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Rote Bete
Rote Bete

Rote Bete

Die Rote Bete oder Rote Rübe, wie sie auch genannt wird, gehört botanisch zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und hat erst durch Züchtung im 19. Jahrhundert ihre heutige Form und Farbe erhalten. Eine Wildform der Roten Bete ist, wie bei ihren Verwandten, der Zuckerrübe und dem Mangold, nicht bekannt. Wahrscheinlich stammt sie ursprünglich aus Nordafrika. Ihre Verbreitung in ganz Europa erfuhr sie durch die Römer. Seither erfreut sie sich ständig wachsender Beliebtheit.

Merkmale der Roten Bete

Die Rote Bete erinnert zu Beginn ihrer ersten Wachstumsphase an ein Kraut. Sie gehört zu den zweijährigen Pflanzen und bildet erst im zweiten Jahr einen Trieb aus, der in der Folge verholzt und einen hohen Blütenstand
ausbildet. Die Blüten, von grüner bis rötlicher Farbe, stehen meist einzeln, zuweilen auch zu zweien in Dolden beisammen. Die Blätter befinden sich knapp über der Erde nahe der Knolle. Dort bilden sie eine Art Rosette, die
eine ovale, längliche Form annimmt. Die Rübe, die Rote Bete, ragt nach ihrer Entstehung zu einem großen Teil aus der Erde. Sie platziert sich an der Grenzzone zwischen Wurzel und unterer letzter Sprossenachse am Wurzelhals (Hypokotyl). Die Rote Bete nimmt in der Regel eine runde bis birnenartige Form an und kann durchaus ein Gewicht bis 600 g erreichen. Die Rote Bete hat eine dünne Schale. Darunter verbirgt sich ein saftiges Fruchtfleisch von purpurroter Farbe, ihr charakteristischstes Merkmal. Variationen der Rübe mit hellgelbem oder gar farblosem Fruchtfleisch sind hierzulande wenig bekannt und werden nur selten auf dem Deutschen Markt angeboten. Die Rote Bete gehört zu den klassischen Wintergemüsen.

Kultivierung der Roten Bete Pflanze

In Ländern der mittleren Breite mit gemäßigtem Klima wird die Rote Bete fast überall angebaut. Obwohl ursprünglich zweijährig, ist die Rote Bete einjährig kultiviert. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr von Mitte April bis Anfang Juni. Geerntet wird die Rote Bete ab August bis zum ersten Frost. Sie ist durchaus auch für einige Zeit lagerfähig, wenn das Lager frostfrei gehalten werden kann. Hobbygärtner schwören, dass die Rote Bete immer
gedeiht, gleichgültig, ob der Sommer zu warm oder zu kalt, zu nass oder zu trocken war. Ein schier unverwüstliches Gewächs! Sie bevorzugt allerdings einen tiefgründigen humosen Lehmboden und verträgt keinen Frost. Die Rote Bete liebt einen hellen, sonnigen Standort. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Sorten. Sie alle sind mehr oder weniger wohlschmeckend.

Rote Bete - ein gesunder Genuss

Charakteristisch für die Rote Bete ist die augenfällig purpurrote Farbe des Fruchtfleisches. Hauptsächlich beruht die Färbung auf dem Inhaltsstoff Betanin, weshalb in der Vergangenheit der Saft der Rübe zum Einfärben von Stoffen Verwendung fand. Das Betanin stärkt das Immunsystem nachweislich. Es beeinflusst positiv die Blutgerinnung und gilt als heimliches Anti-Krebs-Mittel. Rote Bete enthält Folsäure in hoher Konzentration, was besonders wichtig für die Bildung roter Blutkörperchen ist. Bereits 200 Gramm Rote Bete decken zur Hälfte den Tagesbedarf an Folsäure eines Erwachsenen. Desweiteren zeichnet die Rote Bete ein hoher Vitamin-B-Gehalt aus. Aber auch Kalium und Eisen gehört zu seinen Inhaltsstoffen. Ebenso Magnesium, Phosphor, Jod, Natrium, Provitamin A und Vitamin C.

Rote Bete - Verwendung in der Küche

Die Rote Bete findet sowohl roh als auch gekocht in der Küche mancherlei Verwendung. Schmackhaft ist jede Variante. Rote Bete kann süß-sauer eingelegt oder roh als Salat serviert werden. Auch als Gemüse, gekocht oder gedünstet ist die Rote Bete ein besonderer Genuss. Mühelos hat sie mittlerweile Einzug in die Gourmetküche gehalten und wird selbst von hochdekorierten Sterneköchen wegen ihres feinen Geschmacks geschätzt.

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