Seelachs in Öl

Seelachs in Öl
Seelachs in Öl

Seelachs in Öl - Lachsersatz mit Kulturstatus. Auf dem deutschen Fischmarkt hat Seelachs in Öl eine lange Geschichte. Es gibt ihn in vielen verschiedenen Variationen: zum Beispiel als Brotaufstrich, Schnitzel oder einfach in Scheibenform. Seit mehr als 80 Jahren sind die Liebhaber diesem Lachsersatz, der extra rot gefärbt wird, treu geblieben.

 
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Im ersten Weltkrieg wurde dieser Verkaufsschlager eingeführt und entwickelte sich in den 50er und 60er Jahren zu einem begehrten Partyhäppchen. Noch heute schwören viele Kirmesbesucher in Hamburg und Umgebung auf die Tradition, dass es bei einem dortigen Besuch ein Brötchen mit Ei und dem köstlichen Seelachs in Öl, zu einem "Muss" gehört.

Die Entstehungsgeschichte des roten Lachsersatzes

Es heißt, dass die Ehefrau eines Lachs-Importeurs aus Cuxhaven im ersten Weltkrieg den Seelachs in Öl "erfunden" hat. Eingebettet in Öl liegen die dünnen Seelachsscheiben, da der Krieg die Einfuhr von echtem Lachs verhindert hatte. Aus diesem Grund experimentierte sie mir anderen Fischsorten. Durch die Tatsache, dass der in Scheiben geschnittene, gesalzene und gefärbte Fisch einen sehr hohen Nährwert zu einem sehr geringen Preis hatte, erlangte das Produkt, welches Anfangs als Ersatz gedacht war, schnell einen hohen Status. Somit wurde der Seelachs in Öl zu einem Qualitätsbegriff.

Konserven machen Vorratshaltung möglich

Durch die Entwicklung von Konserven eröffnete sich für die Fischindustrie die Möglichkeit, Seelachs in Öl so herzustellen, dass er Krisenzeiten überstehen konnte. Durch die große Nachfrage war es mit Hilfe der Konserven möglich, einen großen Vorrat an Rohwaren zu günstigen und erschwinglichen Preisen zu gewährleisten. Die Tatsache, dass sich das Fleisch von Seelachs leicht dunkel färbt, machte diesen Fisch als Frischfrisch nicht begehrt.

Gefärbter Seelachs wurde immer beliebter

Zur Herstellung der Rohware wurde früher ausschließlich Seelachs verwendet. In einem ähnlichen Prozess, wie er noch heute angewandt wird, wurde der zuvor gesalzene Fisch in hauchdünne Scheiben geschnitten, gefärbt, noch einmal nachgetrocknet, anschließend geräuchert und als Vorrat in Öl vermarktet. Alle Teile, die sich nicht für die Herstellung von Seelachs in Öl eigneten, wurden auf dem Fischmarkt als Schnitzellachs verkauft.

Täuschung der Verbraucher wird unterbunden

Durch die rote Färbung wurde es für Laien schwer, diesen Seelachs in Öl von echtem Lachs zu unterscheiden. Aus diesem Grund führte man im Jahr 1938 die Kennzeichnungspflicht für dieses Produkt ein. So stand fortan auf jeder Dose Seelachs in Öl der Vermerk "Lachsersatz". Das Ministerium verpflichte jeden Hersteller dazu, eine Erklärung zu unterschreiben, in der er sich dazu verpflichtet, mindestens in halber Schriftgröße unter dem Aufdruck "Seelachs in Öl", das Wort "Lachsersatz" gut sichtbar aufzudrucken. Dieses Wort musste einen Strichrahmen besitzen, damit es deutlich zu erkennen war. Für Produkte, die lose verkauft wurde musste dieser Zusatz auf den Preisschildern vermerkt werden.

Diese Deklarationspflicht besteht noch heute. Auch hat sich die Produktion von Seelachs in Öl nicht maßgeblich geändert. Wenn man es lebensmittelrechtlich betrachtet, gehört Seelachs in Öl zu den Salzfischprodukten. Seine Herstellung ist nach wie vor sehr aufwendig und arbeitsintensiv. Während früher nur Seelachs verwendet wurde, werden heute auch andere dorschartige Fische verwende. Hierzu zählt beispielsweise der Alaska-Seelachs.

Seelachs in Öl hat einen langen Prozess vor sich, bis er in der Konserve landet

Die wenigsten wissen, dass Seelachs in Öl einen sehr langen Prozess hinter sich bringen muss, bevor er in Konserven verpackt wird. Rund sechs Wochen wird der Fisch unter Salz eingebettet, bis der Salzgehalt ungefähr 20 Prozent beträgt. Danach wird der Fisch in Scheiben geschnitten und für kurze Zeit in ein Färbebad gehalten. Durch diesen Prozess erhält der Fisch seine rote Färbung und der Salzgehalt sinkt von 20 auf rund 8 Prozent. Der letzte Schritt, bis der Seelachs in Öl in einer Konserve landet, ist, dass er über Buchenholzspänen geräuchert wird.

Anschließend wird er verpackt und in den Geschäften als "Seelachs in Öl" angeboten.

Nährwert
(auf 100g Seelachs in Öl)
kcal: 150 KJ
KJ: 628 KJ
Kohlenhydrate: + g
Proteine: 19,5 g
Fett: 8 g
Wasser: 62,8 g
Cholesterin: 65 mg
Vitamine
(auf 100g Seelachs in Öl)
Niacin: 1,8 mg
Vitamin A: 4 µg
Vitamin B1: 0,03 mg
Vitamin B2: 0,1 mg
Vitamin B6: 0,16 mg
Vitamin C: 1 mg
Vitamin E: 7,2 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Seelachs in Öl)
Calcium: 31 mg
Eisen: 0,4 mg
Kalium: 55 mg
Magnesium: 22 mg
Natrium: 2900 mg
Phosphor: 240 mg

Aal geräuchert

Aal geräuchert

Der Aal ist ein Raubfisch, der sich von Kleintieren wie etwa Flusskrebsen, Krabben, Fröschen und kleinen Fischen ernährt. Da der Aaal ungefähr 25 Prozent Fettgehalt hat, eignet er sich sehr gut zum Räuchern. Sein Fleisch ist weiß mit wenigen Gräten, der Aal besitzt nur eine große Mittelgräte.

Fischdauerwaren

Fischdauerwaren

Seiner ernährungsphysiologischen und kulinarischen Vorzüge wegen ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch und Meeresfrüchten in Deutschland in den letzten Jahren signifikant angestiegen. Sind es heute 15,7 kg Fisch und Meeresfrüchte, so wird von der deutschen Fischwirtschaft für das Jahr 2014 ein Verbrauch von 17,5 kg erwartet.

Brathering

Brathering

Brathering ist ein einfaches, aber geschmackvolles und vor allem gesundes Gericht der deutschen Küche. Dazu werden frische, grüne Heringe in der maximalen Länge von 30 cm (sie kommen aus der Ost- und Nordsee und dem Nordost Atlantik) geschuppt, ausgenommen, gewaschen und mit Küchenkrepp sehr gut getrocknet und von Kopf und Flossen befreit. Man erhält sie von Juli bis Dezember im Handel.

Bückling

Bückling

Ausgangspunkt, um einen Bückling herzustellen, ist der Hering. Er gehört auch deswegen in Deutschland zu den beliebtesten Fischen, weil er häufig vorkommt und sich zur Herstellung zahlreicher schmackhafter Produkte eignet. Fischliebhaber legen Wert darauf, dass der Bückling mitsamt der Milch bzw. dem Rogen geräuchert wird.

Flunder geräuchert

Flunder geräuchert

Alles, was man sprichwörtlich oder redensartlich mit einer Flunder verbindet hat seinen Ursprung im Aussehen des Fisches. Er gehört zu den Plattfischen (Platichtys flesus) und hat ein eigenartig schiefes Maul. Die Bezeichnung Flunder ist außerdem eine von Binnenländern, während er an den Küsten eher als Butt bezeichnet wird.

Hering

Hering

Der Hering ist ein etwa 30 bis 40 cm großer Salzwasserfisch und gehört zu den wichtigsten Speisefischen auf der Welt. Dieser Meeresfisch kommt in der Nordsee, Ostsee oder im Atlantik vor. Mit 15 bis 17,8 Prozent Fett gehört er zu den Fettfischen und wird schnell ranzig. Deshalb muss er früh konserviert oder frisch verzehrt werden. Der Großteil der Heringe wird zu Fischkonserven verarbeitet und kommt gesalzen, geräuchert oder frisch auf dem Markt.

Kaviar

Kaviar

Neben Wodka stellt der so genannte Störrogen die wohl bekannte russische Delikatesse dar und ist ein Exportschlager auf der ganzen Welt. Hinter der Bezeichnung Kaviar stehen die gesäuberten und gesalzenen Fischeier des Störs, die auch unter der Bezeichnung Rogen bekannt ist. Aber auch Eier von anderen Fischarten werden als Kaviar bezeichnet.

Geräucherter Lachs

Geräucherter Lachs

Wissenswertes über geräucherten Lachs. Als geräucherten Lachs werden geräucherte Stücke oder Seiten von gesalzenem oder vorgesalzenem Lachs bezeichnet. Er wird im Unterschied zum Stremellachs kalt und nicht heiß geräuchert.

Ölsardinen in Dosen

Ölsardinen in Dosen

Ölsardinen in Dosen - Fisch mit Tradition: Sie sind wirklich niemandem unbekannt, die Ölsardinen in Dosen. Ob auf dem Brot, in einer würzigen Tunke zu den Spaghetti oder mit einer Rohkostgarnitur, die Ölsardinen in Dosen sind beliebt, schmecken und sind viel verwendbar. Hier soll ein wenig tiefer in die Dose mit den kleinen Fischen gesehen werden.

Geräucherter Seelachs

Geräucherter Seelachs

Als Geräucherter Seelachs bezeichnet man Stücke oder Seiten von gesalzenem oder vorgesalzenem Seelachs. Geräucherter Seelachs wird immer kalt geräuchert.

Thunfisch in Öl

Thunfisch in Öl

Den Thunfisch genießen die Leute seit alten Zeiten. Heutzutage wird der Thunfisch öfter in Dosen verwendet. Thunfisch in Dose oder frisch kann man ganzjährig in den Geschäften kaufen. Vom Thunfisch in Dose kann man Salate, Beilagen und aller Art Speisen vorbereiten. Der Thunfisch ist besonders gesund und beugt Herzkrankheiten dank der 3-Omega-Fetten und Vitamine B vor.

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