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Chili
Chili

Chili

Beim Chili-Gewürz handelt es sich im Grunde genommen um einen Mix aus verschiedenen – in der Regel scharfen – Gewürzkomponenten, die jedoch allesamt getrocknetes Chilipflanzen-Pulver als Hauptkomponente enthalten. Chili kann demnach eine Kombination aus Chilipulver und Pfeffer sowie aus Chilipulver und Knoblauch sowie Oregano und weiteren Gewürzen sein. Chili-Pulver entstammt in seiner Grundsubstanz vor allem der Chili-Paprika, die als eine der schärfsten Früchte der Welt bekannt ist. Das rötlich bis orangefarbene Pulver kann in verschiedenen Portionsgrößen im Einzelhandel zu Durchschnittspreisen von 1 Euro pro 100 Gramm bekauft werden.

Schätzungsweise über 500.000 Tonnen Chili-Pulver werden pro Jahr produziert. Als Hauptgewürz der mexikanischen Küche wird das Chili vor allem für die Zubereitung von sehr deftigen Fleisch- und Gemüsegerichten genutzt. Hier soll es zum einen die Verdaubarkeit der Speisen begünstigen und zum anderen soll dies die Produktion von keimtötender Magensäure ankurbeln. Hauptbestandteil von Chili-Pulver sind zunächst getrocknete und zu einem feinen Pulver gemahlene Chilischoten. Englische Siedler in Texas fügten dem Chili-Pulver im Verlauf seiner Entstehung zahlreiche, weitere Gewürzkomponenten wie z.B. Cayennepfeffer, Oregano und Knoblauch zu. Hochwertiges Chili-Pulver ist in der Regel frei von jeglichem Glutamat und besitzt eine pulvrige, leicht erdige Konsistenz.


Pflanzensystematik des Chilis


Die Chilischote an sich gehört zur Pflanzengattung der Paprikas und stellt damit ein Nachtschattengewächs dar. Ihr lateinischer Name lautet „Capsicum annuum“ und von der Pflanzensystematik her ist diese den Kerneudikotyledonen, den Asteriden sowie den Euasteriden I zuzuteilen. Gemäß der Pflanzenordnung ist die Chilischote ein nachschattenartiges Gewächs, welches zudem der Pflanzenfamilie der Nachtschattengewächse angehört. Die „Capsicum L“ ist damit auch der Gattung der Paprikas zugehörig.

Charakteristische Eigenschaften des Chilis in puncto Geschmack und Gewürzsymptomatik


Je nach Beschaffenheit des Chili-Pulver besitzt dieses einen ganz individuellen Geschmack. Grundsätzlich ist der Hauptbestandteil eines jeden Chili-Pulver, die klein gemahlene Chilischote, jedoch von einem feurig-scharfen Geschmack. Hinzu kommen beim fertigen Chili-Pulver zudem noch die würzigen Komponenten der Beigewürze. Chili-Pulver eignet sich aufgrund seiner Gewürzsymptomatik daher vorrangig für fettreiche Fleisch- und Fischgerichte, dessen Fettbestandteile die Schärfe des Chilis etwas dämpfen. Neben herzhaften Speisen ist Chili aber auch immer häufiger Bestandteil von Süßigkeiten wie z.B. Schokolade, mit welcher dieses perfekt harmoniert. Die ausgesprochen stark ausgeprägte Schärfe des Chili-Pulver macht einen vorsichtigen Umgang und nur extrem kleine Gewürzbeigaben zum Kochen oder Braten erforderlich.



Historie des Chilis als Gewürz


Chili-Pulver, wie es heute bekannt ist, wurde im späten 18. Jahrhundert von englischsprachigen Siedlern in den südlichen Staaten der heutigen USA erfunden. Hier kreuzten sich zum einen das Würzverhalten der spanischsprachigen Siedler Mexikos mit dem eher moderaten Würzverhalten der Engländer sowie dem Würzverhalten der indigenen Völker. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde fertiges Chili-Gewürzpulver bereits massenweise in Fabriken produziert, weshalb das Chili-Pulver schon bald auch nach Europa und in andere Teile der Welt exportiert wurde und sich dementsprechend als Gewürz etablierte.

Herkunft des Chilis


Chilischoten bevorzugen ein arides Wüstenklima mit sehr heißen Sommern und trockenen Böden. Dementsprechend ist der Chili vor allem in Zentral- und in Teilen von Süd-, bzw. Nordamerika beheimatet. Aber auch in weiten Teil Südostasiens und Indiens ist der Chili in seiner ursprünglichen Form zu Hause. Erst die fortschreitende Nutzung der Chilipflanze zur Herstellung von Gewürzen und Gewürzmischungen machte den Anbau auch in nördlicheren Gebieten wie z.B. in Teilen der südlichen USA, durchaus interessant. Chilischoten können – eingetopft und bei Zimmertemperatur gehalten – auch zu Hause problemlos angebaut werden.

Alle relevanten Inhaltsstoffe des Chili einmal zusammengefasst: Der wohl bekannteste Inhaltsstoff in Chili-Pulver, welches aus reinen Chilischoten gewonnen wird, ist Capsaicin. Jener ist für die feurige Schärfe des späteren Chili-Pulver maßgeblich verantwortlich. Darüber hinaus sind in Chili-Gewürzmischungen aber oft auch noch diverse, ätherische Öle sowie Flavinoide und verschiedene Gerbstoffe vorhanden. Weiterhin enthalten Chili-Mischungen aber auch Mineralien und Spurenelemente wie z.B. Kalium, Kalzium sowie Magnesium und Eisen und nicht zuletzt auch die Makronährstoffe Kohlenhydrate und Proteine.


Saisonaler Anbau von Chili als Gewürz


Nach der Aussaat der Chilipflanzen im Monat Januar benötigen diese bis in den Hochsommer – also bis August/September – in ihrer Aufzucht, bis diese schlussendlich geerntet werden können. Der Spätsommer stellt daher die Haupterntezeit für frisches Chilischoten-Pulver dar, welches aus zunächst getrockneten und später gemahlenen Chilischoten hergestellt wird. Hinzu kommen zudem noch die übrigen Gewürze, die dem Chili-Pulver beigemengt werden sollen. Im Einzelhandel lässt sich fertiges Chili-Pulver jedoch ganzjährig in kleinen Gewürztütchen sowie Gewürzgläschen kaufen.


Die fachgerechte Lagerung von Chili-Gewürzpulver


Damit sich das Aroma des Chili-Pulver nicht verflüchtigt, empfiehlt sich ein trockener und lichtgeschützter Aufbewahrungsort. Darüber hinaus sollte dafür gesorgt werden, dass das Chili-Pulver zudem auch luftgeschützt – z.B. in kleinen Tütchen oder Gläsern – verpackt wird. Werden die genannten Hinweise beachtet, so entfaltet Chili auch noch nach vielen Monaten Lagerung seinen charakteristischen, feurigen Geschmack.


Die Verwendung von Chili als Gewürz sowie als Heilmittel


Da die im Chili enthaltene Schärfe den menschlichen Verdauungstrakt vor allem auf die Verdauung von fettreichen Speisen vorbereitet, wird dieses gern zum Würzen von deftigen Schmor- und Fleischgerichten der Tex-Mex-Küche verwendet. Chili-Pulver wird überdies aber auch gern zum Marinieren und Fleisch oder Fisch genutzt, um diese vor Verderblichkeit zu schützen. Als Hausmittel eingesetzt kann Chili-Pulver zudem diverse Erkältungskrankheiten und Verdauungsbeschwerden bekämpfen.


Die heilende und aphrodisierende Wirkung von Chili


Da Chili große Mengen an ätherischen Ölen enthält, wirkt dieses nicht zuletzt auch in Kombination mit dem darin enthaltenen Capsaicin, antibakteriell und schleimlösend. Dementsprechend vorteilhaft ist der Einsatz von Chili vor allem bei bakteriellen Infekten im Atmungstrakt sowie im Magen-Darm-Bereich. Weiterhin soll Chili zudem stark aphrodisierend wirken, da es die Durchblutung der Schleimhäute fördert und im Körper Opiate freisetzt.

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