Kürbiskerne

Kürbiskerne
Kürbiskerne

Kürbiskerne sind die Samen der Kürbisse und enthalten als solche alle wichtigen Nährstoffe, die ein ausgewachsenener Kürbis benötigt. Der Verzehr von Samen etlicher Pflanzen ist für den Menschen äußerst gesund. Speziell die Kürbiskerne enthalten aber eine Kombination von Phytosterinen, Enzymen, Vitaminen und Wirkstoffen, die besonders bei Blasenleiden und Prostatabeschwerden helfen und diesen vorbeugen.

 
Anzeige

Herkunft und Allgemeines

Kürbiskerne sind die Samen des Kürbisses, einer alten Kulturpflanze, die den Menschen schon seit über 7.000 Jahren bekannt ist. In der Zeit vor der Entdeckung Amerikas kam sie außerhalb des amerikanischen Doppelkontinentes nicht vor, breitete sich jedoch seitdem in allen wärmeren Regionen der Welt aus. Vor allem seit dem 16. Jahrhundert trug der Anbau durch den Menschen zur schnellen Verbreitung bei.

Die fünf Kürbisarten

Von über 800 Kürbisarten, die es weltweit gibt, werden jedoch nur fünf Arten kultiviert. Am häufigsten sind der Riesen-, der Garten- und der Moschuskürbis in den Gärten anzutreffen. Die Früchte der Kürbisse können dabei weit mehr als 200 Kilogramm auf die Waage bringen. Damit sind Kürbisse die Pflanzen mit den größten Früchten überhaupt. Größenunabhängig enthält die Frucht eines Kürbisses jedoch immer etwa 150 Samen.

Botanisch betrachtet handelt es sich beim Kürbis gar nicht um eine Frucht, sondern um eine Beere. Das zugrunde liegende Charakteristikum sind dabei die in Fruchtfleisch eingebettet liegenden Kürbiskerne. Wegen seiner extrem harten Schale wird der Kürbis gemeinhin auch "Panzerbeere" genannt.

Reifezeit und Ernte der Kürbiskerne

Kürbisse benötigen etwa eine Reifezeit von 60-150 Tagen. Erntezeit ist zwischen den Monaten August und Oktober, wobei Kürbisse häufig überreif geerntet werden. Dadurch lässt sich das Fruchtfleisch leichter heraus lösen. Die Verarbeitung der Früchte und das Separieren der Kerne geschieht dann entweder automatisch oder noch von Hand. Die entnommenen Kerne werden von restlichem Fruchtfleisch befreit, gewaschen und anschließend getrocknet. Zu guter letzt werden die Kerne geschält und ein zweites mal getrocknet, bevor sie schließlich dem Handel zugeführt werden.

Kauf und Lagerung von Kürbiskernen

Kürbiskerne sind sowohl ungeschält als auch geschält im Handel zu bekommen. Darüber hinaus können sie naturbelassen, geröstet oder mit Salz versetzt sein. Mit Schokolade überzogen werden sie sogar als Süßspeise angeboten. Doch egal, in welcher Form man Kürbiskerne zu sich nimmt, man sollte dabei immer auf das Haltbarkeitsdatum achten und dieses möglichst nicht überschreiten. Unbehandelte Kürbiskerne halten sich, kühle und trockene Lagerung vorausgesetzt, bis zu einem Jahr.

Verwendung in der Küche

Kürbiskerne eignen sich auf vielfache Art und Weise als Nahrungsergänzungsmittel. Beispielsweise in Form von Kürbiskernöl, welches aus dem Ölkürbis gewonnen wird und sich besonders für die kalte Küche eignet. Die Kürbiskerne verfeinern Müslis, Salate, Suppen und andere Rohkostgerichte ebenso wie Backwaren. Besonders das Kürbiskernbrot sei hier erwähnt. Durch das Backen verstärken sich die Aromen der Kerne und geben ihren Geschmack an den Teig ab.

Kürbiskerne als Arzneimittel

Damit sind Kürbiskerne so wertvoll wie ein Arzneimittel. Der besondere Vorteil der Kürbiskerne gegenüber anderen gesunden Nahrungsmitteln ist ihr guter Geschmack. Sie lassen sich als abendlicher Knabbersnack einsetzen, der nicht so auf die Figur schlägt wie die allseits beliebten Chips. In der Bäckerei sind sie längst bekannt als sehr schmackhafte Zutat für gesunde Vollkorn- oder reine Kürbiskernbrote. Auch als knuspriger Zusatz in Salaten oder dem morgendlichen Müsli eignen sie sich hervorragend.

Wirkung der Kürbiskerne im Körper

Kürbiskerne enthalten viele Vitamine und sind damit sehr gesund für den menschlichen Körper. Sie helfen bei Blasenbeschwerden und Prostataleiden, sind gut für das Herz- Kreislaufsystem und wirken entzündungshemmend. Darüber hinaus sind Kürbiskerne reich an ungesättigten Fettsäuren, die eine wesentliche Rolle im Stoffwechsel und im gesamten Herz-Kreislauf-System spielen. Ein Mangel an diesen Fettsäuren ist schuld an vielen modernen Zivilisationskrankheiten wie Allergien, Rheuma, Gicht und chronischen Leiden. Der Verzehr von Nüssen und Samen, die reich an hochwertigen pflanzlichen Ölen sind, kann krankheitslindernd und vorbeugend wirken.

Wertvolles Kürbiskernöl

Das reine Kürbiskernöl gilt als ein besonders wertvolles und gesundes Speiseöl, das jedem Salat eine würzige Nussnote gibt. Das Öl der Kerne macht etwa 50 % aus. Die enthaltenen ungesättigten Fettsäuren sind Stearinsäure, Palmitinsäure, Ölsäure und Linolsäure. Diese letzte ungesättigte Fettsäure kann vom menschlichen Körper nicht selbst gebildet werden.

Ein weiterer wichtiger Inhaltsstoff ist das antioxidativ wirkende Vitamin E. Ebenso finden sich die Vitamine C, A, D, B1, B2 und B6 in den Kürbiskernen. Das Beta-Carotin, das neben anderen Carotinoiden für die grüne Farbe des Kürbiskernöls sorgt, hilft Schäden der Haut durch Sonnenbestrahlung zu vermeiden. Beim täglichen Verzehr einer Handvoll Kürbiskerne wird der Bedarf an Mineralstoffen und Spurenelemente wie Magnesium, Eisen, Zink und Selen gedeckt.

Kürbiskerne enthalten Phytosterole

Die Phytosterole in den Kürbiskernen findet man in vielen Pflanzenölen. Diese Pflanzensteroide haben eine cholesterinsenkende Wirkung, jedoch am ehesten, wenn man das Cholesterin gleichzeitig aufnimmt. Das bedeutet, dass Kürbiskerne auch öfters zu den normalen Mahlzeiten gegessen werden sollten. Unterstützend bei diesem Prozeß wirkt das enthaltene Lignan, das die Fähigkeit besitzt, das Gesamtcholesterin zu senken und gleichzeitig das positive HDL zu erhöhen. Einer durch Cholesterin verursachten Arteriosklerose kann somit entgegengewirkt werden. Phytosterole bewirken daneben auf die Produktion der schädlichen Blutlipide ein und sorgen damit dafür, dass das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen minimiert werden kann. Man schreibt den Phytosterolen eine ähnliche Struktur wie dem körpereigenen Testosteron zu, hiermit könnte die besondere Wirksamkeit in der Prostata-Therapie erklärt werden.

Ebenfalls in den letztgenannten Wirkungsbereich fallen die Phytoöstrogene der Kürbiskerne, die eine hormonähnliche Wirkung entfalten können und Männern und Frauen gleichermaßen zu einer stabileren Gesundheit verhelfen. Bei Frauen kommt die postitive Wirkung dieser Östrogene besonders in den Wechseljahren zum Tragen. Bei älteren Männern bewirken diese, dass Stoffe, die eine Vergrößerung der Prostata verursachen, gehemmt werden. Allgemein werden Kübiskerne seit Jahrhunderten bei sämtlichen Harnwegserkrankungen eingesetzt.

 

Nährwert
(auf 100g Kürbiskerne)
kcal: 565 KJ
KJ: 2363 KJ
Kohlenhydrate: 14,2 g
Proteine: 24,4 g
Fett: 45,6 g
Wasser: 2,1 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Kürbiskerne)
Niacin: 7,8 mg
Vitamin A: 38 µg
Vitamin B1: 0,22 mg
Vitamin B2: 0,32 mg
Vitamin B6: 0,9 mg
Vitamin C: mg
Vitamin E: 4 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Kürbiskerne)
Calcium: 41 mg
Eisen: 12,5 mg
Kalium: 814 mg
Magnesium: 402 mg
Natrium: 18 mg
Phosphor: 830 mg

Haselnuss

Haselnuss

Die Haselnuss ist eine Schalenfrucht die an einem Haselnussstrauch wächst, der auch in Deutschland beheimatet ist. Hauptanbaugebiet sind allerdings die Mittelmeerländer mit ihrem feuchten und warmen Klima. Der Fruchtkern der Haselnuss ist von einer sehr harten Schale umgeben, die geknackt werden muss damit die Haselnuss gegessen werden kann.

Kastanie-Marone

Kastanie-Marone

Das persische Wort "Kasutah" bedeutet übersetzt "die trockene Frucht" und bezeichnet den urtümlichen Begriff für die heute zu deutsch bekannte: Kastanie-Marone, oder auch anders, Esskastanie genannt. Im Altertum wurde die Nuss für ihren einzigartigen Geschmack sowie ihre wertvollen pflanzlichen Fette, sehr geschätzt und in vielen gebirgigen Gebieten angebaut. Meistens fand man die Nuss im Gebiet zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer.

Leinsamen, ungeschält

Leinsamen, ungeschält

Leinsamen sind kleine dunkelbraune Körnchen, die eine leckere Abwechslung in unsere Küche bringen. Sie haben einen nussig-würzigen Geschmack und lassen sich in Salaten, bei Brot, Brötchen oder im Müsli verwerten. Die Nährstoffbombe ist unheimlich reich am Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und vor allen Dingen essentiellen, ungesättigten Fettsäuren.

Macadamianuss

Macadamianuss

Die Macadamianuss ist auch als die "Königin der Nüsse" bekannt und kommt ursprünglich aus Australien. Die Gattung Macadamia gehört zu den Pflanzen der Silberbaumgewächse. Außerdem zählt sie zu den Schließfrüchten, da die Schicht der Fruchtwand verholzt und nur einen einzelnen Samen umschließt. Somit gehört die Macadamianuss mit der Haselnuss und der Edelkastanie zu den Nüssen aufgrund der botanischen Lehre.

Mandel

Mandel

Die Mandel ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Rosengewächse gehört. Die Früchte, die einmal im Jahr geerntet werden können, sind längliche, eiförmige Steinfrüchte, die eine graue und lederartige Fruchtschale haben. Seit ca. 4000 Jahren wird die Mandel durch Menschen kultiviert und heutzutage hauptsächlich in Kalifornien, aber auch in Pakistan, Iran und dem Mittelmeerraum angebaut. Man kann zwischen zwei Mandelarten unterscheiden, der süßen Mandel und der bitteren Mandel.

Mohnsamen

Mohnsamen

Bekannt und beliebt sind Mohnkuchen und Mohnbrötchen, doch dass die verwendeten Mohnsamen reich an Calcium und ungesättigten Fettsäuren sind ist weniger bekannt. Viel zu oft werden nur auf die Mythen rund um den Mohn geachtet, so dass manche bereits den Verzehr von Mohn für gefährlich halten. Wahr ist dagegen, dass Mohnsamen Morphine und Codeine in so geringen Mengen enthalten, dass der Verzehr in verarbeiteter Form selbst für Kinder unbedenklich ist. Entsprechende Veröffentlichungen sind auch im Rahmen der Lebensmittelsicherheit erschienen und können dort auch online eingesehen werden.

Paranuss

Paranuss

Paranüsse warden häufig auch brasilianische Nüsse oder Butternüsse genannt. Sie sind die Samen des Juvia Baums (Bertholetia excelsa), der ausschließlich in den tropischen Wäldern des Amazon in Südamerika gedeiht. Die Bäume erreichen eine Höhe von 30 bis 45 Meter und haben einen Stammdurchmesser bis zu 2 Metern; sie gehören zu den größten Bäumen der Regenwaldregion. Laut Berichten von Einheimischen leben die Bäume 500 Jahre oder länger. Dieser wertvolle brasilianische Nußbaum "castanheira" steht unter Schutz und darf nicht gefällt werden.

Pekannuss - Pekanüsse vom Pekannussbaum (Carya illinoinensis)

Pekannuss - Pekanüsse vom Pekannussbaum (Carya illinoinensis)

Der Pekannussbaum (botanischer Name Carya illinoinensis) stammt aus den Südstaaten der USA, sowie Australien und Mexiko. Im Staate Texas ist der Pekannussbaum der offizielle Staatsbaum. Es ist der wichtigste Nußbaum in Nordamerika, der bis zu -20 Grad Kälte verträgt und den dortigen Indianern das Überleben im Winter garantierte. Schon die Ureinwohner Nordamerikas, die Algonkin, wußten Pekannuss zu schätzen. Es gab Pekannussbäume in so großer Zahl, daß der Baum nicht einmal einen Namen hatte.

Pinienkerne

Pinienkerne

Pinienkerne stammen aus dem Zapfen der Pinie (pinius pinea), einer im Mittelmeerraum heimischen Pflanze, die bis zu 30 Metern hoch wächst. Sie trägt auch den Namen Mittelmeerkiefer oder Schirmkiefer. Der Baum benötigt ca. ein Alter von 20 Jahren, bis sich die Ernte der Pinienkerne lohnt. Dieser Herkunft verdanken Pinienkernen auch ihren harzigen und mandelartigen Geschmack. Sie unterschieden sich von allen anderen Nüssen dadurch, dass sie viel weicher sind. Die Zapfen mit den Kernen werden zwischen April und Oktober manuell von den "pineros" geerntet.

Pistazienkerne

Pistazienkerne

Die Königin von Saba muss Pistazienkerne sehr geliebt haben, denn sie soll die köstliche Knabberei zur königlichen Frucht erklärt und deren Verzehr für das einfache Volk verboten haben. Bei Pistazienkernen handelt es sich um die Frucht des gleichnamigen Baumes. Nur diejenig Art gilt als "echte Pistazie", bei der die Pflanze entweder weibliche oder männliche Blüten trägt, nicht beide.

Sesamsamen

Sesamsamen

Bei Sesamsamen handelt es sich um die Samenkörner der Sesampflanze. Sie können cremefarben, bräunlich oder schwarz gefärbt sein. Sesam ist eine weit verbreitete Kulturpflanze und wahrscheinlich eine der ältesten Ölpflanzen der Welt. Beheimatet ist der Sesam ursprünglich in Teilen Afrikas und Indiens, wird heute aber in allen tropischen und subtropischen Regionen angebaut.

Weitere Bilder von Kürbiskerne