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Kokosraspel
Kokosraspel

Kokosraspel

Kokosraspel wird aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss hergestellt. Dies kann komplett aus getrockneten Früchten herausgelöst werden oder indem das Fruchtfleisch aus der Schale herausgefräst bzw. geraspelt wird. Im Idealfall geschieht dies kurz nach der Ernte, eine gewisse Lagerzeit führt aber zu keinen geschmacklichen oder qualitativen Einbußen, da der Wasseranteil für die Verarbeitung nicht relevant ist, denn anschließend wird die Kokosraspel getrocknet.

Anbaugebiete

Bei dem Wort Kokosraspeln denken Europäer sofort an Urlaub am Meer und exotische Strände mit Kokospalmen. Kokospalmen gedeihen in Europa nicht, denn sie vertragen keine Minus-Temperaturen. Die wichtigsten Anbauländer sind Ostafrika incl. der Elfenbeinküste und Tansania, die Karibik, Südamerika sowie Indien, Sri Lanka, Indonesien, die Philippinen und die Südseeinseln.

Kokosnüsse sind eines der komplettesten Lebensmittel, das alle wichtigen Nährstoffe incl. Fette, Wasser und Eiweiß enthält. Man könnte sich über längere Zeit ohne jegliche Mangelerscheinigungen ausschließlich von Kokosnüssen ernähren. Die Kokosnuß besteht aus mehreren Schichten: Faserhülle und Samen (Kernfleisch umschlossen von harter brauner Schale). Im grünen Zustand enthält die Kokosnuß innen etwa einen halben Liter Kokoswasser, das in den Ursprungsländern gern getrunken wird, denn es ist sehr süß, nahrhaft und erfrischend, besonders für Sportler. Bei uns hier in Deutschland sind grüne Kokosnüsse kaum zu bekommen. Die reife Kokosnuß kann ebenfalls noch Kokoswasser enthalten.

Vielseitige Verwendung der Kokosraspel

Die Kokosnuß findet vielseitige Verwendung: ihre Fasern lassen sich in Seile, Teppiche und Matrazen verwandeln und die Schalen lassen sich als Dekoration oder Trinkgefäße verwenden. Den größen Anteil an der Kokusnuß stellt das sogenannte Kopra dar. Es handelt sich hier um das weiße Kernfleisch der Nuß, welches dann zu Fett, Öl und Kokosraspeln weiterverarbeitet wird. Kokosraspeln geben Kuchen, Gebäck und Süßspeisen dann den unvergleichbaren Kokosgeschmack. Aus den Kokosraspeln kann durch Pressung auch Kokosöl hergestellt werden.

Kokosnüsse wachsen auf Palmen in Mittel- und Südamerika, Asien und Afrika. Kokosnüsse können bis zu 2 ½ kg schwer werden. Harte Außenschale, etwa 5 cm Faserschicht und ½ cm Schale. Grüne Frucht fast vollständig mit köstlichem Kokoswasser gefüllt. Wie werden die Kokosraspeln hergestellt? Die Frucht wird nach der Ernte zuerst mehrere Tage natürlich in der Sonne getrocknet und später aufgeschlagen. Danach wird das Fruchtfleisch herausgetrennt, gewaschen und eingeweicht. Jetzt kann das Fruchtfleisch geraspelt und getrocknet werden. Kokosraspeln werden nach der Dicke eingeteilt; es gibt es mittel,fein und extra-fein. Der Fettgehalt variiert von 55 % bis 60 % (halbfett) bis zu 60-65 % (vollfett). Kokosraspeln müssen deshalb kühl und trocken gelagert werden. Selbstverständlich muß das Haltbarkeitsdatum eingehalten werden. An Aussehen, Geruch und Geschmack läßt sich schnell feststellen, ob die Kokosraspeln verdorben sind. Verdorbene Kokosraspeln haben einen unangenehmen, muffig-öligen Geruch und können Lebensmittelmotten anziehen. Kokosraspeln sind heutezutage aus der Süßwarenindustrie nicht mehr wegzudenken. Weihnachten ohne Kokosmakronen in einfach kein Weihnachten.

Kalorien und Nährwerte

Kokosraspeln tragen durch ihre ungünstige Fettsäurenverteiung nicht unbedingt zu einer gesunden Ernäherung bei. Die Nährwerte sind in etwa die folgenden: totaler Fettgehalt 60 g (54 g gesättigte, 3 ½ g einfach gesättigte und 1 ½ g mehrfach gesättigte), 6 ½ g Kohlenhydrate, 7 g Proteine sowie Eisen, Natrium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Kalium, Jod, Vitamine B1, B2, B6, E und Folsäure.

Kokosraspeln per Hausmacherverfahren herzustellen, ist allerdings die weitaus schmackhafteste Lösung. Die Einheimischen in Brasilien lösen das so: auf dem Boden sitzend wird die Kokosnuß zwischen den Beinen festgeklemmt. Das Raspelgerät ist eine kurzer Holzgriff mit einem gezackten Aufsatz. Hiermit wird auf dem Kokosfleisch solangehin-und hergeraspelt, bis man an der Hartschale ankommt. Die so erzeugten Kokosraspeln haben einen unvergleichbaren Kokosduft, sind leicht feucht und öliger als Kokosraspeln aus der Packung. Zudem haben sie von Natur aus eine leichte Süße. Diese himmlischen Kokosraspeln wandern dann in Kuchen, Pfannkuchen, Desserts und der Großteil direkt in den Mund.

Die Trocknung erhöht die Haltbarkeit. Kokosraspel enthält aber einen hohen Anteil an pflanzlichem Fett und Öl, dies sollte bei Lagerung und Haltbarkeit beachtet werden. Ob über längere Zeit gelagerte Kokosraspel noch verwendbar ist, kann oft bereits nach dem Geruch entschieden werden. Riecht die Kokosraspel abgestanden, dann ist sie wahrscheinlich ranzig geworden und sollte vorsichtshalber nicht mehr verwendet werden, denn obwohl keine gesundheitliche Gefahr besteht, ist die geschmackliche Qualität dahin.

Verwendung der Kokosraspel in der Küche

In der deutschen Küche findet sich Kokosraspel vorwiegend in Gebäck, aber der wachsende asiatische Einfluss hat weitere Möglichkeiten zur Verwendung geschaffen. Denn in verschiedenen Richtungen der asiatischen Küche wird Kokos in verschiedenen Verarbeitungsformen benutzt. Neben Kokosraspel wird Kokosöl und die in der Kokosnuss enthaltene Milch verwendet. Aus Kokosraspel kann Kokosmilch gewonnen werden, indem diese in Wasser eingeweicht (min. 30 min) oder aufgekocht wird. Die Masse wird anschließend durch ein Sieb geschlagen und die Flüssigkeit kann nun wie Kokosmilch verwendet werden. Auf diese Art ist Kokosmilch leicht verfügbar und kann für die verschiedensten Gerichte als Soßengrundlage verwendet werden.

Die häufigste Verwendung findet Kokosraspel in Makronen, Kokosflocken oder -schokolade. Aber auch in Kuchen und anderen süßen Gebäcken werden Kokosraspel in Europa besonders häufig verwendet, während sie kaum in deftgen Gerichten auftauchen. Im asiatischen Raum werden Kokosraspel in Pfanne oder Wok angebraten und sorgen für einen typischen Geschmack in Currys. Der hohe Anteil an hitzebeständigen, pflanzlichen Fetten macht Kokosraspel zu einem hervorragenden Mittel um Aromen zu transportieren und zu unterstützen.

Kokosraspel und die Schönheitsindustrie

Außer als Lebensmittel werden Kokosflocken auch der Schönheitsindustrie verwendet. Denn aus fein gemahlener Kokosraspel lässt sich ein pflegendes und rückfettendes Peeling herstellen. Viele Hersteller nutzen bereits seit längerem Kokosöl und inzwischen auch vermehrt Kokosraspel. Durch das in der Kokosraspel enthaltene Kokosfett wirken Kokosraspel rückfettend und entfalten dennoch eine peelende Wirkung aufgrund ihrer Struktur. Außerdem wird Kokosraspel verwendet um selbstgemachte Peelings herzustellen. Die Palette der Produkte mit Koksraspel enthält Cremes und Duschgels. Diese werden meist zur Hauterneuerung verwendet und Koks ist meist wichtiger Bestandteil für den Peeling-Effekt, aber auch vorrangiger Duftgeber. Ein feiner Kokusgeruch geht von diesen Produkten aus, der einen belebenden Effekt hat und meist lang anhält.

 

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