Rucola

Rucola
Rucola

Rucola – im Deutschen ursprünglich auch Rauke genannt – gehört zu den Kreuzblütengewächsen und gelangte angeblich von Italien aus auf unsere Märkte. Dabei nutzten ihn bereits die Germanen. Bei ihnen galt die Pflanze gar als Potenzmittel. Nachdem die Römer Germanien besetzten, brachten sie den Rucola in den Mittelmeerraum, von wo aus er in weiten Teilen Europas bekannt wurde.

 
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Rucola Herkunft und Verbreitung

Lange Zeit war Rucola wegen seines scharfen Geschmacks nicht besonders beliebt. Erst als sich die mediterrane Küche in unseren Breiten zunehmender Beliebtheit erfreute, kam die Pflanze wieder zurück nach Deutschland und entwickelte ihren jetzigen Bekanntheits- und Verfügbarkeitsgrad.

Rucola-Arten

Es werden zwei Arten Rucola aus zwei verschiedenen Gattungen unterschieden:

  1. Die Garten-Senfrauke (Eruca sativa)
  2. Schmalblättriger Doppelsame (Diplotaxis tenuifolia).

Die Garten-Senfrauke ist die klassische Rucola-Pflanze. Ihre grundständigen Blätter werden vor dem Stängelaustrieb geerntet und als Salat genutzt. Gebräuchliche Namen dieser Art sind auch Ölrauke (wegen ihres hohen Gehalts an Senföl in den Samen, welches in geringem Umfang nach wie vor gewonnen wird, allerdings ohne größere wirtschaftliche Bedeutung), Salatrauke, Senfkohl und Großblättriger Rucola.

Die Senfrauke wird einjährig kultiviert und bis etwa 25 cm hoch. Die Blätter sind rundlich mit leicht gewelltem Blattrand, die Blätter der Hybridsorte "Runway" (auch "Würzrauke" genannt) sind eichblattartig. Im Geschmack ist diese Rucola-Art nussig, würzig, aber milder als der Schmalblättrige Doppelsame. "Runway" liegt geschmacklich zwischen den beiden Arten.

Der Schmalblättrige Doppelsame wird auch als wilde Rauke, als Würzrauke oder Feinblättriger Rucola bezeichnet. Die Pflanze hat kleine Blätter und ist geschmacksintensiver. Im deutschsprachigen Raum wird hauptsächlich diese Pflanze angeboten. Die wilde Rauke wird mehrjährig kultiviert. Sie wächst wesentlich langsamer und erreicht ohne Schnitt eine Höhe von 75 cm. Ihre Blätter sind stark gezähnt und fiederteilig, ihre Blüten gelb, der Gehalt an Senfölen in den Samen ist höher als bei der Senfrauke.

Verwendung von Rucola

Der Geschmack von Rucola erinnert intensiv an Kresse, Rettich und Walnüsse. Verantwortlich für diesen aromatischen, scharfen und etwas bitteren Geschmack sind die in den Samen enthaltenen Senföle. Deshalb wird die Pflanze grünen Salaten oft lediglich als Würzmittel beigefügt. Sie kommt allerdings auch als würziger Belag auf Pizzen zum Einsatz oder als würziger Zusatz in Suppen, Pesto, Risotto und Pastagerichten.

Besonders typisch für die Verwendung in grünen Salaten ist Rucola für die Toskana. Aus dieser Region stammt auch die Bezeichnung, die in anderen Regionen Italiens Rughetta oder Ruchetta genannt wird.

Nicht nur in der mediterranen Küche, sondern auch in der Naturmedizin wird Rucola geschätzt. Aufgrund seines hohen Jodgehalts ist er bei Schilddrüsenproblemen empfohlen. Außerdem wird ihm eine harntreibende und verdauungsfördernde Wirkung zugeschrieben. Ersteres wegen der hohen Konzentration an Mineralstoffen wie Kalium und Natrium, Letzteres wegen der verdauungsanregenden Senföle. Des Weiteren stärkt Rucola das Immunsystem, hilft gegen Ermüdungserscheinungen und wird unterstützend als natürliches Antidepressivum eingesetzt.

Sonstiges zu Rucola

Da die Pflanzen oft über einen hohen Nitrat-Gehalt verfügen, sind junge Blätter vorzuziehen. Diese haben noch nicht so viel Nitrat gespeichert. Die Verarbeitung sollte möglichst frisch erfolgen, da die Blätter nicht konservierbar sind. Zunächst nur in der Zeit von April bis September im deutschen Handel erhältlich gewesen, kann Rucola inzwischen ganzjährig gekauft werden.

Nährwert
(auf 100g Rucola)
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: 2,1 g
Proteine: 2,6 g
Fett: 0,4 g
Wasser: 91,7 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Rucola)
Niacin: 0,6 mg
Vitamin A: 233 µg
Vitamin B1: 0,04 mg
Vitamin B2: 0,09 mg
Vitamin B6: 0,07 mg
Vitamin C: 35 mg
Vitamin E: 0,6 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Rucola)
Calcium: 160 mg
Eisen: 1,5 mg
Kalium: 369 mg
Magnesium: 13 mg
Natrium: 27 mg
Phosphor: 49 mg

Gemüse

Gemüse

Viele Menschen kennen nur das Sommer- und das Wintergemüse. Dies ist aber ein ganz falscher Eindruck, denn es gibt auch noch das Frühlings- und das Herbstgemüse. So kann jeder Kunde das ganze Jahr über Gemüse kaufen und das sogar zu guten Preisen, denn gerade Saisongemüse ist im Preis recht günstig.

Kräuter

Kräuter

Seit es den Mensch gibt, werden die verschiedensten Kräuter mit der Nahrung vermengt. Ganze Pflanzen oder nur deren Teile, welche einen speziellen Geschmack besitzen, verbessern den Genuss der vorhandenen Nahrung, oder verändern den Geschmack.

Pilze

Pilze

Pilze haben Ihr eigenes Reich gebildet– auf Grund ihrer genetischen Eigenschaften zählen sie nicht zu der Pflanzenwelt, nicht zu der Tierwelt, obwohl Pilze längere Zeit der Flora zugeordnet wurden. Eine eindeutige Abgrenzung zu der Pflanzenwelt ist das fehlende Chlorophyll. Pilze sind nicht in der Lage Photosynthese zu betreiben. Sie erscheinen in den unterschiedlichsten Formen, sogar als Einzeller, die Hefekultur, oder als Mehrzellig, wie der Speisepilz, der Giftpilz, oder als Schimmelpilz.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

Bei Hülsenfrüchten werden oft nur die Samen der eigentlichen Frucht gegessen, wie z. B. bei Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Teilweise wird auch die ganze Frucht gegessen, beispielsweise bei grünen Bohnen oder Zuckererbsen. Da Hülsenfrüchte viel wertvolles pflanzliches Eiweiß enthalten, sind sie für Personen mit einer fleischarmen Ernährung, für Vegetarier und Veganer unverzichtbar.

Artischocken

Artischocken

Während in vielen Mittelmeerländern Artischocken sehr beliebt sind und als fester Bestandteil der südländischen Küche gelten, wurden sie in vielen deutschen Haushalten lange Zeit als Stiefkind behandelt. Dabei sind sie sowohl als Gemüse wie auch als Arzneimittel sehr anregend und bekömmlich. In den letzten Jahren aber haben sie auch in der deutschen Küche langsam Einzug gehalten.

Aubergine

Aubergine

Die Aubergine (Solanum melongena) zählt zu den Fruchtgemüsen und gehört der Familie der Nachtschattengewächse an. Ursprünglich stammt sie aus Indien. Bekannt geworden ist die Aubergine auch unter dem Namen Eierfrucht, da zunächst hühnereigroße, weißfrüchtige Sorten angeboten wurden. Kennzeichen einer Aubergine ist das stets weiße Fruchtfleisch von leicht schwammiger Konsistenz, welches in der Mitte mit zahlreichen kleinen Kernen durchsetzt ist.

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen sind ein viele Jahrtausende altes Gemüse. Sie wurden damals in Südamerika bis hin zu Mexiko angebaut, und später von den ehemaligen Kolonialmächten England, Frankreich, Portugal und Spanien nach Europa eingeführt. Heutzutage gehören grüne Bohnen weltweit in Nutzgärten und Bohnenplantagen. In der Volksrepublik China werden sie, wegen ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, gerne‚ Vier-Jahreszeiten-Bohnen genannt.

Broccoli

Broccoli

Die Gemüsesorte Broccoli stammt aus Kleinasien. Sie wurde von den Griechen entdeckt und galt bei den Römern als Geheimtipp gegen den Kater nach übertriebenen Trinkgelagen. In Deutschland wurde es im Mittelalter in Rezepten erwähnt, geriet jedoch nach dem 1. Weltkrieg in Vergessenheit. Erst durch Gastarbeiter und Touristen wurde im deutschsprachigem Raum wieder für die Verbreitung gesorgt.

Chinakohl

Chinakohl

Schon vor 1500 Jahren wurde in der chinesischen Provinz Kanton Chinakohl angebaut. Er entstand wahrscheinlich aus einer Kreuzung zwischen einer Rübenart und einem chinesischen Gemüse. Diese Variante des Kohls ist durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren bekannt geworden.

Erbsen

Erbsen

Wer liebt sich nicht, Erbsen grün, zart und klein. Bereits tausende von Jahren vor Christus, bauten die Menschen, die zu der Gattung der Hülsenfrüchte gehörenden Erbsen an. Diese Vorform der heutigen Erbse, bedeutete für die damalige Bevölkerung ein wichtiges Grundnahrungsmittel für sich und ihre Tiere.

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