Paranuss

Paranuss
Paranuss

Paranüsse warden häufig auch brasilianische Nüsse oder Butternüsse genannt. Sie sind die Samen des Juvia Baums (Bertholetia excelsa), der ausschließlich in den tropischen Wäldern des Amazon in Südamerika gedeiht. Die Bäume erreichen eine Höhe von 30 bis 45 Meter und haben einen Stammdurchmesser bis zu 2 Metern; sie gehören zu den größten Bäumen der Regenwaldregion. Laut Berichten von Einheimischen leben die Bäume 500 Jahre oder länger. Dieser wertvolle brasilianische Nußbaum "castanheira" steht unter Schutz und darf nicht gefällt werden.

 
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Wissenswertes über die Paranuss

Von der Blüte bis zur Nuß braucht es 14 Monate. Die Nüsse haben eine dreieckige Form und wachsen in einer stachligen 10 bis 15 cm großen Kapsel. Jede Kapsel kann 15 bis 40 Nüsse enthalten und 2 Kilo wiegen. Sie erreicht dann etwa die Größe einer Kokosnuß. Reife Kapseln fallen von Januar bis Juni vom Baum und werden aufgesammelt.

Der Paranussbaum wächst in den tropischen Regenwäldern in Südamerika im Amazonasgebiet, ein weiteres Verbreitungsgebiet liegt in Südmexiko, Kolumbien, Venezuela, Peru, Bilivien und Brasilien. Der Paranussbaum erreicht eine Größe von 20 - 50 m und ein Alter bis zu 500 Jahren. Paranussbäume wachsen relativ langsam, so dass es einige Jahre dauert bis der Baum die ersten Blüten und Früchte trägt, teilweise brauchen Paranussbäume 10 Jahre bis zur Ausbildung erster Früchte. Der Paranussbaum bildet kokosnussartige Kapselfrüchte aus, welche eine Größe von 10 cm bis ca. 16 cm Durchmesser erreichen, jede Frucht enthält ca. 10 - 25 Samen. Die Samen haben eine Größe von 2 x 5 cm, sie verfügen über eine verholzte Samenschale. Wenn die Frucht reif ist, entsteht eine Öffnung an der abgewandten Seite zum Stengel. Ein Paranussbaum trägt 100 - 500 Kapseln und kann 1000 bis 8000 Früchte ausbilden.

Die Paranuss

Die Paranüsse befinden sich in einer Kapsel mit einer Größe von 10-16 cm, das Gewicht beträgt ca. 1,2 kg. Eine Paranussfrucht enthält 10-16 Paranüsse, welche in einer Frucht dicht nebeneinander liegen. Die Blütezeit für die Frucht liegt zum Ende der Regenzeit im September, die Bestäubung der Früchte erfolgt durch eine spezielle Bienenart, der weiblichen Orchideenbiene. Die Entwicklung der Frucht Coco kann bis 15 Monate dauern. Die Haupterntezeit für die Früchte liegt im Zeitraum von Januar bis März, mit einem Buschmesser werden die Kapseln abgeschlagen und die Paranüsse freigelegt. Die Nüsse werden nachfolgend bei hohen Temperaturen getrocknet.

Inhaltsstoffe der Paranuss

Anteil der Inhaltsstoffe der Paranuss : Wasser (3,5 g), Proteine (14,3 g), Zucker (2,3 g), Stärke (0,25 g), Ballaststoffe (7,5 g), Fette (66,4 g), gesättigte Fettsäure (15,1 g), ungesättigte Fettsäure (25,5 g), mehrfach ungesättigte Fettsäure (20,6 g), Natrium (3 mg), Magnesium (376 g), Phosphor (725 g), Kalium (655 mg), Calcium (160 mg), Eisen (2,4 mg), Vitamin C (0,7 mg), B6 (0,1 mg) und E (5,7 mg). Weiterhin enthalten Paranüsse Selen (1,9 mg) und wird von Fachleuten als das Lebensmittel mit dem höchsten bekannten Selengehalt beschrieben. Selen ist der Hauptbestandteil des Glutathion Enzyms, welches einen hohen Entgiftungsfaktor im Stoffwechsel hat. Rohe Nüsse sind also ein wertvoller Snack mit einem unersatzbaren Nährwert.

Anwendung der Paranuss bei Erkrankungen

In Brasilien werden Paranüsse bei Hepatitiserkrankungen angewendet. Die Wirkstoffe der Paranuss beeinflussen positiv Schilddrüse, Knochen, Nervensystem, Herz- Kreislauf, Blutbildung und kräftigen Haare, Haut und Nägel. Die Proteine der Paranuss führen teilweise zu allergischen Reaktionen.

Verwendung der Paranuss

Die Paranüsse werden gemahlen, gerieben, gehackt, gehobelt und für Kuchen, Gebäck, Salat, Pudding und Nussmilch benötigt. Die Paranüsse werden weltweit auch gerne als Knabbergebäck geröstet, gesalzen und in Naturform verwendet. Weiterhin kommt das Paranussöl bei der Cremeherstellung zum Einsatz. Man benutzt die Paranuss außerdem zur Herstellung von Öl, Kosmetik und Süßigkeiten. Die Nüsse werden geschält (sie sind dann weiß), geröstet oder zerkleinert angeboten und enthalten viel Protein, Eisen, Thiamin und Selen . Viele Ärzte empfehlen Paranüsse wegen des hohen Arginingehalts auch bei Erkältungen. Wie alle anderen Nußarten kann auch die Paranuß Allergien auslösen.

Wertvolles Öl der Paranuss

Ausgepreßt wird aus den Nüssen Öl, das reichhaltig an ungesättigten Fettsäuren (incl. Omega 6 und 9) ist und einen angenehmen nussigen Duft hat. Das wertvolle Öl wird gern in Cremes, Seifen und Haarprodukten verwendet, aber auch für Präzisionsmaschinen.

Aufbewahrung von Paranüssen

Brazil, Peru, Bolivia, Venezuela, Colombia, Guyana sind die derzeitigen Exportländer. Laut Gesetz ist es dort zugelassen, daß die neue Ernte mit Nüssen aus dem letzten Jahr vermischt werden darf. Das heißt für den Verbrauchen im Klartext, daß die Paranüsse schnellstmöglich verzehrt werden sollten. Auch bei noch nicht abgelaufenem Haltbarkeitsdatum findet sich hin und wieder eine ranzige Nuß. Man erkennt sie gleich am schlechten, öligen Geruch und an der runzligen Haut. Paranüsse sind, wie auch alle anderen Trockennüsse, leicht von Lebensmittelmotten befallbar. Sie sollten deshalb trocken, dunkel und luftdicht verschlossen gelagert werden. Beim Transport können sich Paranüsse durch den hohen Fettgehalt und eine Enzymabspaltung bei Licht oder Hitze selbst entzünden, was dann die Qualität vermindert oder die Nüsse verderben läßt. Durch Schimmelpilze kann dann das Gift Aflatoxin, was jedoch im Export- und Importland überprüft wird.

 

Nährwert
(auf 100g Paranuss)
kcal: 670 KJ
KJ: 2803 KJ
Kohlenhydrate: 3,6 g
Proteine: 13,6 g
Fett: 66,8 g
Wasser: 5,6 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Paranuss)
Niacin: 0,2 mg
Vitamin A: 3 µg
Vitamin B1: 1 mg
Vitamin B2: 0,04 mg
Vitamin B6: 0,11 mg
Vitamin C: 2 mg
Vitamin E: 7,6 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Paranuss)
Calcium: 130 mg
Eisen: 3,4 mg
Kalium: 644 mg
Magnesium: 160 mg
Natrium: 2 mg
Phosphor: 674 mg

Kürbiskerne

Kürbiskerne

Kürbiskerne sind die Samen der Kürbisse und enthalten als solche alle wichtigen Nährstoffe, die ein ausgewachsenener Kürbis benötigt. Der Verzehr von Samen etlicher Pflanzen ist für den Menschen äußerst gesund. Speziell die Kürbiskerne enthalten aber eine Kombination von Phytosterinen, Enzymen, Vitaminen und Wirkstoffen, die besonders bei Blasenleiden und Prostatabeschwerden helfen und diesen vorbeugen.

Leinsamen, ungeschält

Leinsamen, ungeschält

Leinsamen sind kleine dunkelbraune Körnchen, die eine leckere Abwechslung in unsere Küche bringen. Sie haben einen nussig-würzigen Geschmack und lassen sich in Salaten, bei Brot, Brötchen oder im Müsli verwerten. Die Nährstoffbombe ist unheimlich reich am Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und vor allen Dingen essentiellen, ungesättigten Fettsäuren.

Macadamianuss

Macadamianuss

Die Macadamianuss ist auch als die "Königin der Nüsse" bekannt und kommt ursprünglich aus Australien. Die Gattung Macadamia gehört zu den Pflanzen der Silberbaumgewächse. Außerdem zählt sie zu den Schließfrüchten, da die Schicht der Fruchtwand verholzt und nur einen einzelnen Samen umschließt. Somit gehört die Macadamianuss mit der Haselnuss und der Edelkastanie zu den Nüssen aufgrund der botanischen Lehre.

Mandel

Mandel

Die Mandel ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Rosengewächse gehört. Die Früchte, die einmal im Jahr geerntet werden können, sind längliche, eiförmige Steinfrüchte, die eine graue und lederartige Fruchtschale haben. Seit ca. 4000 Jahren wird die Mandel durch Menschen kultiviert und heutzutage hauptsächlich in Kalifornien, aber auch in Pakistan, Iran und dem Mittelmeerraum angebaut. Man kann zwischen zwei Mandelarten unterscheiden, der süßen Mandel und der bitteren Mandel.

Mohnsamen

Mohnsamen

Bekannt und beliebt sind Mohnkuchen und Mohnbrötchen, doch dass die verwendeten Mohnsamen reich an Calcium und ungesättigten Fettsäuren sind ist weniger bekannt. Viel zu oft werden nur auf die Mythen rund um den Mohn geachtet, so dass manche bereits den Verzehr von Mohn für gefährlich halten. Wahr ist dagegen, dass Mohnsamen Morphine und Codeine in so geringen Mengen enthalten, dass der Verzehr in verarbeiteter Form selbst für Kinder unbedenklich ist. Entsprechende Veröffentlichungen sind auch im Rahmen der Lebensmittelsicherheit erschienen und können dort auch online eingesehen werden.

Pekannuss - Pekanüsse vom Pekannussbaum (Carya illinoinensis)

Pekannuss - Pekanüsse vom Pekannussbaum (Carya illinoinensis)

Der Pekannussbaum (botanischer Name Carya illinoinensis) stammt aus den Südstaaten der USA, sowie Australien und Mexiko. Im Staate Texas ist der Pekannussbaum der offizielle Staatsbaum. Es ist der wichtigste Nußbaum in Nordamerika, der bis zu -20 Grad Kälte verträgt und den dortigen Indianern das Überleben im Winter garantierte. Schon die Ureinwohner Nordamerikas, die Algonkin, wußten Pekannuss zu schätzen. Es gab Pekannussbäume in so großer Zahl, daß der Baum nicht einmal einen Namen hatte.

Pinienkerne

Pinienkerne

Pinienkerne stammen aus dem Zapfen der Pinie (pinius pinea), einer im Mittelmeerraum heimischen Pflanze, die bis zu 30 Metern hoch wächst. Sie trägt auch den Namen Mittelmeerkiefer oder Schirmkiefer. Der Baum benötigt ca. ein Alter von 20 Jahren, bis sich die Ernte der Pinienkerne lohnt. Dieser Herkunft verdanken Pinienkernen auch ihren harzigen und mandelartigen Geschmack. Sie unterschieden sich von allen anderen Nüssen dadurch, dass sie viel weicher sind. Die Zapfen mit den Kernen werden zwischen April und Oktober manuell von den "pineros" geerntet.

Pistazienkerne

Pistazienkerne

Die Königin von Saba muss Pistazienkerne sehr geliebt haben, denn sie soll die köstliche Knabberei zur königlichen Frucht erklärt und deren Verzehr für das einfache Volk verboten haben. Bei Pistazienkernen handelt es sich um die Frucht des gleichnamigen Baumes. Nur diejenig Art gilt als "echte Pistazie", bei der die Pflanze entweder weibliche oder männliche Blüten trägt, nicht beide.

Sesamsamen

Sesamsamen

Bei Sesamsamen handelt es sich um die Samenkörner der Sesampflanze. Sie können cremefarben, bräunlich oder schwarz gefärbt sein. Sesam ist eine weit verbreitete Kulturpflanze und wahrscheinlich eine der ältesten Ölpflanzen der Welt. Beheimatet ist der Sesam ursprünglich in Teilen Afrikas und Indiens, wird heute aber in allen tropischen und subtropischen Regionen angebaut.

Sonnenblumenkerne

Sonnenblumenkerne

Sonnenblumenkerne sind wahre Allrounder, die aus der modernen Küche und als Snack für zwischendurch nicht wegzudenken sind. Als Zugabe in Salaten oder sogar Suppen sowie als Brotzugabe sind sie das i-Tüpfelchen, das zum Abrunden eines schmackhaften Essens beiträgt. Als gesunde Alternative zu Olivenölen tragen sie außerdem zum Gelingen von Salaten aller Art bei. Gut, dass Sonnenblumen und ihre Derivate nicht nur äußerst lecker, sondern darüber hinaus auch richtig gesund sind.

Walnuss

Walnuss

Die Walnuss gedeiht auf dem Walnussbaum, der auch in Deutschland gute Wachstumsbedingungen vorfindet und in vielen Gärten zu finden ist. Leider trägt dieser erst sehr spät die ersten Früchte. Nach dem Anpflanzen können gern bis zu zehn Jahre bis zur ersten Walnussernte vergehen. Die optimale Erntezeit für Walnüsse beginnt etwa Ende August und geht bis Mitte September, dann sind die Walnüsse noch von einer grünen und sehr harten Schutzhülle umgeben. Diese Schutzhülle platzt auf, wenn die reifen Walnüsse auf den Boden fallen. Die reifen Walnüsse müssen nun nur noch aufgesammelt werden.

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