Rhabarber

Rhabarber
Rhabarber

Rhabarber ist eine Pflanze, die in den nördlichen und gemäßigten Breiten bis hin zu asiatischen subtropischen Gegenden gedeiht. Die ursprüngliche Verbreitung wird dem Gebiet des Himalaja zugeordnet. Von dort aus soll die Pflanze in Südrussland Bedeutung gewonnen haben und kam erst vor wenigen hundert Jahren nach Europa.

 
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Lokale Verortung des Rhabarbers

Heilkräfte wurden und werden dem Rhabarber nachgesagt, was ihn in China und Russland beliebt machte. Diese Pflanze ist als Bestandteil von Naturheilmitteln zu finden. Mitteleuropäische Länder sowie Nordamerika schätzen Rhabarber heute als schmackhaftes Gemüse.

Rhabarber - Die Familie des Rheum

Rheum bezeichnet die Gattung des Rhabarbers, welche den Nelkenartigen zugeordnet wird. Diese Gattung gehört der Familie der Knöterichgewächse an. In rund 60 Arten lässt sich Rheum gliedern, wovon die wenigsten vom Menschen angebaut werden. Allen Arten des Rheum ist gemeinsam, dass sie eine knollenartige, unterirdische Pflanzenbasis aus Wurzeln (Rhizom) aufweisen, die nach einer Ruhephase austreibt. Zunächst bilden sich unterirdische Knospen. Im weiteren Prozess waschen große, krautige Blätter mit dicken Stängeln oberirdisch heran. Die Pflanzen sind mehrjährig. Den Bedecktsamern zugehörend, bilden die Arten des Rheum helle kleine Blüten in hochragenden Blütenständen aus. Rheum rhabarbarum, der Gemeine Rhabarber, ist die in diesen Breiten bekannteste Art. Sie ist es, die im Frühjahr in den Gemüseregalen liegt.

Der Gemeine Rhabarber

Die Bedeutung des Gemeinen Rhabarbers beschränkt sich vorwiegend auf die regionale und saisonale Küche. Essbar sind die in Rosettenform gewachsenen Blattstängel, die bis zu 70 cm Höhe erreichen und etwa 5 cm dick werden können. Das große, krause Blatt sowie das unterirdische Rhizom sind nicht essbar. In den Stängeln, wie auch im Rest der Pflanze befindet sich Oxalsäure. Diese Säure verleiht dem Gemüse den prägnanten herb-säuerlichen Geschmack. Sie ist aber auch gesundheitsschädigend, weshalb Rhabarber vor dem Verzehr gekocht wird. Anhand der roten oder grünen Färbung der Außenhaut, der Innenstruktur der Stängel, wie auch der Blätter lassen sich die Sorten des Gemeinen Rhabarbers unterscheiden.

Nutzung und Anbau von Rhabarber

Im Freiland oder im Gewächshaus wird Rhabarber gesetzt, nachdem er vorwiegend in Gewächshäusern vorgetrieben wurde. Nach dem Setzen des Gemeinen Rhabarbers bildet er oft erst im zweiten Jahr ertragreiche Triebe. Diese Art des Rheum treibt im Frühjahr aus und kann im Freiland bis Ende Juni geerntet werden. Dabei werden die Blattstängel abgedreht. Dies wird in einem Rhythmus von etwa zehn Tagen wiederholt. Um den Ertrag zu steigern, werden Blütentriebe abgeknickt. Im frühen Herbst beginnt die Ruhephase. Die oberirdischen Pflanzenteile sterben ab, nur das Rhizom speichert über den Winter Energie zum erneuten Austrieb. Recht feuchte und wenig sonnige Plätze entsprechen den Bedürfnissen des Rhabarbers, wobei die Pflanze gemeinhin genügsam und ausdauernd ist.

Meist von den Blättern gelöst, ist Rhabarber im Handel erhältlich. Zu verzehren ist der fleischige Stängel. In geschnittener Form und je nach Alter und Dicke geschält, wird Rhabarber weiter verarbeitet. Der Einsatz ist dabei vielfältig und reicht vom Tortenbelag bis zu Kompott, jedoch wird er eher verarbeitet wie ein Obst als ein Gemüse.

Nährwert
(auf 100g Rhabarber)
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: 1,4 g
Proteine: 0,6 g
Fett: 0,1 g
Wasser: 92,7 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Rhabarber)
Niacin: 0,2 mg
Vitamin A: 10 µg
Vitamin B1: 0,02 mg
Vitamin B2: 0,03 mg
Vitamin B6: 0,04 mg
Vitamin C: 10 mg
Vitamin E: 0,3 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Rhabarber)
Calcium: 52 mg
Eisen: 0,5 mg
Kalium: 270 mg
Magnesium: 13 mg
Natrium: 2 mg
Phosphor: 24 mg

Gemüse

Gemüse

Viele Menschen kennen nur das Sommer- und das Wintergemüse. Dies ist aber ein ganz falscher Eindruck, denn es gibt auch noch das Frühlings- und das Herbstgemüse. So kann jeder Kunde das ganze Jahr über Gemüse kaufen und das sogar zu guten Preisen, denn gerade Saisongemüse ist im Preis recht günstig.

Kräuter

Kräuter

Seit es den Mensch gibt, werden die verschiedensten Kräuter mit der Nahrung vermengt. Ganze Pflanzen oder nur deren Teile, welche einen speziellen Geschmack besitzen, verbessern den Genuss der vorhandenen Nahrung, oder verändern den Geschmack.

Pilze

Pilze

Pilze haben Ihr eigenes Reich gebildet– auf Grund ihrer genetischen Eigenschaften zählen sie nicht zu der Pflanzenwelt, nicht zu der Tierwelt, obwohl Pilze längere Zeit der Flora zugeordnet wurden. Eine eindeutige Abgrenzung zu der Pflanzenwelt ist das fehlende Chlorophyll. Pilze sind nicht in der Lage Photosynthese zu betreiben. Sie erscheinen in den unterschiedlichsten Formen, sogar als Einzeller, die Hefekultur, oder als Mehrzellig, wie der Speisepilz, der Giftpilz, oder als Schimmelpilz.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

Bei Hülsenfrüchten werden oft nur die Samen der eigentlichen Frucht gegessen, wie z. B. bei Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Teilweise wird auch die ganze Frucht gegessen, beispielsweise bei grünen Bohnen oder Zuckererbsen. Da Hülsenfrüchte viel wertvolles pflanzliches Eiweiß enthalten, sind sie für Personen mit einer fleischarmen Ernährung, für Vegetarier und Veganer unverzichtbar.

Artischocken

Artischocken

Während in vielen Mittelmeerländern Artischocken sehr beliebt sind und als fester Bestandteil der südländischen Küche gelten, wurden sie in vielen deutschen Haushalten lange Zeit als Stiefkind behandelt. Dabei sind sie sowohl als Gemüse wie auch als Arzneimittel sehr anregend und bekömmlich. In den letzten Jahren aber haben sie auch in der deutschen Küche langsam Einzug gehalten.

Aubergine

Aubergine

Die Aubergine (Solanum melongena) zählt zu den Fruchtgemüsen und gehört der Familie der Nachtschattengewächse an. Ursprünglich stammt sie aus Indien. Bekannt geworden ist die Aubergine auch unter dem Namen Eierfrucht, da zunächst hühnereigroße, weißfrüchtige Sorten angeboten wurden. Kennzeichen einer Aubergine ist das stets weiße Fruchtfleisch von leicht schwammiger Konsistenz, welches in der Mitte mit zahlreichen kleinen Kernen durchsetzt ist.

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen sind ein viele Jahrtausende altes Gemüse. Sie wurden damals in Südamerika bis hin zu Mexiko angebaut, und später von den ehemaligen Kolonialmächten England, Frankreich, Portugal und Spanien nach Europa eingeführt. Heutzutage gehören grüne Bohnen weltweit in Nutzgärten und Bohnenplantagen. In der Volksrepublik China werden sie, wegen ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, gerne‚ Vier-Jahreszeiten-Bohnen genannt.

Broccoli

Broccoli

Die Gemüsesorte Broccoli stammt aus Kleinasien. Sie wurde von den Griechen entdeckt und galt bei den Römern als Geheimtipp gegen den Kater nach übertriebenen Trinkgelagen. In Deutschland wurde es im Mittelalter in Rezepten erwähnt, geriet jedoch nach dem 1. Weltkrieg in Vergessenheit. Erst durch Gastarbeiter und Touristen wurde im deutschsprachigem Raum wieder für die Verbreitung gesorgt.

Chinakohl

Chinakohl

Schon vor 1500 Jahren wurde in der chinesischen Provinz Kanton Chinakohl angebaut. Er entstand wahrscheinlich aus einer Kreuzung zwischen einer Rübenart und einem chinesischen Gemüse. Diese Variante des Kohls ist durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren bekannt geworden.

Erbsen

Erbsen

Wer liebt sich nicht, Erbsen grün, zart und klein. Bereits tausende von Jahren vor Christus, bauten die Menschen, die zu der Gattung der Hülsenfrüchte gehörenden Erbsen an. Diese Vorform der heutigen Erbse, bedeutete für die damalige Bevölkerung ein wichtiges Grundnahrungsmittel für sich und ihre Tiere.

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