Dill

Dill
Dill

Dill (lateinisch Anethum graveolens L.), auch Gurkenkraut oder Dillfenchel genannt, ist eine vielseitig verwendbare Heil- und Gewürzpflanze. Dill stammt ursprünglich aus Vorderasien und Südeuropa. Schon die alten Ägypter, Griechen und Römer haben ihn in der Küche und zur Linderung ihrer gesundheitlichen Beschwerden verwendet. Nach Mitteleuropa wurde der Dill wohl durch christliche Mönche gebracht, die ihn in den Gärten ihrer Klöster kultivierten.

 
Anzeige

Angebot und Lagerung von Dill

Dill liefert eigentlich zwei Gewürze: zum Einen die Früchte (die gewohnheitsmäßig meist als Dillsamen bezeichnet werden) und zum Anderen das Kraut. Bei diesem unterscheidet man wiederum zwischen den so genannten "Dillspitzen", die aus den fein gehackten, getrockneten jungen Trieben und Blättern bestehen und dem wirklichen "Dillkraut", das aus dunkelgrünen, ausgewachsenen Pflanzenteilen mit geringem Anteil von Blattscheiden jungen Dills gewonnen wird.

Verwendet werden zumeist werden die Dillspitzen - frisch, getrocknet, tiefgefroren oder gefriergetrocknet. Seltener wird das Kraut des Dills verwendet, wobei das frische Dillkraut den besten Geschmack hat. Die Ernte erfolgt heute durch zeitversetzten Anbau von Anfang Juni bis Oktober. Getrockneter Dill verliert leider wichtige Wirkstoffe und Aroma. Eingefroren ist der Dill jedoch von kräftiger Würze. Man bewahrt Dill am besten gut gekühlt bei zirka 0°C und bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 95% auf. Wird der Dill zusätzlich in Folie gepackt, so beträgt seine Haltbarkeit bis zu drei Wochen.

Dill in der Küche

Frischer Dill schmeckt süß, aromatisch und leicht würzig, so ähnlich wie Fenchel oder Anis. Die getrockneten Samen haben einen kümmelähnlichen Geschmack. Das frische Dillkraut schmeckt viel süßer als die getrockneten Früchte. Sowohl die Blätter als auch die Fruchtdolden des Dills sind eine wichtige Zutat beim Einlegen von Gewürzgurken, Sauerkraut, Senfkürbis sowie bei der Herstellung von Kräuteressig.

Die Dillspitzen und die Samen werden in der Kochkunst besonders geschätzt: Dill dient als ausgezeichnetes und sehr aromareiches Gewürz für Suppen, Soßen und Salate. Er eignet sich vorzüglich zum Würzen von Eierspeisen, Kartoffeln, Fischen, Meeresfrüchten, Gurkensalat, Quark und hellen Soßen. Außerdem dient er zum Würzen von Fleischspeisen sowie von Geflügel und Wein. Das typische Sommerkraut verliert beim Kochen viel von seinem würzig-süßlichen Aroma, weshalb man den Dill erst kurz vor dem Servieren beifügen sollte. Getrockneter Dill ist etwas höher zu dosieren. Der grüne Dill oder der Blattdill lässt sich gut dazu verwenden Gerichten frische Akzente zu verleihen beziehungsweise diese einladend anzurichten.

Dill als Heilkraut

Dill ist reich an Vitamin C. Er lindert somit unter anderem Kopfschmerzen. Ein weiterer Grund dafür ist seine Reichhaltigkeit an ätherischen Ölen, durch die der Dill appetitanregend, krampflösend und verdauungsfördernd wirkt. Daher gilt Dill als wahres Wundermittel bei Magen-Darm-Beschwerden, Nierenleiden, Leber- und Gallenwegserkrankungen und Sodbrennen, aber auch bei Hämorrhoiden, Schwellungen oder Geschwüren. Zudem hat der Dill eine bakterizide Wirkung gegen einige Darmbakterien.

Bekannt ist Dill auch für seine nervenberuhigende Wirkung. Daher eignet er sich, besonders als Tee, auch als gutes Schlafmittel. Zur Zubereitung von Dilltee werden Dillsamen mit heißem Wasser aufgekocht. Da frisch geerntetes Dillkraut besonders stark wirkt, ist es zu empfehlen, daraus wohlschmeckende Dillsoßen zuzubereiten oder das Dillkraut direkt zu kauen. Das Kauen der Dillsamen sorgt für einen frischen Atem.

Nährwert
(auf 100g Dill)
kcal: 54 KJ
KJ: 229 KJ
Kohlenhydrate: 8 g
Proteine: 3,7 g
Fett: 0,8 g
Wasser: 83,9 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Dill)
Niacin: 3 mg
Vitamin A: 0 µg
Vitamin B1: 0,19 mg
Vitamin B2: 0,43 mg
Vitamin B6: 0,3 mg
Vitamin C: 50 mg
Vitamin E: 1,7 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Dill)
Calcium: 230 mg
Eisen: 5,5 mg
Kalium: 647 mg
Magnesium: 28 mg
Natrium: 27 mg
Phosphor: 85 mg

Gemüse

Gemüse

Viele Menschen kennen nur das Sommer- und das Wintergemüse. Dies ist aber ein ganz falscher Eindruck, denn es gibt auch noch das Frühlings- und das Herbstgemüse. So kann jeder Kunde das ganze Jahr über Gemüse kaufen und das sogar zu guten Preisen, denn gerade Saisongemüse ist im Preis recht günstig.

Kräuter

Kräuter

Seit es den Mensch gibt, werden die verschiedensten Kräuter mit der Nahrung vermengt. Ganze Pflanzen oder nur deren Teile, welche einen speziellen Geschmack besitzen, verbessern den Genuss der vorhandenen Nahrung, oder verändern den Geschmack.

Pilze

Pilze

Pilze haben Ihr eigenes Reich gebildet– auf Grund ihrer genetischen Eigenschaften zählen sie nicht zu der Pflanzenwelt, nicht zu der Tierwelt, obwohl Pilze längere Zeit der Flora zugeordnet wurden. Eine eindeutige Abgrenzung zu der Pflanzenwelt ist das fehlende Chlorophyll. Pilze sind nicht in der Lage Photosynthese zu betreiben. Sie erscheinen in den unterschiedlichsten Formen, sogar als Einzeller, die Hefekultur, oder als Mehrzellig, wie der Speisepilz, der Giftpilz, oder als Schimmelpilz.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

Bei Hülsenfrüchten werden oft nur die Samen der eigentlichen Frucht gegessen, wie z. B. bei Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Teilweise wird auch die ganze Frucht gegessen, beispielsweise bei grünen Bohnen oder Zuckererbsen. Da Hülsenfrüchte viel wertvolles pflanzliches Eiweiß enthalten, sind sie für Personen mit einer fleischarmen Ernährung, für Vegetarier und Veganer unverzichtbar.

Artischocken

Artischocken

Während in vielen Mittelmeerländern Artischocken sehr beliebt sind und als fester Bestandteil der südländischen Küche gelten, wurden sie in vielen deutschen Haushalten lange Zeit als Stiefkind behandelt. Dabei sind sie sowohl als Gemüse wie auch als Arzneimittel sehr anregend und bekömmlich. In den letzten Jahren aber haben sie auch in der deutschen Küche langsam Einzug gehalten.

Aubergine

Aubergine

Die Aubergine (Solanum melongena) zählt zu den Fruchtgemüsen und gehört der Familie der Nachtschattengewächse an. Ursprünglich stammt sie aus Indien. Bekannt geworden ist die Aubergine auch unter dem Namen Eierfrucht, da zunächst hühnereigroße, weißfrüchtige Sorten angeboten wurden. Kennzeichen einer Aubergine ist das stets weiße Fruchtfleisch von leicht schwammiger Konsistenz, welches in der Mitte mit zahlreichen kleinen Kernen durchsetzt ist.

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen sind ein viele Jahrtausende altes Gemüse. Sie wurden damals in Südamerika bis hin zu Mexiko angebaut, und später von den ehemaligen Kolonialmächten England, Frankreich, Portugal und Spanien nach Europa eingeführt. Heutzutage gehören grüne Bohnen weltweit in Nutzgärten und Bohnenplantagen. In der Volksrepublik China werden sie, wegen ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, gerne‚ Vier-Jahreszeiten-Bohnen genannt.

Broccoli

Broccoli

Die Gemüsesorte Broccoli stammt aus Kleinasien. Sie wurde von den Griechen entdeckt und galt bei den Römern als Geheimtipp gegen den Kater nach übertriebenen Trinkgelagen. In Deutschland wurde es im Mittelalter in Rezepten erwähnt, geriet jedoch nach dem 1. Weltkrieg in Vergessenheit. Erst durch Gastarbeiter und Touristen wurde im deutschsprachigem Raum wieder für die Verbreitung gesorgt.

Chinakohl

Chinakohl

Schon vor 1500 Jahren wurde in der chinesischen Provinz Kanton Chinakohl angebaut. Er entstand wahrscheinlich aus einer Kreuzung zwischen einer Rübenart und einem chinesischen Gemüse. Diese Variante des Kohls ist durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren bekannt geworden.

Erbsen

Erbsen

Wer liebt sich nicht, Erbsen grün, zart und klein. Bereits tausende von Jahren vor Christus, bauten die Menschen, die zu der Gattung der Hülsenfrüchte gehörenden Erbsen an. Diese Vorform der heutigen Erbse, bedeutete für die damalige Bevölkerung ein wichtiges Grundnahrungsmittel für sich und ihre Tiere.

Weitere Bilder von Dill