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Geflügelwurst
Geflügelwurst

Geflügelwurst

Das Wort Geflügelwurst umfasst einige Wurstsorten wie beispielsweise Aufschnitt, Geflügellyoner, Geflügelwiener, Geflügelsalami. Diese Wurstsorten beinhalten dabei aber nicht immer die erwarteten Fleischsorten wie Pute, Huhn oder Ente. Geflügelwurst gilt als besonders fett- und kalorienarm und kann genauso wie andere Wurstsorten verarbeitet werden. Gerade ernährungsbewusste Käufer greifen deshalb vermehrt zu diesen Geflügelwurstsorten. Nicht selten werden diesen Geflügelwurstsorten aber auch Rindfleisch oder Schweinefleisch zugesetzt.

Rezeptur

Das die Wurstsorte bezeichnende Tier muss nämlich laut Gesetz, nicht zwingend den größten Fleischanteil ausmachen. Es genügt wenn das Produkt, wie eben hier Geflügelwurst, eine Charakter bestimmende Menge beinhaltet. Allerdings darf Geflügelwurst, die wirklich zu hundert Prozent aus reinem Geflügelfleisch besteht, durch den Vermerk „rein" gekennzeichnet werden. Das Deutsche Gesetz sieht vor, dass eine als Geflügelwurst deklarierte Wurst, maximal zwanzig Prozent Schweinefleisch beziehungsweise Rindfleisch enthalten darf. Trotzdem ist es in der Realität meist so, dass Kunden eine als „reine" Geflügelwurst bezeichnete Wurst auch als solche ansieht.

Ein Blick auf die Inhaltsstoffe würde allerdings die genauen Inhalte offenlegen. Genau aus diesem Grund fordern bereites viele Verbraucherzentralen, dass eine detaillierte Deklaration der Geflügelwurst und vor allem ihr Fleischanteil, der von nicht gefiederten Tieren kommt, auf der Verpackung angegeben werden muss. Neben eventuellen Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Zusätzen, wäre dies auch für bestimmte ethnische Gruppen sowie Religionsgemeinschaften von großer Wichtigkeit, da diese Fleisch von bestimmten Tieren vermeiden müssen. Bisher kann sich der deutsche Verbraucher also noch nicht wirklich sicher sein, dass in der als Geflügelwurst ausgewiesenen Wurst auch wirklich nur Geflügelfleisch drinnen ist.

Kennzeichnung

Diese Tatsache könnte einem fast den Appetit auf Geflügelfleisch verderben. Die Stiftung Warentest hat in den von ihnen getesteten 207 Produkten, in 53 Produkten fast genauso viel an Schweinefleisch wie Geflügelfleisch gefunden und das obwohl die Wurst als Geflügel-, Pute- oder Truthahnwurst etikettiert war. Es wurden sogar Produkte gefunden, die als Geflügelwurst ausgewiesen waren, aber der Anteil an Geflügel sogar kleiner war, als der restliche Fleischanteil. Allerdings war in immerhin 105 der getesteten Produkte tatsächlich nur reines Geflügelfleisch enthalten. Rein formal sind die Zugaben von Rind- oder Schweinefleisch wie bereits gesagt, zulässig.

Nach den Grundsätzen des deutschen Lebensmittelbuches werden Fleisch- oder Wurstarten ohne einen gesonderten Hinweis immer als Fleisch oder Wurst vom Schwein oder Rind verstanden. Wenn Hersteller allerdings auch Fleisch von anderen Tierarten zusetzt, wird dies im Normalfall auf dem Etikett angegeben. Was aber im Gegenzug nicht bedeutet, dass kein Rind- oder Schweinefleisch verarbeitet wurde. Nicht nur die Stiftung Warentest kritisiert dabei die schwer lesbare oder unklare Kennzeichnung. Denn zur vollkommenen Irreführung der Käufer, sind auf den Verpackungen dieser Geflügelwurst auch nur Truthähne oder Hühner abgebildet und Fremdzutaten stehen nur ganz klein oder nur in der Zutatenliste versteckt drauf. Einige, vor allem sehr bekannte Geflügelwursthersteller, haben aufgrund des großen Mediendrucks jetzt verzichtet, ihren Geflügelwurstsorten Schweine- oder Rindfleisch zuzusetzen.

 

 

 

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