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Heidelbeeren
Heidelbeeren

Heidelbeeren

Die Heidelbeeren zählen zu den Heidekrautgewächsen und der Volksname lautet Bickbeere, Griffelbeere, Blaubeere und Krähenauge. Auch die Begriffe Taubeere, Worbel, Haselbeeri und Wehlen waren für die Heidelbeeren geläufig, wobei der lateinische Name Vaccinium Myrtillus L. dem Volsmund wohl weniger bekannt sein dürfte. Die Früchte schmecken sehr gut, sind nahrhaft und wurden und werden in der Volksmedizin auch zu Heilungszwecken genutzt.

Beschreibung der Heidelbeeren

Viele der positiven Wirkstoffe der Heidelbeere werden vom BGA (Bundesgesundheitsamt) bestätigt. Der Halbstrauch wird ca. einen halben Meter groß, die Blätter zeichnen sich durch eine ovale Form aus und sind am Rande leicht gezackt. Die roten Blüten werden im Sommer zu den leckeren Heidelbeeren. Die Pflanze blüht von Mai bis Juni und wächst in schattigen Wäldern, Heiden und Torfmooren.

Heidelbeeren und ihre Verarbeitung

Die reifen Heidelbeeren werden gepflückt und an einem trockenen Ort verwahrt, bei ca. 40-50 Grad, während die Blätter von den Zweigen abgestreift und im Schatten getrocknet werden.

Bestandteile der Heidelbeeren

Der wichtigste arzneilicht bedeutsame Bestandteil der Heidelbeeren ist der Gerbstoff. Aber auch die Mineralstoffe, Vitamine, Flavonoide sind wichtige Wirkstoffe, welche die Pflanze besitzt. Neuerdings ist auch der blaue Farbstoff der Heidelbeeren ganz interessant geworden, da einige Wissenschaftler zu der Ansicht gekommen sind, dass dieser Farbstoff das Wachstum vieler Bakterien hemmt. R.F. Weiß sieht Gemeinsamkeiten im Farbstoff des Rotweins, der Blutwurz ebenso wie den der roten Beete. Auch der hohe Gehalt an Chrom und Mangan ist nicht minder beachtenswert.

Wie wirken die Heidelbeeren auf den Organismus

In getrocknetem Zustand wirken die Früchte recht anregend auf die Verdauung und sind besonders bei kleinen Kindern gut zu gebrauchen. Während man die Heidelbeeren in natürlichem Zustand reichen kann, wirkt sich eine konzentrierte Abkochung der Früchte noch bekömmlicher auf den Organismus aus, denn die Heidelbeer-Kerne können einem empfindlichen Magen durchaus ein wenig reizen. Bei Abkochung werden diese Reizstoffe aber neutralisiert. Weiterhin helfen die Heidelbeeren bei Blasenschwäche, Husten und Magenbeschwerden. Ebenfalls wirkt sich die Pflanze sehr positiv bei Schuppenflechte und anderen Krankheiten der Haut aus. Äußerlich verwendet man die Heidelbeeren noch bei entzündeten Augen und bei Brandwunden. In diesem Fall werden entsprechende Umschläge auf die kranken Körperstellen gelegt.

 

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