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Macadamianuss
Macadamianuss

Macadamianuss

Die Macadamianuss ist auch als die "Königin der Nüsse" bekannt und kommt ursprünglich aus Australien. Die Gattung Macadamia gehört zu den Pflanzen der Silberbaumgewächse. Außerdem zählt sie zu den Schließfrüchten, da die Schicht der Fruchtwand verholzt und nur einen einzelnen Samen umschließt. Somit gehört die Macadamianuss mit der Haselnuss und der Edelkastanie zu den Nüssen aufgrund der botanischen Lehre.

Königin der Nüsse

Die Macadamianuß ist wohl die bestschmeckenste und teuerste Nuß der Welt und wird daher zu Recht die Königin der Nüsse genannt. Sie wird auch Baphalnuß, Australnuß und Queenslandnuß genannt. Macadamianüsse wachsen wild in der Natur und sind seit vielen Jahrhunderten eine fett- und proteinhaltige Nahrungsquelle für die australischen Ureinwohner Aborigines. Der Naturwissenschaftler Ferdinant von Müller entdeckte die Macadamianuß 1881 in den Regenwäldern von Queensland und benannte sie nach dem befreundeten Arzt McAdam. Allan Cunningham war der erste Botaniker, der über Macadamianüsse schrieb. Der erste Plantagenanbau wurde in Hawaii betrieben. Hawaii und Australien sind mit etwa ¾ des Marktanteils derzeit die weltgrößten Produzenten, zusätzlich existieren noch Plantagen in Mexico, Brasilien, Südafrika, Kenia, Costa Rica und Guatemala.

Besonderheiten der Macadamianuss

Die Macadamianüsse wachsen auf bis zu 15 m hohen immergrünen Nußbäumen in traubenähnlicher Form. Im reifen Zustand fallen die Nüsse vom Baum und brauchen dann nur noch aufgesammelt zu werden. Bei kontrolliert biologischem Anbeu werden die Nüsse natürlich in der Sonne getrocknet, ansonsten in Heißluftöfen. Es gibt eine Sorte mit glatter und eine Sorte mit rauher Schale. Letztere ist die uns bekannte Macadamianuß mit dem vollmundigen Nußgeschmack und dem feinen butterartigen Aromen. Dieser Nußtyp enthält weniger Süße und einen wesentlich höheren Ölgehalt. Der Nußkern ist weich und cremefarben, die Schale ist allerdings sehr schwer zu öffnen. Man erhält Macadamianüsse fast ausschließlich geschält.

Die Macadamianuss und ihre Arten

Es gibt vier unterschiedliche Macadamianuss Arten, von denen zwei essbar sind, die anderen beiden Macadamianuss Arten sind zu bitter. Trotzdem werden diese Nüsse auch von den Aborigines verzehrt, allerdings erst nachdem sie behandelt wurden. Entdeckt wurde die Gattung von den beiden Botanikern Ferdinand von Müller und Walter Hill um 1857 in Queensland in Australien. Benannt wurde die Gattung nach dem Wissenschaftler John McAdam. Heute wachsen die Bäume auch unter anderem in Neuseeland, Kenia, Israel, Brasilien, Paraguay, Kalifornien und Hawaii, während Hawaii heutzutage der größte Produzent der Macadamianuss ist. Von den beiden bekannten Arten Macadamia tetraphylla und Macadamia terniflora stammen die essbaren Nüsse.

Macadamianuss - Anbau und Ernte

Bereits die Aborigines wussten die Vorzüge der Macadamianuss zu schätzen. Die Macadamianuss zählt zu den eiweiß- und fettreichen Nahrungsmitteln. Die Aborigines nannten die wildwachsende Macadamianuss "Kindal Kindal". Aufgrund des komplizierten Anbaus und der schwierigen Weiterverarbeitung zählt die Macadamianuss zu den teuersten Nüssen weltweit. Die Macadamianuss reift zwar am Baum, wird aber vom Boden geerntet und danach müssen die Nüsse noch einige Monate gut belüftet lagern. Nachdem die Macadamianüsse geschält wurden, müssen sie weitere Monate lagern, bis der Wassergehalt auf etwa zwei Prozent reduziert wurde. Die Macadamianuss wird fast ausschließlich geschält verkauft, da die Schale für die üblichen Nussknacker zu hart ist.

Inhaltsstoffe und Verzehr der Macadamianuss

Die Macadamianuss schmeckt sehr gut und enthält pflanzliche Fette. Der Anteil an pflanzlichen Fetten ist relativ hoch und besteht größtenteils aus ungesättigten Fettsäuren, die ein- oder mehrfach sind. Außerdem enthalten die wohlschmeckenden Nüsse Calcium, Eisen, Vitamin B und Phosphor. Die Macadamianuss gehört zu den gesunden Nüssen. Die Macadamianüsse werden im Handel unbehandelt oder auch weiterbearbeitet wie zum Beispiel geröstet, gesalzen, gewürzt oder sogar mit Schokolade überzogen angeboten. Den Nüssen und dazu zählt auch die Macadamianuss wird eine positive Wirkung, speziell auf die Gesundheit und zwar das Herz-Kreislauf-System nachgesagt. Diverse Studien belegen, dass durch den täglichen Verzehr von etwa 10 Macadamianüssen schon nach vier Wochen der Blutcholesterinspiegel um zwölf Prozent gesenkt werden konnte. Allerdings sollten die Nüsse unbehandelt und im Rohzustand gegessen werden.

Gesund mit Nüssen

Nachdem die Nüsse jahrelang durch ihre pflanzlichen Fette verpönt waren, haben die Forscher in den letzten Jahren viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit durch den regelmäßigen Verzehr von Nüssen entdeckt und zwar schon durch den Gehalt der ungesättigten Fettsäuren. Nüsse helfen nicht nur bei Herz- und Kreislauferkrankungen und senken den Cholesterinspiegel, sie unterstützen auch die Gefäße und reduzieren das Infarktrisiko. Außerdem mindern Nüsse das Krebsrisiko für Magen und Prostata und stabilisieren den Zuckerwert. Auch die Kosmetikindustrie kennt die Vorzüge der Macadamianüsse und verwendet für ihre Produkte das Öl der Macadamianuss.

Macadamianüsse: Wertvoll und nahrhaft 

Macadamianüsse sind unglaublich nahrhaft. Sie liegen mit einem Fettgehalt von 75 % an erster Stelle aller Nüsse. Selbst die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt diese Nußart, denn sie enthält über 80 % ungesättigte Fettsäuren, wie auch Linolsäure. Studien in allen Weltteilen (unter anderem von der Harvard Universität) haben bestätigt, daß Macadamianüsse aus diesem Grund sehr gute Auswirkungen auf zahlreiche Stoffwechselvorgänge, inclusive des Cholesterinspiegels haben. Darüber hinaus wird durch die ungesättigten Fettsäuren eine Vorbeugung gegen Herz- und Kreislauferkrankungen erzielt. Ebenfalls reichhaltig versorgt wird man mit Vitamin A, B1 und B2, Niacin und den Mineralien Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen und Phosphor. Hundert Gramm Macadamianüsse entsprechen einem Brennwert von 700 Kalorien und versorgen uns gleichzeitig mit etwa 10 g Protein und 15 g Kohlehydraten.

Lagerung von Macadamianüssen

Macadamianüsse sind bei kühler und trockner Lagerung bis zu zwei Jahre haltbar. Aufgrund der überaus großen Beliebtheit kann es trotz hoher Importzahlen vorkommen, daß die Nüsse im Geschäft ausverkauft sind. Der einzig negative Punkt an Macadamianüssen ist das Öffnen. Ein normaler Nußknacker kann es mit diesen Nüssen nicht aufnehmen, die Nuß wird eher den Nußknacker zerstören. Man kann es mit einer Rohrzange versuchen oder am besten mit einem Hammer oder einem Stein, wie die Einheimischen.

 

 

 

 

 

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