Haselnuss

Haselnuss
Haselnuss

Die Haselnuss ist eine Schalenfrucht die an einem Haselnussstrauch wächst, der auch in Deutschland beheimatet ist. Hauptanbaugebiet sind allerdings die Mittelmeerländer mit ihrem feuchten und warmen Klima. Der Fruchtkern der Haselnuss ist von einer sehr harten Schale umgeben, die geknackt werden muss damit die Haselnuss gegessen werden kann.

 
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Herkunft der Haselnuss

Die Haselnuss ist die Frucht des „Gemeinen Hasel- oder Haselnussstrauches" und zählt zu den Gattungen der Birkengewächse. Der rund fünf Meter groß werdende Haselnussstrauch ist vorwiegend in Europa und Kleinasien beheimatet. Die Haselnuss zählt seit Jahrtausendenden zu den Nahrungsmitteln, die Öle der Nuss findet man bisweilen auch in Kosmetika wieder. Die nach Deutschland importierten Haselnüsse stammen von der der nahe verwandten Lambertshasel, die wegen ihrer Kälteempfindlichkeit vorwiegend in der Türkei kultiviert wird. Ein kleinerer Teil der Haselnuss- Exporte stammen aus Spanien, Italien oder Griechenland. Die in Deutschland beheimateten Haselsträucher sind aufgrund des hier raueren Klimas weniger ertragreich.

Bei der Haselnuss handelt es sich um eine "echte" Nuss. Im botanischen Sinn zählen nur Schalenfrüchte zu Nüssen, wenn deren Samen von einer verholzten Fruchtwand eingeschlossen sind. Auch die Marone, Ess- oder Edelkastanie entspricht dieser Anforderung, im Gegensatz zu Walnüssen oder Mandeln, diese zählen zu den Steinfrüchten.

Inhaltsstoffe der Haselnuss

Diese Fruchtkerne enthalten sehr viele verschiedene pflanzliche Fette und Öle und dadurch auch sehr viele Kalorien. Immerhin enthalten 100 Gramm Haselnüsse fast beinahe 700 Kalorien. Das Fett in der Haselnuss besteht zu etwa 60 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren, was den Verzehr von Haselnüssen in Maßen gesund macht. Haselnüsse enthalten aber auch hochwertiges Eiweiß und die Vitamine A, B, C und E, Kohlenhydrate, Mineralstoffe wie Phosphor, Magnesium, Kalium und Eisen. Die hochwertigen pflanzlichen Fette und Öle in der Haselnuss kurbeln den gesunden Fettstoffwechsel. Haselnüsse helfen nachweislich den Cholesterinspiegel im Blut zu senken und stärken das Gedächtnis und die Nervenfunktionen. Nicht umsonst wurde die Haselnuss schon vor vielen Jahren als "Nervennahrung" bezeichnet. Einige Allergiker müssen allerdings auf den Genuss von Haselnüssen verzichten, da sich in ihnen allergische Stoffe wie Birkenpollen befinden.

Im Handel sind Haselnüsse im Ganzen mit ihrer harten Schale und bereits geknackt erhältlich. Während sich die Haselnuss mit Schale bei kühler und trockener Lagerung bis zu einem Jahr hält, kann eine geknackte Haselnuss auf Grund der austretenden pflanzlichen Fette und Öle schnell ranzig und ungenießbar werden.

Nährwerte und Inhaltsstoffe

Wie viele Nüsse ist die Haselnuss sehr Fettreich, wer etwa 100 g Haselnüsse isst, hat 650 kcal (2700 kJoules) zu sich genommen, also eine vollwertige Malzeit. Allerdings ist sie dennoch gesund, da es sich bei den rund 60% enthaltenen Fetten um die guten ungesättigten Fettsäuren handelt. Weitere Inhaltsstoffe sind Vitamin A, diverse B-Vitamine und Mineralstoffe wie Eisen, Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor, Niacin und Vitamin C. Dem Körper werden beim verzehr der Haselnuss auch Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe wie Phytosterine (wichtige biochemische Naturstoffe) zugeführt, die einer guten Verdauung nützen.

Verwendung der Haselnuss in der Küche

In der Küche wird die Haselnuss sehr gern zum Backen von Keksen und Kuchen verwendet. Allerdings eigen sich geknackte und gehackte Haselnüsse auch hervorragend als Zugabe in Dressings für Salate oder zum Verfeinern von Fischgerichten. In jedem Supermarkt sind Eissorten erhältlich, in denen Haselnüsse enthalten sind oder auch Brotaufstriche und Joghurt mit Haselnuss. In der Weihnachtszeit ist die Haselnuss bei der Herstellung von Leb- oder Pefferkuchen, Sprinten oder Makronen nicht mehr wegzudenken. Nicht wegzudenken sind Haselnüsse als beliebte Knabberei, wobei sie so geröstet und gesalzen genau so hervorragend schmecken wie in Nussmischungen oder in Studentenfutter.

Die Wirkungsweise der Haselnuss

Die Haselnuss wird nicht nur in der Küche verwendet, sondern findet auch in der Kosmetik ihre Anwendung. Aus den Blättern des Haselstrauchs können, ähnlich wie mit Hamamelisblättern, kosmetische und heilende Mittel hergestellt werden. Dieses in der Regel adstringierende (zusammenziehende) Substrat wird dann beispielsweise bei Venenentzündungen, und Krampfaderleiden angewandt. Die Inhaltsstoffe der Öle stärken zudem das Herz- Kreislaufsystem und beugen unter anderem einem Herzinfarkt oder Krebs vor und wirken gegen Blutarmut. Auch Harnwegserkrankungen, Durchfall, Blähungen oder Muskelkrämpfe können mit der Haselnuss entgegengewirkt werden. In Fachkreisen wird die Haselnuss auch gern als Aphrodisiakum verwendet.

Halselnusssorten

Die in Deutschland beheimatete Zellernuss gilt als weniger wohlschmeckend, als die aus der Türkei kommende etwas süßer schmeckende Lambertsnuss. Bisweilen gibt es auch viele Untersorten und Züchtungen, die allerdings selten im Detail auf den handelüblichen Verpackungen deklariert sind. Etwas in Vergessenheit geraten ist die Waldhaselnuss (Corylus avellana), die vorwiegend an Waldrändern steht. In Ziergärten findet man vorzugsweise Haselnuss 'Rotblättrige Zellernuss', oder die Korkenzieherhasel.

Aroma der Haselnuss

Haselnüsse besitzen ein sehr schmackhaftes Aroma, das vor allem bei frischen Nüssen sehr ausgeprägt ist. Beim Kauf von Haselnüssen mit Schale, sollten die Nüsse nicht in der Schale klappern. Frische Haselnüsse füllen die Schale vollkommen aus, während bei älteren Haselnüsse die pflanzlichen Fette und Öle entweichen, diese dadurch vertrocknen und deshalb ein Klappergeräusch beim Schütteln unvermeidlich ist. Auch an der Farbe der Frucht lässt sich die Frische einer Haselnuss sehr gut erkennen. Eine frische Haselnuss besitzt ein sehr helles Fruchtfleisch, während eine ältere Haselnuss einen fast gelb aussehenden Kern besitzt. Deshalb ist es immer wichtig, beim Kauf von Haselnüssen auf das Haltbarkeitsdatum zu achten.

Nährwert
(auf 100g Haselnuss)
kcal: 644 KJ
KJ: 2696 KJ
Kohlenhydrate: 10,5 g
Proteine: 12 g
Fett: 61,6 g
Wasser: 5,6 g
Cholesterin: 0 mg
Vitamine
(auf 100g Haselnuss)
Niacin: 1,4 mg
Vitamin A: 5 µg
Vitamin B1: 0,4 mg
Vitamin B2: 0,2 mg
Vitamin B6: 0,31 mg
Vitamin C: 3 mg
Vitamin E: 26,6 mg
Mineralstoffe
(auf 100g Haselnuss)
Calcium: 225 mg
Eisen: 3,8 mg
Kalium: 630 mg
Magnesium: 150 mg
Natrium: 2 mg
Phosphor: 330 mg

Cashewnuss

Cashewnuss

Seit dem 20. Jahrhundert erfreut sich die Cashewnuss reger Beliebtheit und steigender Nachfrage. Sie wurden ursprünglich im 16. Jahrhundert aus Brasilien nach Mosambik und Indien eingeführt und wurden im 19. Jahrhundert breitflächig in Afrika, Asien und Lateinamerika angebaut. Die Hauptheimat der Cashewnuss ist hauptsächlich Afrika und Asien. Da sie sehr anspruchslos ist, wachsen sie auch auf schlechten Böden. Die Cashewnuss ist eine Steinfrucht und gehört zum Schalenobst (Nussarten).

Erdnuss

Erdnuss

Die Erdnuss stammt aus der Familie der Hülsenfrüchte und ist eine Nutzpflanze. Aus botanischer Sicht ist die Erdnuss deshalb auch keine Nuss, sondern eine Hülsenfrucht und somit den Bohnen und Erbsen verwandt. Es liegt an der Konsistenz und dem hohen Fettgehalt und dem niedrigen Gehalt an Stärke, dass die Erdnuss mit den botanischen Nüssen verglichen wird. Der Anteil an Omega-3-Fettsäuren, der bekannt ist für botanische Nüsse, ist allerdings in der Erdnuss weitaus geringer. Im Englischen wird die Erdnuss „peanut" genannt, was zu Deutsch eigentlich "Erbsennuss" heißt. Die Erdnuss kann im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten auch roh verköstigt werden.

Erdnuss, geröstet

Erdnuss, geröstet

Erdnüsse werden auch als Aschanti-, Arachis- oder Kamerunnüsse genannt und in der Schweiz als Spanische Nüsse bezeichnet. Die Erdnusspflanze ist eine Hülsenfrucht. Erdnüsse sind botanisch betrachtet daher auch keine Nüsse wie Walnüsse, Haselnüsse, Para- oder Kaschunüsse.

Erdnussflips

Erdnussflips

Erdnussflips oder auch Erdnussflocken genannt, gehören zur Familie des Knabbergebäcks und erfreuen sich seit Jahren größter Beliebtheit. Bei der Dragierung der Erdnussflips greift die Industrie auf Sonnenblumen- und Palmöl zurück. Das Sonnenblumenöl ist reich an ungesättigten Fettsäuren und zählt zu den besonders wertvollen Speiseölen, während das Palmöl zu 44% Prozent aus gesättigten und nur zu 39% aus ungesättigten Fettsäuren besteht.

Erdnussmus

Erdnussmus

Erdnussmus dient als Brotaufstrich, als Backzutat, als Bestandteil von Saucen oder als Dessert. Ist der Käufer in der Lage, sollte er sich Erdnussmus im Bioladen kaufen. Dann bekommt der Käufer eine reine Erdnussmasse, die als solche schon kalorienreich genug ist (2646 KJ pro 100g), die aber nicht mit Zusätzen von Zucker noch weiter belastet oder mit andern Dickungsmitteln, Fetten oder Ergänzungsstoffen gemischt wird.

Haselnuss

Haselnuss

Die Haselnuss ist eine Schalenfrucht die an einem Haselnussstrauch wächst, der auch in Deutschland beheimatet ist. Hauptanbaugebiet sind allerdings die Mittelmeerländer mit ihrem feuchten und warmen Klima. Der Fruchtkern der Haselnuss ist von einer sehr harten Schale umgeben, die geknackt werden muss damit die Haselnuss gegessen werden kann.

Kastanie-Marone

Kastanie-Marone

Das persische Wort "Kasutah" bedeutet übersetzt "die trockene Frucht" und bezeichnet den urtümlichen Begriff für die heute zu deutsch bekannte: Kastanie-Marone, oder auch anders, Esskastanie genannt. Im Altertum wurde die Nuss für ihren einzigartigen Geschmack sowie ihre wertvollen pflanzlichen Fette, sehr geschätzt und in vielen gebirgigen Gebieten angebaut. Meistens fand man die Nuss im Gebiet zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer.

Kokosmilch

Kokosmilch

Die Kokosmilch wird aus dem ausgedrückten Fruchtfleisch von der Kokosnuss gewonnen. Die Kokosmilch ist hingegen nicht mit dem Kokoswasser oder der Kokosnuss an sich zu verwechseln, dass Herstellungsverfahren ist grundlegend ein anderes. Vorab wird selbstverständlich die Kokosnuss geknackt. Dies geschieht heute mit einem maschinellen Verfahren. Die Kokosnüsse werden nach dem Knacken separiert. Das heißt, dass das Fruchtfleisch, bzw. die Schale, sowie auch das Kokoswasser von einander getrennt werden.

Kokosnuss

Kokosnuss

Die Kokosnuss wächst auf einem tropischen Baum aus der Familie der Palmengewächse, der Kokospalme, lateinisch bezeichnet als Cocos nucifera. Die Frucht gehört nicht zu den echten Nüssen, sie wird botanisch zu den Steinfrüchten gezählt. Hauptanbauländer sind unter anderem Indonesien, Philippinen, Indien, Brasilien und Sri Lanka.

Kokosraspel

Kokosraspel

Kokosraspel wird aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss hergestellt. Dies kann komplett aus getrockneten Früchten herausgelöst werden oder indem das Fruchtfleisch aus der Schale herausgefräst bzw. geraspelt wird. Im Idealfall geschieht dies kurz nach der Ernte, eine gewisse Lagerzeit führt aber zu keinen geschmacklichen oder qualitativen Einbußen, da der Wasseranteil für die Verarbeitung nicht relevant ist, denn anschließend wird die Kokosraspel getrocknet.

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