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Lorbeer
Lorbeer

Lorbeer

Als Symbol für Sieg und Ruhm ist der Lorbeer vielen Menschen weitgehend bekannt, jedoch wird dieser darüber hinaus noch als Gewürz- und Heilpflanze genutzt. So dient dieser als aromatische Zugabe von herzhaften Gerichten wie z.B. Braten und Soßen. Die charakteristischen, dunkelgrünen Blätter des Lorbeer werden in diesem Zusammenhang im Ganzen mitgegart. Der Echte Lorbeer ist dabei die am meisten genutzte Pflanzenart des Lorbeer, die als Gewürz verwendet wird. Die in Form von kleinen Sträuchern wachsende Lorbeerpflanze ist eine nicht-winterharte, mediterrane Pflanze, die viel Wärme und Sonne benötigt, um zu gedeihen.

Die relativ harten Lorbeerblätter sind besonders aromatisch, insofern diese im Ganzen mitgekocht werden. Sobald Lorbeerblätter zerbrochen werden, verlieren diese schnell an Aroma. Aufgrund des intensiven Geschmacks des Lorbeer, genügen oftmals 1 bis 2 Lorbeerblätter als Beigabe zum Kochen, um den entsprechenden Gerichten einen markanten Lorbeer-Geschmack zu verleihen. Nicht nur in der Mittelmeerküche ist der von dort stammende Lorbeer beliebt, auch in der mittel- und nordeuropäischen Küche hat der Lorbeer seit seiner Entdeckung immer mehr Einzug gehalten und gilt hierzulande als eine der wichtigsten Gewürzzutaten zum Kochen.


Die Pflanzensystematik des Lorbeer


Die Hauptart des Lorbeer wird auch als „Echter Lorbeer“ – oder lateinisch als „Laurus nobilis“ – bezeichnet. Damit gehört der Lorbeer zur Pflanzenklasse der so genannten Bedecktsamer – oder lateinisch auch „Magnoliopsida“. Aufgrund seiner lorbeerartigen Ordnung wird der Gewürzlorbeer zudem zur Pflanzenfamilie der Lorbeergewächse zugerechnet – gattungstechnisch handelt es sich beim Echten Lorbeer um die Gattung der Lorbeeren.

Die Charakteristik der Gewürzpflanze Lorbeer


Echter Lorbeer wächst an immergrünen Sträuchern, die Wuchshöhen bis zu 10 Metern erreichen können. Die charakteristischen, ledrigen Blätter des Lorbeer, die als die Grundlage für das Gewürz Lorbeer dienen, sind an der Oberseite dunkelgrün-glänzend und am Rand leicht gewellt. Die Lorbeerblätter sind dabei bis zu 10 Zentimeter lang und weisen in der Mittel weißlich-hellfarbene Blattstiele auf. Geschmacklich sind Lorbeerblätter aufgrund des hohen in ihnen vorhandenen Anteils an Gerbstoffen relativ bitter. Ihr würziges Aroma geben die Lorbeerblätter beim Mitkochen in Gerichten an diese frei – die Lorbeerblätter an sich werden jedoch nicht mit gegessen, sondern werden nach dem Kochen wieder entfernt. Gewürzsymptomatisch sind Lorbeerblätter stark-würzig und harmonisieren am besten mit herzhaften Fleischgerichten sowie reichhaltigen Soßen.


Historie des Lorbeer als Gewürz- und Symbolpflanze


Die Geschichte des Lorbeers geht bis ins alte Griechenland zurück, wo dieser jedoch zunächst als Zierpflanze zur Herstellung von Kränzen verwendet wurde. Im römischen Reich hingegen galt der Lorbeer als das Symbol für Ruhm und Ehre und wurde dort ebenfalls in Form von Kränzen an Sportler sowie siegreiche Legionäre verliehen. Erst im Mittelalter wurde der Lorbeer in den mitteleuropäischen Breiten zunehmend auch als Gewürz- und Heilpflanze bekannt. Maßgebend hierfür verantwortlich war die Äbtissin Hildegard von Bingen, die in ihren Büchern über die Naturheilkunde den Lorbeer als Zutat von Weinsud empfiehlt, um damit vielseitige Beschwerden zu lindern. Mittlerweile gilt Lorbeer als ein Basisgewürz und in jeder gut sortierten Kräuterküche wiederzufinden.

Die geographische Herkunft des Lorbeer

Die Lorbeerpflanze stammt ursprünglich aus Kleinasien, wo sie in den heutigen Ländern Türkei, Syrien und dem südlichen Kaukasus in natürlicher Form wuchs. Mittlerweile ist der Lorbeer jedoch vorrangig in den Mittelmeerländern Griechenland, Italien, Spanien sowie Tunesien und Algerien kultiviert. Die Pflanze benötigt eine jährliche Durchschnittstemperatur von mindestens 15 Grad Celsius sowie bevorzugt diese trockene und sonnenexponierte Lagen sowie lehmige Böden.

Alle wichtigen Inhaltsstoffe des Lorbeer einmal zusammengefasst



Lorbeerblätter beinhalten vor allem ätherische und natürliche, fette Öle, die diesem seinen charakteristischen Eigengeschmack geben. Letzteres macht bis zu 30 Prozent des Lorbeerblatts aus – ausgekocht kann dieses zu Lorbeeröl verarbeitet werden. Die circa zu 1 Prozent im Lorbeer enthaltenen, ätherischen Öle sind vor allem Terpene, Alkohole und Ketone. Hinzu kommen zudem noch diverse Flavonoide und Gerbstoffe.

Saison des Lorbeer


Die besten Erntezeiten für den Lorbeer sind zum einen im Frühjahr und zum anderen im späten Herbst. Da der Lorbeer ein mildes Klima bevorzugt, können die Erntezeiten in südlicheren, mediterranen Lagen sogar noch ausgedehnter sein und bis in den Winter hineinreichen. In den mitteleuropäischen Breiten kann der Lorbeer nur im Sommer geerntet werden. Bis zu 12.000 Tonnen werden jährlich insgesamt produziert. Aufgrund dessen besteht die Möglichkeit, den Lorbeer ganzjährig im Einzelhandel zu beziehen.

Die richtige Lagerung des Lorbeer, um dessen Aroma zu bewahren: Frische Lorbeerblätter sind temperatur- und lichtempfindlich, bzw. verlieren ihr Aroma, sobald diese zerbrochen werden. Die Verwendung von frischen Lorbeerblättern sollte daher möglichst schnell erfolgen. Insofern die Lorbeerblätter über einen längeren Zeitraum aufbewahrt werden und ihr Aroma beibehalten sollen, empfiehlt sich eine kühle, trockene und lichtgeschützte Aufbewahrung in Metalldosen oder speziellen Gewürztütchen – unter diesen Umständen behält der Lorbeer sein Aroma über viele Monate.


Die Verwendung des Lorbeer als Küchen- und Heilkraut


Lorbeerblätter werden in der Regel im Ganzen in entsprechenden Gerichten mitgekocht und werden nach dem Kochen wieder entfernt. Darüber hinaus eignet sich Lorbeer aber auch zum Einlegen von Gemüse oder zum Aromatisieren von Essig. Lorbeer wird jedoch vielerorts auch als Hausmittel gegen Erkältungskrankheiten und bakterielle Infekte eingesetzt.

Die heilende Wirkung von Lorbeer


Das im Lorbeer enthaltene, ätherische Öl wirkt zum einen anregend für die Produktion von Magensaft und zum anderen auch appetitanregend. Dadurch wird der Lorbeer in der Volksmedizin gern als verdauungsförderndes Mittel eingesetzt. Als Tee-Zutat eignet sich Lorbeer aufgrund seiner antibakteriellen Eigenschaften zudem aber auch zur Bekämpfung von Hals- und Rachenentzündungen - hier wirkt der Lorbeer schleimlösend und beruhigend auf die entzündeten Areale. Als Tinktur auf die betreffende Stelle aufgetragen, kann der Lorbeer zudem bei Prellungen und Verstauchungen helfen und kann hier abschwellend wirken.

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