Mandel

Mandel
Mandel

Die Mandel ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Rosengewächse gehört. Die Früchte, die einmal im Jahr geerntet werden können, sind längliche, eiförmige Steinfrüchte, die eine graue und lederartige Fruchtschale haben. Seit ca. 4000 Jahren wird die Mandel durch Menschen kultiviert und heutzutage hauptsächlich in Kalifornien, aber auch in Pakistan, Iran und dem Mittelmeerraum angebaut. Man kann zwischen zwei Mandelarten unterscheiden, der süßen Mandel und der bitteren Mandel.

 
Anzeige

Bestandteile der Mandel

Die süße Mandel hat eine zimtbraune, rauhe Haut und ist die Mandel, die wir aus unseren Speisen und Produkten kennen. Man kann sie in Rohform essen, aber auch in Likören, Marzipan und in Mehlspeisen findet sie Verwendung. Bittere Mandeln sind zum Rohgenuss nicht geeignet, weil sie ein Blausäure erzeugendes Glykosid enthalten.

Die Bestandteile einer süßen Mandel teilen sich folgendermaßen auf. Sie bestehen zu 2,3% aus Kohlenhydraten, 5,7% Wasser, 15,2% Rohfaser, 18,7% Proteine und 58,15% Fette. Der Nährwert beträgt pro 100 Gramm 2383 kJ was eine Wert von 570 kcal entspricht. Sie enthalten einen großen Teil an Mandelöl, aber auch Spuren von Zucker, und Vitaminien wie Vitamin A und Vitamin E. Auch Mineralien sind zu einem großen Maße enthalten. Der Anteil von Calcium liegt bei einer Menge von 100 Gramm bei ungefähr 252 mg, Magnesium bei 170 mg und Kalium als höchster Anteil bei 835 mg. Angemerkt muss dazu noch werden das Mandeln im botanischen Sinne gesehen keine Nüsse, sonder sogenannte Steinfrüchte sind.

Mandeln und ihre unterschiedlichen Arten

Entscheidend für die Verwendung ist die angebaute Sorte, welche alle verschiedene Eigenschaften vorweisen, die ihre Verwendung bestimmen. Der französiche Anbau beispielsweise (Franzosen verwenden die Mandel sehr zahlreich zum Kochen und Backen) besteht aus circa 30% Ferraduel, und 60% Ferragnès. Die Ferraduel Mandel, die durch die flache Form hauptsächlich in Dragees Verwendung findet, ist Mitte September reif. Die bekannteste Mandel und damit die, welche in größter Menge weltweit angebaut wird, ist die Nonpareil-Mandel. Sie hat ihren Ursprung in Kalifornien. Als spanische Mandel ist die "Marcona" berühmt. Alle anderen spanischen Mandeln werden unter der Kategorie "Valencia" geführt. Unter den französischen Sorten ist die Mandel "Ai" die besonderste. Diese sehr alte Mandelart, die auf provinzalischem Boden wächst, wird sehr von Konditoren geschätzt, nicht nur weil sie sehr süß ist, sondern auch einen einzigartig intensiven Mandelgeschmack vorweist. Die ganze Produktion dieser Mandel hat sich ein einziger französicher Bäcker zu seinem Eigen gemacht. Leichter zu finden, und als ähnliches Produkt zu handeln ist die Ferrastar Mandel. Sie hat auch einen sehr süßen Geschmack, und lässt sich in unzähligen Produkten in allen Bereichen sehr gut verarbeiten. Eine deutsche Sorte gibt es auch, sie nennt sich "Dürkheimer Krachenmandel", und wächst vorwiegend auf Weinbergen.

Die Herkunft der Mandel

Die Mandel ist die Frucht des Rosengewächses Mandelbaum und gehört zur Gattung der Steinfrüchte. Der essbare Kern der Mandel ist weiß und mit einer bräunlichen, lederartigen Fruchtschale umhüllt. Die Schale ist sehr hart, länglich-eiförmig und rau in seiner Struktur und mit Unebenheiten versehen. Seit über 4000 Jahren wird der Mandelbaum kultiviert. Das Abbaugebiet des Mandelbaums ist vorwiegend in Kalifornien, Mittelmeerraum, Iran und auch Pakistan und China. In manchen deutschen Weinbaugebieten reifen Mandeln, die wahrscheinlich von den Römern mit dem Wein zusammen eingeführt wurden.

Mandeln und ihre Verwendung

Die Mandel gibt es als Süße Mandel, mit einer rauen, zimtbraunen Haut, die vorwiegend für den Rohgenuss, als auch zum Backen und in der Herstellung von Marzipan und Likör verwendet wird. Vor dem Verzehr wird die Mandel in heißem Wasser gebrüht, so kann die leicht bitter schmeckende Haut einfach gelöst werden. Wieder getrocknet können Sie zu Mehl verarbeitet oder geraspelt und gesplittert werden. In dieser Form nutzt man Sie zur Dekoration oder zum Backen. An Jahrmarktsständen ist die Süße Mandel als beliebte „gebrannte Mandel" erhältlich und ist in Zucker karamellisiert. Eine weitere Mandelart, die verarbeitet wird ist der Aprikosenkerne (Perzipan, als günstigeres Marzipan).

In der Kosmetik werden die Öle der Mandel sehr gerne verwandt. In sehr vielen Produkten sind die pflegenden Substanzen enthalten, die vorwiegend für einen samtigen Hautschimmer sorgen. In der Madelkleie wirken die Inhaltsstoffe hautreinigend und als Öl getrunken leicht abführend. Die vielen Vitamine wie A, B und E, als auch die Öle finden in der Mandelmilch heilende und kühlende Wirkung für leichte Schürfwunden oder pflegen trockene Haut. Aber auch in vielen Aufbau- und Nachtcremes sind Mandelöle enthalten, die eine straffere Haut versprechen.

Die Bittermandel

Die Bittere Mandel ist nicht für den Rohverzehr geeignet, da sie blausäureerzeugendes Glykosid enthält. Eine bittere Mandel enthält in etwa 1 mg Blausäure, 50 - 60 Kerne von einem Erwachsenen verzehrt entsprechen einer tödlichen Dosis, bei Kinder genügen 6 - 10 Mandeln. Allerdings kann Bittermandel als Aroma in unbedenklichen kleinen Dosen zum Backen verwendet werden. In der Homöopathie wird die bittere Mandel bei Diphtherie und Asthma angewendet. Blausäure ist auch in den Samen oder Kernen von Apfel, Birne, Pfirsich, Kirsche und Pflaume enthalten, allerdings in weit geringerer Dosis als in der Bitter Mandel.

Gesunde Mandel und ihre Nährwerte

Doch nicht nur geschmacklich ist eine Mandel sehr zu empfehlen. Epidemologische Studien haben gezeigt, dass der regelmäßige Verzehr von Mandeln das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und der daraus resultierenden Mortalität senken kann. Bereits 20 Gramm am Tag reichen aus, um das Risiko für Herzkrankheiten zu halbieren. Ausserdem haben sie die Fähikeit das Cholesterin zu senken. Auch ein hoher Anteil an Folsäure, welcher besonders in der Schwangerschaft sehr wichtig ist, kann man einer Mandel zuschreiben. Die Mandel verfügt über einen Anteil von 60% an Fetten, die restlichen 40% setzen sich aus Wasser, Rohfaser, Proteine und Kohlehydrate wie Zucker zusammen. Eine Portion von 100 g enthält 570 kcal (2383 kJoules). Mandeln gehören nicht zur Gattung der Nüsse, sondern sind im botanischen Sinn Steinfrüchte.

Nährwert
(auf 100g Mandel)
kcal: 583 KJ
KJ: 2441 KJ
Kohlenhydrate: 5,4 g
Proteine: 18,7 g
Fett: 54,1 g
Wasser: 5 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Mandel)
Niacin: 4,1 mg
Vitamin A: 23 µg
Vitamin B1: 0,22 mg
Vitamin B2: 0,6 mg
Vitamin B6: 0,16 mg
Vitamin C: 0 mg
Vitamin E: 25,2 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Mandel)
Calcium: 252 mg
Eisen: 4,1 mg
Kalium: 835 mg
Magnesium: 170 mg
Natrium: 20 mg
Phosphor: 454 mg

Kürbiskerne

Kürbiskerne

Kürbiskerne sind die Samen der Kürbisse und enthalten als solche alle wichtigen Nährstoffe, die ein ausgewachsenener Kürbis benötigt. Der Verzehr von Samen etlicher Pflanzen ist für den Menschen äußerst gesund. Speziell die Kürbiskerne enthalten aber eine Kombination von Phytosterinen, Enzymen, Vitaminen und Wirkstoffen, die besonders bei Blasenleiden und Prostatabeschwerden helfen und diesen vorbeugen.

Leinsamen, ungeschält

Leinsamen, ungeschält

Leinsamen sind kleine dunkelbraune Körnchen, die eine leckere Abwechslung in unsere Küche bringen. Sie haben einen nussig-würzigen Geschmack und lassen sich in Salaten, bei Brot, Brötchen oder im Müsli verwerten. Die Nährstoffbombe ist unheimlich reich am Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und vor allen Dingen essentiellen, ungesättigten Fettsäuren.

Macadamianuss

Macadamianuss

Die Macadamianuss ist auch als die "Königin der Nüsse" bekannt und kommt ursprünglich aus Australien. Die Gattung Macadamia gehört zu den Pflanzen der Silberbaumgewächse. Außerdem zählt sie zu den Schließfrüchten, da die Schicht der Fruchtwand verholzt und nur einen einzelnen Samen umschließt. Somit gehört die Macadamianuss mit der Haselnuss und der Edelkastanie zu den Nüssen aufgrund der botanischen Lehre.

Mohnsamen

Mohnsamen

Bekannt und beliebt sind Mohnkuchen und Mohnbrötchen, doch dass die verwendeten Mohnsamen reich an Calcium und ungesättigten Fettsäuren sind ist weniger bekannt. Viel zu oft werden nur auf die Mythen rund um den Mohn geachtet, so dass manche bereits den Verzehr von Mohn für gefährlich halten. Wahr ist dagegen, dass Mohnsamen Morphine und Codeine in so geringen Mengen enthalten, dass der Verzehr in verarbeiteter Form selbst für Kinder unbedenklich ist. Entsprechende Veröffentlichungen sind auch im Rahmen der Lebensmittelsicherheit erschienen und können dort auch online eingesehen werden.

Paranuss

Paranuss

Paranüsse warden häufig auch brasilianische Nüsse oder Butternüsse genannt. Sie sind die Samen des Juvia Baums (Bertholetia excelsa), der ausschließlich in den tropischen Wäldern des Amazon in Südamerika gedeiht. Die Bäume erreichen eine Höhe von 30 bis 45 Meter und haben einen Stammdurchmesser bis zu 2 Metern; sie gehören zu den größten Bäumen der Regenwaldregion. Laut Berichten von Einheimischen leben die Bäume 500 Jahre oder länger. Dieser wertvolle brasilianische Nußbaum "castanheira" steht unter Schutz und darf nicht gefällt werden.

Pekannuss - Pekanüsse vom Pekannussbaum (Carya illinoinensis)

Pekannuss - Pekanüsse vom Pekannussbaum (Carya illinoinensis)

Der Pekannussbaum (botanischer Name Carya illinoinensis) stammt aus den Südstaaten der USA, sowie Australien und Mexiko. Im Staate Texas ist der Pekannussbaum der offizielle Staatsbaum. Es ist der wichtigste Nußbaum in Nordamerika, der bis zu -20 Grad Kälte verträgt und den dortigen Indianern das Überleben im Winter garantierte. Schon die Ureinwohner Nordamerikas, die Algonkin, wußten Pekannuss zu schätzen. Es gab Pekannussbäume in so großer Zahl, daß der Baum nicht einmal einen Namen hatte.

Pinienkerne

Pinienkerne

Pinienkerne stammen aus dem Zapfen der Pinie (pinius pinea), einer im Mittelmeerraum heimischen Pflanze, die bis zu 30 Metern hoch wächst. Sie trägt auch den Namen Mittelmeerkiefer oder Schirmkiefer. Der Baum benötigt ca. ein Alter von 20 Jahren, bis sich die Ernte der Pinienkerne lohnt. Dieser Herkunft verdanken Pinienkernen auch ihren harzigen und mandelartigen Geschmack. Sie unterschieden sich von allen anderen Nüssen dadurch, dass sie viel weicher sind. Die Zapfen mit den Kernen werden zwischen April und Oktober manuell von den "pineros" geerntet.

Pistazienkerne

Pistazienkerne

Die Königin von Saba muss Pistazienkerne sehr geliebt haben, denn sie soll die köstliche Knabberei zur königlichen Frucht erklärt und deren Verzehr für das einfache Volk verboten haben. Bei Pistazienkernen handelt es sich um die Frucht des gleichnamigen Baumes. Nur diejenig Art gilt als "echte Pistazie", bei der die Pflanze entweder weibliche oder männliche Blüten trägt, nicht beide.

Sesamsamen

Sesamsamen

Bei Sesamsamen handelt es sich um die Samenkörner der Sesampflanze. Sie können cremefarben, bräunlich oder schwarz gefärbt sein. Sesam ist eine weit verbreitete Kulturpflanze und wahrscheinlich eine der ältesten Ölpflanzen der Welt. Beheimatet ist der Sesam ursprünglich in Teilen Afrikas und Indiens, wird heute aber in allen tropischen und subtropischen Regionen angebaut.

Sonnenblumenkerne

Sonnenblumenkerne

Sonnenblumenkerne sind wahre Allrounder, die aus der modernen Küche und als Snack für zwischendurch nicht wegzudenken sind. Als Zugabe in Salaten oder sogar Suppen sowie als Brotzugabe sind sie das i-Tüpfelchen, das zum Abrunden eines schmackhaften Essens beiträgt. Als gesunde Alternative zu Olivenölen tragen sie außerdem zum Gelingen von Salaten aller Art bei. Gut, dass Sonnenblumen und ihre Derivate nicht nur äußerst lecker, sondern darüber hinaus auch richtig gesund sind.

Walnuss

Walnuss

Die Walnuss gedeiht auf dem Walnussbaum, der auch in Deutschland gute Wachstumsbedingungen vorfindet und in vielen Gärten zu finden ist. Leider trägt dieser erst sehr spät die ersten Früchte. Nach dem Anpflanzen können gern bis zu zehn Jahre bis zur ersten Walnussernte vergehen. Die optimale Erntezeit für Walnüsse beginnt etwa Ende August und geht bis Mitte September, dann sind die Walnüsse noch von einer grünen und sehr harten Schutzhülle umgeben. Diese Schutzhülle platzt auf, wenn die reifen Walnüsse auf den Boden fallen. Die reifen Walnüsse müssen nun nur noch aufgesammelt werden.

Weitere Bilder von Mandel