Stutenmilch

Stutenmilch
Stutenmilch

Während in China die heilende Wirkung der Stutenmilch bereits 3000 v. Ch. bekannt war, erhielt das Wissen darüber sowie deren Nutzung erst im letzten Jahrhundert Einzug in den europäischen Raum. Von den Steppen Zentralasiens aus wurden die Kenntnisse über Stutenmilch von dem Reitervolk der Skythen bis in den vorderen Orient getragen, welche ca. 700 v. Ch. Erwähnung durch den griechischen Dichter Hesiod fanden.

 
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Wissenswertes über die Stutenmilch

Der griechische Völkerkundler Herodot (484 v. Ch. – 452 v. Ch.) berichtete von der Verwendung dieses Getränkes, woraufhin es bei den Scheichs schnell als ein gesegnetes Heilmittel angesehen wurde.

Die Römer und Ägypter wussten ca. 2000 v. Ch. ebenfalls um die heilende Wirkung und nutzten diese. Am bekanntesten dürften hier die Stutenmilchbäder der anmutigen Cleopatra sein, welche noch heute der Inbegriff für Schönheit ist. Aus den Reiseberichten von Marco Polo aus dem 13. Jahrhundert geht hervor, dass Stutenmilch sowohl für die Mongolen als auch einige südrussische Volksstämme als Nahrungsmittel diente.

Erst im 19. Jahrhundert setzten sich russische Mediziner wissenschaftlich mit diesem Phänomen auseinander, was zur Gründung des ersten Stutenmilchsanatoriums in Samara führte. Anfänglich als Therapien gegen Erkrankungen der Lunge und Verdauungsorgane gedacht, wurden während des zweiten Weltkrieges in den russischen Hospitälern auch Verwundete mit Stutenmilch in reiner und vergorener Form behandelt. Dadurch zeichnete sich ein schnellerer Heilungsverlauf ab.

Wie die Stutenmilch nach Deutschland kam

Dies bemerkte der deutsche Arzt Dr. Storch und brachte seine Erkenntnisse über russische Stutenmilchtherapien, nach Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft, mit nach Deutschland. Dank diesem wird heute auch an deutschen Hochschulen die Wirksamkeit von Stutenmilch wissenschaftlich untersucht. Da Stuten kein Vorratseuter besitzen, muss ein Fohlen da sein, damit Stutenmilch gewonnen werden kann. Dieses muss in der Lage sein, von alleine Kraftfutter und Heu zu sich zu nehmen, was ab ca. der 5. Woche der Fall ist. Bei einem Melkvorgang können ca. 2 Liter gewonnen werden.

Warum wird Stutenmilch nicht pasteurisiert

Um die wertvollen Inhaltsstoffe zu bewahren, darf Stutenmilch nicht pasteurisiert werden. Nach dem Melken wird die Milch heruntergekühlt, verpackt und schockgefroren und ist somit ein halbes Jahr haltbar. In einem aufwändigen Gefriertrocknungsverfahren nach dem Schockfrieren kann durch Wasserentzug ein Granulat erzeugt werden. Dabei entsprechen 100 g Granulat einem Liter Stutenmilch.

Dürfen Babys Stutenmilch trinken

Stutenmilch kann in bestimmetn Fällen eine Alternative zu Muttermilch sein. Dies ist der Fall, wenn z.B. für die Mutter das Stillen nicht möglich ist und das Baby eventuell zudem noch an einer Kuhmilchunverträglichkeit leidet. Stutenmilch ist dem Nährstoffgehalt der Muttermilch sejr ähnlich. Stutenmilch enthält einen hohen Anteil an Milchzucker, Vitamin C, Eisen, Vitalstoffen und ungesättigten, essentiellen Fettsäuren. Mit dieser Nährstoffzusammensetzung bietet Stutenmilch dem Kleinkind einen hohen Infektionsschutz und stärkt  die Abwehrkräfte. Sinnvoll ist allerdings der Stutenmilch Keimöl oder auch Rapsöl hinzu zu geben, um den Fettgehalt zu erhöhen. Stutenmilch kann somit als Erstlingsnahrung gerade bei allergiegefährdeten Säuglingen empfohlen werden. Aufgrund ihrer Eigenschaften fördert Stutenmilch zudem die Reinigung des Darms und die Entwicklung einer gesunden Darmflora.

Nährwert
(auf 100g Stutenmilch)
kcal: 47 KJ
KJ: 197 KJ
Kohlenhydrate: 6,2 g
Proteine: 2,2 g
Fett: 1,5 g
Wasser: 89,7 g
Cholesterin: 5 mg
Vitamine
(auf 100g Stutenmilch)
Niacin: 0,1 mg
Vitamin A: 17 µg
Vitamin B1: 0,03 mg
Vitamin B2: 0,03 mg
Vitamin B6: 0,03 mg
Vitamin C: 15 mg
Vitamin E: 0,1 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Stutenmilch)
Calcium: 110 mg
Eisen: 0,1 mg
Kalium: 9 mg
Magnesium: 9 mg
Natrium: 64 mg
Phosphor: 54 mg

Milch

Milch

Milch ist immer noch ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Nicht nur Babies und Kleinkinder brauchen Milch für ein gesundes Wachstum und Wohlbefinden. Auch Erwachsene benötigen Milch. Milch wird heute angeboten in Tüten, in Flaschen, in Tetrapacks. Damit sie lange lagerungsfähig ist wird sie oft homogenisiert und/oder ultrahocherhitzt.

Milchprodukte

Milchprodukte

Lebensmittel und Produkte, welche überwiegend aus der Zutat Milch bestehen, werden als Milchprodukte oder auch Molkereiprodukte bezeichnet. Diese Lebensmittel können in der unterschiedlichsten Form bestehen und variieren von Flüssigen bis hin zu festen Lebensmitteln. Milchprodukte existieren inzwischen auch in Pulverform und auch außerhalb des Lebensmittelbereichs.

Muttermilch

Muttermilch

Als Muttermilch bezeichnet man das sich in der Brust bildende Sekret. Etwa 24 bis 48 Stunden nach der Entbindung wird von der Milchdrüse dieses Sekret in der weiblichen Brust gebildet. Die Muttermilch wird durch das Saugen an der Brust der Mutter vom Säugling aufgenommen. Dieses nennt man Brusternährung oder Stillen. Durch den Milcheinschuss in die Brust kann es zu heftigen Schmerzen in dieser kommen. Wenn die Brust dann mit Muttermilch gefüllt ist, kann es nicht selten zu einem Milchstau in der Brust kommen.

Schafmilch

Schafmilch

Wer gesund leben möchte, der sollte sich für das Produkt Schafmilch entscheiden. Denn die Schafmilch ist, als reines Produkt aufgrund ihrer wichtigen Vitamine sehr viel gesünder als Kuhmilch. Aus medizinischer Sicht gesehen, kann man so eine gesunde und ausgewogene Ernährung haben, wenn man dieses Produkt zu sich nimmt.

Sojamilch

Sojamilch

Bei Sojamilch handelt es sich um ein Getränk, welches aus der namensgebenden Sojapflanze hergestellt wird. Die Inhaltsstoffe sind auch darüber hinaus ausschließlich pflanzlichen Ursprungs, was Sojamilch speziell im Bereich der veganen Ernährung populär gemacht hat.

Stutenmilch

Stutenmilch

Während in China die heilende Wirkung der Stutenmilch bereits 3000 v. Ch. bekannt war, erhielt das Wissen darüber sowie deren Nutzung erst im letzten Jahrhundert Einzug in den europäischen Raum. Von den Steppen Zentralasiens aus wurden die Kenntnisse über Stutenmilch von dem Reitervolk der Skythen bis in den vorderen Orient getragen, welche ca. 700 v. Ch. Erwähnung durch den griechischen Dichter Hesiod fanden.

Ziegenmilch

Ziegenmilch

Als Alternative zur Kuhmilch wird seit einigen Jahren immer häufiger Ziegenmilch genannt. Gleichzeitig ist diese Milch bekannt für ihren relativ intensiven Eigengeschmack und -geruch, der daher rührt, dass sie besonders schnell Fremdgerüche aufnimmt. So kommt es, dass Ziegenmilch den (eigentlich veralteten) Ruf hat, nach "Stall" zu riechen und zu schmecken. Heutige Hygienestandards verhindern dies jedoch.

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