oder Mussärol gehören dazu.


Herkunft von Majoran


Mit den Arabern kam Majoran schon früh in die Länder am Mittelmeer. Dort wächst er nach wie vor als mehrjähriger Halbstrauch heran. Ob als Würzkraut, Heilmittel oder sogar als Aphrodisiakum - bei den alten Griechen und Römern kam Majoran rasch zu großer Beliebtheit. Darüber hinaus fand er auch Eingang in Griechenlands Götter- und Sagenwelt: So soll Aphrodite, die Göttin der Schönheit und der Liebe, Majoran als Glücksseligkeit verheißendes Kraut allen Liebenden als Halsschmuck oder Kopfputz empfohlen haben – und der Hochzeitsgott Hymeaios wird stets mit einem Majorankranz abgebildet. Heute ist Majoran auch in Mittel- und Osteuropa verbreitet, wobei mildes Klima die beste Voraussetzung für Top-Qualität ist.

Merkmale und Inhaltsstoffe des Majoran

In seiner ursprünglichen mediterranen Heimat wächst der Majoran ausdauernd. Dagegen wird er in den Regionen mit kälteren Wintern meist einjährig gezogen.
Mit seinen dünnen und teilweise rötlich überlaufenen Stängeln kann er bis zu 50 bis 80 cm hoch werden. Die aromareichen Blätter des Majorankrauts sind gräulich behaart und eiförmig. Im Sommer erscheinen die kompakten, etwa 6 × 4 Millimeter großen Blütenstände mit vielen weißen, lila oder rosa Blüten.
Wichtige Bestandteile sind ätherisches Öl, Vitamin C, Flavonoide, Gerb- und Bitterstoffe, Glykoside und Rosmarinsäure.

Standort und Kultur

Majoran hat die gleichen Ansprüche an den Standort wie der zierlichere Oregano: Der Boden soll möglichst warm, sonnig, trocken und gut wasserdurchlässig sein.
Majoran kann gepflanzt, aber auch ausgesät werden. Die Aussaat erfolgt entweder zeitig geschützt im Haus oder ab Mai direkt ins Beet, wenn sich der Boden schon etwas erwärmt hat. Der recht feine Samen wird dann nur leicht mit Erde bedeckt. Günstig ist es, zwei bis drei Sämlinge im Abstand von etwa 25 cm x 25 cm zu setzen. Wird der Boden beständig locker und unkrautfrei gehalten wird, gedeiht Majoran besonders üppig.

Ernte und Lagerung

In den Monaten Juni bis September liegt die Blütezeit – Majoran sollte davor geerntet werden, dann ist er besonders aromatisch, außerdem wird die Blütezeit hinausgezögert. Davon abgesehen ist die Ernte den ganzen Sommer über möglich.
Bei der Ernte sollte man das Kraut nicht allzu tief zurückschneiden, damit die Pflanze anschließend wieder gut austreiben kann.
Majoran kann bündelweise luftig getrocknet, in Olivenöl eingelegt oder eingefroren werden, um ihn zu konservieren. Getrocknetes Kraut wird fein gerebelt und luftdicht verschlossen – dann ist es sogar über mehrere Jahre in der Küche verwendbar. Zum Trocknen werden alle Teile der Pflanze verwendet – deshalb finden sich im Trockengut Anteile von Stängeln, Knospen, Blüten und Blätter.
Eingefroren steht klein gehackter Majoran nach dem Auftauen mit seinem intensiven Aroma wieder wie frisch gepflückt zur Verfügung.

Majoran - Verwendung


In der Kräuterküche passt aromatischer Majoran gut zu Eintöpfen und Suppen. Er würzt aber auch Fleischgerichte von Geflügel, Wild, Schwein und Kaninchen. Fein dosiert wird er zur beliebten Würze für Pizza, Bratkartoffeln, Aufläufe, Bohnen usw.
Getrocknet oder frisch macht Majoran Dips, Soßen, Kräutermayonnaise, Frischkäse und Quark besonders delikat. Bei der Wurstherstellung ist er geradezu unentbehrlich – daher kommt auch sein Beiname „Wurstkraut“.
Deko-Tipp:
Als einjähriges Gewürzkraut kann Majoran gut in Kübeln oder in Balkonkästen gezogen werden. Das Kraut duftet auch sorgfältig getrocknet in Trockensträußen oder Potpourris weiter.

Die Heilwirkung des Majoran

Wie Oregano enthält Majoran auch die Verdauung unterstützendes ätherisches Öl, daneben Bitter- und Gerbstoffe. Das sehr aromatische Kraut sollte nicht überdosiert werden, dann macht Majoran fette Speisen zuverlässig bekömmlicher.
Ein Majoran-Tee stärkt die Nerven, wirkt krampflösend und appetitanregend.
Früher wurde das Kraut auch zur Desinfizierung von Wunden verwendet. Mild schmeckendes Majoranöl wird durch Destillation mit Wasser gewonnen und gilt als wirksames Anti-Stress-Mittel und als effektive Grundlage für wohltuende Einreibungen und Salben.
Im Bereich der Homöopatie wird Majoran zur Anregung der Sexualorgane eingesetzt. Schwangeren Frauen ist eine innerliche Anwendung nicht empfehlenswert.

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