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Pumpernickel
Pumpernickel

Pumpernickel

Die ursprüngliche Herkunft des Wortes Pumpernickel bleibt in der Geschichte verborgen. Es können zahlreiche Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. So reicht die Palette über ein mittelalterliches Schimpfwort bis hin zur Bezeichnung für einen arglistigen Kobold. In hessischen Prozessakten der Inquisition wurde gar der Teufel als “Pompernickel” bezeichnet.

Geschichte des Pumpernickels

Endgültig in Verbindung mit Brot gebracht wurde die Bezeichnung Pumpernickel, als Grimmelshausen in seinem Werk "Simplizissimus" das dunkle westfälische Roggenbrot abwertend als Pumpernickel bezeichnete. Die Entstehung der Brotsorte ist weniger großer Bäckerkunst, sondern eher einem glücklichen Zufall zu verdanken. Als die Frau des Bäckers Haverland den Brotteig im sich langsam abkühlenden Ofen vergaß, staunte sie nicht schlecht, als sie eine neue kulinarische Delikatesse zu Tage beförderte. Seit 1570 stehen die Öfen in der ältesten deutschen Bäckerei in Soest nicht mehr still. Bereits in der zwölften Generation wird nach alter Tradition Pumpernickel hergesellt. Besucher können sich im Haverland Verkaufslokal, welches sich am Soester Marktplatz befindet, von der Qualität des Brotes überzeugen.

Herstellung von Pumpernickel

Nach alter Überlieferung hergestelltes Pumpernickel besteht ausschließlich aus Schrot und dem vollen Korn des Roggens. Die Herstellung des Brotes ist sehr zeitintensiv. Zunächst werden die Körner möglichst über Nacht in heißem Wasser aufgequollen, um sie backfähig zu machen. Pumpernickel wird in einer geschlossenen Form bei einer Ofentemperatur von 200 Grad angebacken. Danach wird die Temperatur etwa auf 100 Grad gesenkt und das Brot wird dämpfend fertig gestellt. Dieser Prozess kann bis zu 24 Stunden dauern, da die Hitze die Körner nur sehr langsam durchdringt. Durch diesen zeitaufwändigen Vorgang werden Enzymreaktionen im Brotteig ausgelöst. Durch die Verzuckerung der im Roggenkorn enthaltenen Stärke erhält das fertige Pumpernickel seinen süßlichen Geschmack. Durch die so genannte Maillard-Reaktion gehen die Aminosäuren des Brotteiges neue Verbindungen ein und das Brot erhält seine charakteristische dunkle Färbung.

Da sich die traditionelle Herstellung von Pumpernickel in den Bäckereien zu zeitaufwendig gestaltet, gibt man häufig Hefe oder Sauerteig zu den Körnern. So kann die Hitze schneller in den Teig eindringen und die Herstellungszeit verkürzt sich auf etwa 15 Stunden.

Verwendung und Bedeutung von Pumpernickel

Das feuchte und leicht brüchige Pumpernickel zeichnet seine lange Haltbarkeit aus. Eingeschweißt kann das Brot über Monate aufbewahrt werden. Häufig wird Pumpernickel auch in Dosen angeboten und büßt dort bis zu einem Jahr nichts an Frische und Geschmack ein.

Pumpernickel ist ein unverzichtbarer Bestandteil der vollwertigen Küche. Dem Brot wird eine verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt, welche Johann Georg Krünik bereits im 18. Jahrhundert beschrieb. Pumpernickel enthält gegenüber dem Weißbrot das Vierfache an Ballaststoffen, weiterhin Natrium und Kalium.

Häufig verwendet wird Pumpernickel als Häppchen für kalte Platten, belegt mit Schinken, Lachs oder Käse. Durch die Karamellisierung der Stärke bringt das Brot eine eigene Süße mit und eignet sich ebenso für Desserts und Süßspeisen. Pumpernickeltorte, Pumpernickelcreme oder Pumpernickelauflauf sprechen für die Vielseitigkeit der beliebten Brotsorte.

 

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