Mangold

Mangold
Mangold

Mangold ist botanisch gesehen eine Kulturform der Rübe. Wie seine Artgenossen Rote Bete, Zucker- und Futterrübe, gehört Mangold zu der Unterfamilie der Gänsefußgewächse und zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Seinen Ursprung hat Mangold im Mittelmeerraum und in Vorderasien. In Deutschland wird es aus klimatischen und bodenkundlichen Gründen kaum angebaut, ist im Handel dennoch ein beliebtes Gemüse.

 
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Was kennzeichnet Mangold

Mangold ist ein spinatartiges Gemüse, dessen Blätter langgestielt sind. Die Farbe der Blätter, von gelblich über hell- bis dunkelgrün, ist von der jeweiligen Sorte des Mangolds abhängig. Ebenso variiert die Blattstruktur je nach Typ von runzelig bis glatt. Eine wohlbekannte Sorte ist Blattmangold, auch unter dem Namen Beißkohl oder Römischer Kohl geläufig. Die Blätter dieser Gattung sind klein und dunkelgrün, die Stiele sind schmal. Eine weitere Variante ist Stielmangold. Er ist gekennzeichnet durch die stark hervortretenden Mittelrippen der Blätter, die rot, weiß oder gelblich-orange gefärbt sein können. Die Blätter sind hell- bis dunkelgrün. Im Vergleich zum Blattmangold sind die Stiele breiter und heller und werden ebenso wie die Blätter zum Verzehr verwendet. Der Geschmack des Stielmangolds erinnert an Spargel, daher der umgangssprachliche Beiname "Spargel des armen Mannes".

Neben diesen bekannten Hauptsorten, gibt es auch Variationen wie Walliser Stielmangold, Vulkan oder Feurio mit seinen rötlichen Stielen und Blättern. Die Mangoldsorte Lukullus hat gelbgrüne, gekrauste und zarte Blätter und ist sowohl als Stiel- als auch als Blattmangold verwendbar.

Mangold wird zweijährig gezogen. Das Gemüse benötigt also eine Winterperiode mit frostigen Temperaturen, um den Blütenstand zu entwickeln. Die Erntezeit findet von Mitte Juni bis zur Frostzeit im Herbst, statt. Bei der Ernte werden nur die äußeren Blätter entfernt, so dass die Herzblätter von innen heraus weiter wachsen können.

Einkauf und Lagerung von Mangold

Beim Einkauf von Mangold ist darauf zu achten, dass die Blätter kräftig, fest und glänzend sind. Die Frische des Gemüses ist außerdem erkennbar an den hellen und fleckenfreien Stielen. Die Frische des Blattgemüses beim Einkauf ist ausschlaggebend, da Mangold keine Lagerung verträgt und deshalb direkt verzehrt werden sollte. Um das Gemüse länger haltbar zu machen, sollten die Blätter bei Bedarf blanchiert und danach eingefroren werden.

Mangold Verwendung

Hauptsächlich wird Mangold als Gemüse in der Küche verwendet. Es passt gut zu gebratenem Fleisch, Fisch und Eierspeisen. Ebenso schmackhaft ist Mangold als Salat, Auflauf und auf Pizza. Dabei werden die Blätter wie Spinat verwendet, wohingegen die Stiele als eigenes Gemüse gekocht werden. Der Geschmack des Mangolds ist kräftiger als sein artverwandter Spinat und zeichnet sich durch eine würzige, nussige Note aus. Die unterschiedlichen Sorten des Mangolds unterscheiden sich geschmacklich jedoch wenig.

Neben dem Verzehr als Gemüse ist Mangold auch als Heilpflanze bekannt. Die Pflanze ist reich an Vitamin K, Vitamin A und Vitamin E, sowie Natrium, Magnesium, Kalium und Eisen. Deshalb wird Mangold häufig bei Atemwegserkrankungen als auch gegen Nervosität und leichte Erregbarkeit, eingesetzt. Darüberhinaus wird Mangold bei Darmfehlfunktionen empfohlen. Es unterstützt die Fettverdauung, entlastet die Leber und neutralisiert zellschädigende freie Radikale. Früher wurden die Wurzeln des Mangolds aufgrund des hohen Zuckergehalts zur Gewinnung von Zucker verwendet. Allerdings wurde Mangold später für dieses Verfahren durch Zuckerrüben ersetzt.

 

Nährwert
(auf 100g Mangold)
kcal: KJ
KJ: KJ
Kohlenhydrate: 0,7 g
Proteine: 2,1 g
Fett: 0,3 g
Wasser: 92,2 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Mangold)
Niacin: 0,6 mg
Vitamin A: 588 µg
Vitamin B1: 0,09 mg
Vitamin B2: 0,16 mg
Vitamin B6: 0,09 mg
Vitamin C: 39 mg
Vitamin E: 1,5 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Mangold)
Calcium: 103 mg
Eisen: 2,7 mg
Kalium: 376 mg
Magnesium: 81 mg
Natrium: 90 mg
Phosphor: 70 mg

Gemüse

Gemüse

Viele Menschen kennen nur das Sommer- und das Wintergemüse. Dies ist aber ein ganz falscher Eindruck, denn es gibt auch noch das Frühlings- und das Herbstgemüse. So kann jeder Kunde das ganze Jahr über Gemüse kaufen und das sogar zu guten Preisen, denn gerade Saisongemüse ist im Preis recht günstig.

Kräuter

Kräuter

Seit es den Mensch gibt, werden die verschiedensten Kräuter mit der Nahrung vermengt. Ganze Pflanzen oder nur deren Teile, welche einen speziellen Geschmack besitzen, verbessern den Genuss der vorhandenen Nahrung, oder verändern den Geschmack.

Pilze

Pilze

Pilze haben Ihr eigenes Reich gebildet– auf Grund ihrer genetischen Eigenschaften zählen sie nicht zu der Pflanzenwelt, nicht zu der Tierwelt, obwohl Pilze längere Zeit der Flora zugeordnet wurden. Eine eindeutige Abgrenzung zu der Pflanzenwelt ist das fehlende Chlorophyll. Pilze sind nicht in der Lage Photosynthese zu betreiben. Sie erscheinen in den unterschiedlichsten Formen, sogar als Einzeller, die Hefekultur, oder als Mehrzellig, wie der Speisepilz, der Giftpilz, oder als Schimmelpilz.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

Bei Hülsenfrüchten werden oft nur die Samen der eigentlichen Frucht gegessen, wie z. B. bei Erbsen, Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Teilweise wird auch die ganze Frucht gegessen, beispielsweise bei grünen Bohnen oder Zuckererbsen. Da Hülsenfrüchte viel wertvolles pflanzliches Eiweiß enthalten, sind sie für Personen mit einer fleischarmen Ernährung, für Vegetarier und Veganer unverzichtbar.

Artischocken

Artischocken

Während in vielen Mittelmeerländern Artischocken sehr beliebt sind und als fester Bestandteil der südländischen Küche gelten, wurden sie in vielen deutschen Haushalten lange Zeit als Stiefkind behandelt. Dabei sind sie sowohl als Gemüse wie auch als Arzneimittel sehr anregend und bekömmlich. In den letzten Jahren aber haben sie auch in der deutschen Küche langsam Einzug gehalten.

Aubergine

Aubergine

Die Aubergine (Solanum melongena) zählt zu den Fruchtgemüsen und gehört der Familie der Nachtschattengewächse an. Ursprünglich stammt sie aus Indien. Bekannt geworden ist die Aubergine auch unter dem Namen Eierfrucht, da zunächst hühnereigroße, weißfrüchtige Sorten angeboten wurden. Kennzeichen einer Aubergine ist das stets weiße Fruchtfleisch von leicht schwammiger Konsistenz, welches in der Mitte mit zahlreichen kleinen Kernen durchsetzt ist.

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen

Grüne Bohnen sind ein viele Jahrtausende altes Gemüse. Sie wurden damals in Südamerika bis hin zu Mexiko angebaut, und später von den ehemaligen Kolonialmächten England, Frankreich, Portugal und Spanien nach Europa eingeführt. Heutzutage gehören grüne Bohnen weltweit in Nutzgärten und Bohnenplantagen. In der Volksrepublik China werden sie, wegen ihrer ganzjährigen Verfügbarkeit, gerne‚ Vier-Jahreszeiten-Bohnen genannt.

Broccoli

Broccoli

Die Gemüsesorte Broccoli stammt aus Kleinasien. Sie wurde von den Griechen entdeckt und galt bei den Römern als Geheimtipp gegen den Kater nach übertriebenen Trinkgelagen. In Deutschland wurde es im Mittelalter in Rezepten erwähnt, geriet jedoch nach dem 1. Weltkrieg in Vergessenheit. Erst durch Gastarbeiter und Touristen wurde im deutschsprachigem Raum wieder für die Verbreitung gesorgt.

Chinakohl

Chinakohl

Schon vor 1500 Jahren wurde in der chinesischen Provinz Kanton Chinakohl angebaut. Er entstand wahrscheinlich aus einer Kreuzung zwischen einer Rübenart und einem chinesischen Gemüse. Diese Variante des Kohls ist durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien und Aminosäuren bekannt geworden.

Erbsen

Erbsen

Wer liebt sich nicht, Erbsen grün, zart und klein. Bereits tausende von Jahren vor Christus, bauten die Menschen, die zu der Gattung der Hülsenfrüchte gehörenden Erbsen an. Diese Vorform der heutigen Erbse, bedeutete für die damalige Bevölkerung ein wichtiges Grundnahrungsmittel für sich und ihre Tiere.

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