Senf

Senf
Senf

Ohne Zweifel ist der Senf ein Gewürz mit besonderer Geschichte. "Senf schärft den Verstand", so hat der berühmte griechische Philosoph Pythagoras in eines der ältesten Zeugnisse im 5. Jahrhundert das Gewürz beschrieben. Diesbezüglich wurde das Mehl der scharfen Körner bereits im antiken Rom nicht nur zum Würzen, sondern auch als Zusatz von Öl verwendet. Dabei wurden die scharfen Samen lange Zeit nur gemahlen und so über Gerichte gestreut.

 

Der Senf - Gewürz mit Pepp

Erst durch die Experimentierfreudigkeit einiger Köche stellte sich heraus, dass sich mit der Zugabe von Flüssigkeit und weiteren Gewürzen die raffinierte Gewürzpaste zubereiten ließ. Das Gewürz wurde hierbei von den Römern über die Alpen gebracht und fand schon bald die ersten berühmten Förderer, wie beispielsweise Karl der Große. Die Stadt Dijon wurde im 13. Jahrhundert sogar zum Monopol der Senfherstellung, wenig später wurde die ersten Zunft der Senfbereiter, der so genannte Saussiers et Moutadiers, in Frankreich gegründet. Im Mittealtern hingegen wurde Senf vor allem als Heilmittel für die Verdauungsorgane geschätzt. Wissenschaftliche Studien belegten in der Tat die positive Wirkung des Gewürzes auf die Darmflora.

Wissenswertes über den Senf

Im Bereich der Botanik wird Senf zur Gattung der Kreuzblütler gezählt und treibt von Ende Juni bis Anfang August gelbe Blüten. Das einjährige Kraut weist zudem Früchte in Form von Schoten auf, die wiederum die kostbaren, ölhaltigen Samen beherbergen.
Darüber hinaus werden zwischen drei Sorten des Senfes differenziert: die sehr scharfe Braunsenfsaat mit dunklen Körnern, Braunsenfsaat mit kleinen Körnern und die milde Gelbsenfsaat. Angebaut werden alle drei Sorten hauptsächlich in Kanada und Ungarn, aber auch in Indien und Italien.

Die Verarbeitung von Senf

So einfach und beliebt das Endprodukt Senf verwendet werden kann, so aufwendig ist die Herstellung und Verarbeitung. So müssen die Körner im Voraus gereinigt und poliert werden, anschließen werden sie zwischen großen Walzen zu Senfschot zerquetscht. Für bestimmte Sorten werden die Körner hingegen ungemahlen verwendet.

In weiteren Schritten werden das entstandene Senfmehl oder die ungemahlenen Körner mit Kochsalz, Essig und weiteren Gewürzen vermischt. Vor allem durch die Variation von Art und Menge der ausgesuchten Zutaten, aber auch durch das Mischungsverhältnis von gelben und braunen Senfsaaten lassen sich unterschiedlichste Senfsorten zubereiten.

Bevor der Senf nun endgültig in Lagerbehältern reifen kann, wird die so genannte Maische ein weiteres Mal gemahlen. Dieser Verarbeitungsschritt stellt eine dauerhafte Vermischung der flüssigen Zusätze und dem ölhaltigen Senfmehl sicher. Nennenswert ist zudem, dass der Zusatz von Konservierungsstoffen durch die Rezeptur der in Deutschland hergestellten Senfsorten überflüssig macht. Der Senf wird in der Regel in Tuben und Gläsern abgefüllt, jedoch sind auf dem Markt auch spezielle Verpackungen wie beispielsweise Porzellan- oder Steinguttöpfchen vorzufinden.

Senf in der Küche

Traditionell mischt der Senf in der Küche ganz oben mit. So verleiht er nicht nur Soßen und Suppen den gewissen Pfiff, sondern kann nahezu jede Speise aufpeppen. Dabei ist eine Bockwurst, Weißwurst oder auch Bratwurst ohne etwas Senf kaum denkbar. Die Dosierung erfolgt entweder löffelweise oder mit einer Messerspitze. Kaum ein anderes Gewürz ist so vielseitig in der Verwendung und dem Geschmack. Vor allem in der ernährungsbewussten Küche weist Senf als Naturprodukt einen hohen Stellenwert auf.

 

Nährwert
kcal: 102 KJ
KJ: 425 KJ
Kohlenhydrate: 5,3 g
Proteine: 5,9 g
Fett: 6,3 g
Wasser: 78 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
Niacin: 4,9 mg
Vitamin A: 5 µg
Vitamin B1: 0 mg
Vitamin B2: 0,2 mg
Vitamin B6: 0,07 mg
Vitamin C: 0 mg
Vitamin E: 0 mg
Mineralstoffe
Calcium: 124 mg
Eisen: 1,8 mg
Kalium: 130 mg
Magnesium: 48 mg
Natrium: 1307 mg
Phosphor: 134 mg

Backwaren

Backwaren

Im Bereich der Lebensmittel sind die Backwaren ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung, da sie Lebensmittel aus Getreide und Getreide- Erzeugnissen sind, die durch eine bestimmte Verfahrensweise, nämlich dem Backen, zu den verschiedensten Produkten verarbeitet werden. Backwaren lassen sich in drei große Gruppen unterteilen. Zum einen gibt es das Brot, desweiteren das Kleingebäck und dann das Feingebäck. Kekse und Plätzchen werden zur Untergruppe der Dauerbackwaren gezählt, da sie einen niedrigen Feuchtigkeits- Anteil haben und auf Grund dessen länger haltbar sind.

Backhefe

Backhefe

Wissenschaftlich nennt man die Backhefe auch Saccharomyces cerevisiae. Backhefe ist eine Knospungs-Hefe. (Engl. budding yeast). Der Ursprung der Backhefe liegt in obergärigen Bierhefen. Dies kann man auch am wissenschaftlichen Namen erkennen, nämlich lateinisch "cerevisiae", deutsch "des Bieres". Saccharomyces bedeutet "Zuckerpilz". Diese Formulierung kommt aus dem Altgriechischem.

Backpulver

Backpulver

Backpulver ist ein Triebmittel, das beim Backen den jeweiligen Teig aufgehen lassen soll. Die Zusammensetzung aus der Backpulver besteht ist Natron und ein Säuerungsmittel, häufig ist dieses ein saures Salz. In der Regel wird hier Zitronensäure oder auch Weinsäure genutzt.

Bierhefe, trocken

Bierhefe, trocken

Die einzellige und kugelförmige Bierhefe gehört der Spezies Saccharomyces cerevisiae an, die auch die handelsübliche trockene Bäckerhefe umfasst. Die beiden Trockenhefen unterscheiden sich lediglich darin, ob sie aktiv oder inaktiv (abgetötet) sind. Die Bäckerhefe ist eine aktive Hefe, weswegen sie auch zum Auflockern von Teigen genutzt wird - wohingegen die Bierhefe abgetötet ist und nur durch ihre Inhaltsstoffe wirkt.

Gelatine

Gelatine

Gelatine leitet sich vom lateinischen Verb "gelare" ab, und lässt sich mit "erstarren" übersetzen. Gewonnen wird Gelatine maßgeblich aus dem Bindegewebe von Haut, Sehnen, Knorpel und Knochen von Schwein oder Rind.

Paniermehl

Paniermehl

Handelsübliches Paniermehl besteht aus geriebenem Weißbrot oder Brötchen und ist auch unter den Namen Weckmehl, Panierbrot, geriebene Semmel, Semmelmehl oder Semmelbrösel bekannt. Der Name ist vom französischen Begriff "pané" abgeleitet, das mit "Brot bestreuen" übersetzt werden kann.

Paniermehl Vollkorn

Paniermehl Vollkorn

Bei Vollkorn-Paniermehl handelt es sich um ein aus trockenen Vollkornbrötchen hergestelltes Mehl, das in der Küche in vielfältiger Weise Verwendung findet, beispielsweise als Panade für Fleischgerichte. Der Begriff "Paniermehl" ist der französischen Sprache entlehnt ("paner") und heißt "mit geriebenem Brot bestreuen". Das auch als "Semmelbrösel", "Weckmehl" oder "Semmelmehl" bekannte Lebensmittel eignet sich hervorragend als Reste-Verwertung für altbackene Brötchen.

Senf

Senf

Ohne Zweifel ist der Senf ein Gewürz mit besonderer Geschichte. "Senf schärft den Verstand", so hat der berühmte griechische Philosoph Pythagoras in eines der ältesten Zeugnisse im 5. Jahrhundert das Gewürz beschrieben. Diesbezüglich wurde das Mehl der scharfen Körner bereits im antiken Rom nicht nur zum Würzen, sondern auch als Zusatz von Öl verwendet. Dabei wurden die scharfen Samen lange Zeit nur gemahlen und so über Gerichte gestreut.

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