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E 104 - Chinolingelb

Wie der Name es vermuten lässt, ist Chinolingelb ein gelb färbender Lebensmittelzusatz. Das Farbspektrum reicht jedoch bis hin zu orange. Chinolingelb ist allerdings in seiner Verwendung im Lebensmittelbereich nicht weit verbreitet. Dies liegt vor allem an den Zulassungsbeschränkungen der Gesetzgeber.

Herkunft von E 104, Chinolingelb

Chinolingelb, das auch als E 104 bezeichnet wird, ist ein Stoff, der in der Natur nicht vorkommt und synthetisch hergestellt wird. Hergestellt wird E 104 durch verschiedene chemische Verfahren aus dem Ausgangsstoff Chinaldin.

Verwendung von E 104

Wie schon angedeutet, ist Chinolingelb nur für eine eingeschränkte Anzahl von Lebensmittel als Farbstoff zugelassen. Aufgrund seiner wasserlöslichen Eigenschaften findet E 104 auch als Färbemittel von Getränken wie z.B. Brausen Verwendung. Weiterhin werden damit Süßwaren wie Götterspeise und Speiseeis gefärbt. Zudem lässt sich Chinolingelb auch in Lebensmitteln wie Kaugummi oder geräucherten Fischprodukten finden.

Risiken von Chinolingelb

Die Einschränkung der Zulassung als Lebensmittelzusatzstoff im Nahrungsmittelbereich lässt erkennen, dass der Farbstoff E 104 nicht unumstritten ist. In den USA ist er z.B. ganz verboten. Chinolingelb hat ein Allergie auslösendes Potential. Eindeutige wissenschaftliche Ergebnisse stehen aber noch aus. Immer wieder steht der Stoff auch im Zusammenhang mit Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen von Kindern. Seit 2008 müssen daher Lebensmittel, in denen Chinolingelb als Farbstoff verwendet wurde, laut einer EU Richtlinie den Warnhinweis „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen" tragen.