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E 904 - Schellack

Schellack ist in der Lebensmittelindustrie unter der Bezeichnung E 904 als Überzugsmittel zugelassen. Der Lebensmittelzusatzstoff ist vor allem auch aus eine anderen Bereich bekannt. Die Schellackschallplatte: von Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Stoff Schellack für die Herstellung von Schallplatten verwendet. Schellack ist eine natürliche Substanz, die von weiblichen Lackschildläusen produziert wird.

Herkunft

E 904 ist ein Harz, das ein von in Indien und China produziertes Sekret der Lackschildläuse ist. Das abgesonderte Harz lagert sich auf dem Wirtsbaum der Lackschildläuse ab und wird zur Gewinnung von Schellack von diesen Wirtsbäumen abgekratzt. Danach wird das Sekret zerkleinert und bis zur Lebensmittelqualität gereinigt. Für ein Kilogramm Schellack wird die Sekretabsonderung von ca. 300 000 Lackschildläusen benötigt. Schellack ist ein geruchs- sowie geschmackloser Stoff, der spröde und wasserunlöslich ist.

Verwendung

E 904 wird häufig als Überzugsmittel für bestimmte Obstsorten verwendet, da kommt es auch oft zu einem kombinierten Einsatz von Schellack und Bienenwachs (E 901). E 904 findet man im Einsatz von Pfirsichen, Äpfeln, Birnen, Ananas, Melonen sowie Zitrusfrüchten. Außerdem ist E 904 für Kaffebohnen, Nahrungsergänzungsmitteln, Süßwaren, Knabberartikel und Schokolade zugelassen.

Risiken

Der Lebensmittelzusatzstoff E 904 gilt für den menschlichen Organismus als harmlos. Ein ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) wurde nicht festgelegt.