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Cashewnuss
Cashewnuss

Cashewnuss

Seit dem 20. Jahrhundert erfreut sich die Cashewnuss reger Beliebtheit und steigender Nachfrage. Sie wurden ursprünglich im 16. Jahrhundert aus Brasilien nach Mosambik und Indien eingeführt und wurden im 19. Jahrhundert breitflächig in Afrika, Asien und Lateinamerika angebaut. Die Hauptheimat der Cashewnuss ist hauptsächlich Afrika und Asien. Da sie sehr anspruchslos ist, wachsen sie auch auf schlechten Böden. Die Cashewnuss ist eine Steinfrucht und gehört zum Schalenobst (Nussarten).

Cashewnuss Frucht ist vielseitig verwendbar

Anacardium übersetzt sich mit den Begriffen von ana = nach oben und aus cardium (Kardia) = Herz. Grund dafür ist das Aussehen der Frucht in vertrocknetem Zustand, da ähnelt sie sehr stark einem Herzen. Aber die Verbreitung des Namens Cashewnuss kommt aus dem Indischen, dort nennt man die essbare Frucht Cassu, caja oder auch acajou. Eigentlich war der Cashewbaum in Brasilien heimisch, wurde aber von den Portugiesen nach Indien gebracht, wo heute noch die Cashewnuss verarbeitet und anschließend exportiert wird. Der Baum ist heute in Afrika, Asien und Lateinamerika verbreitet und die Früchte sind aus unseren Essgewohnheiten nicht mehr weg zu denken. Aber es werden der Nuss auch Erfolge bei der Bekämpfung von Krankheiten nachgesagt. Ein weitaus größerer Bezug hat die Cashewnuss zu den Lebensmitteln, denn die Frucht ist sehr vielseitig verwendbar. O werden zum Beispiel die saftigen und birnenförmigen Fruchtstiele zu einer wohlschmeckenden Limonade verarbeitet. Die Stiele haben einen süß-säuerlichen, aber auch apfelartigen Geschmack, der auch leicht herb erscheinen mag und einen hohen Vitamin C Anteil. Aber nicht nur für Limonaden verwendet man diese Stiele, es werden daraus auch die bekannten Kaschuweine hergestellt. Es lassen sich auch Marmeladen herstellen, die ebenfalls sehr gut schmecken sollen. In Afrika stellt man aus dem Fruchtboden eine Speise her, die man roh oder gegart essen kann.

Einkauf und Lagerung der Cashewnuss

Im Naturzustand ist die Cashewnuss von einer harten und ungenießbaren Schale umhüllt. Der Kern selbst ist noch einmal mit einem braunen Häutchen versehen und wird für den Handel in der Regel entfernt, indem die Kerne mit Heißluft geröstet werden. Bei der Lagerung sollte man darauf achten, dass man die Nüsse an eine luftige und trockene Stelle Aufbewahrt, da die Nüsse sehr schnell schimmeln oder muffig schmecken können. Die im Handel zu erwerbenden Cashews sind im Bruch erwerbbar und sehen nierenförmig aus. Die Cashewnüsse sehen teilweise fast weiß aus und sind circa 2-3 cm groß.

Die Cashewnuss ist aufgrund ihres sahnigen und milden Aromas und ihrer sehr angenehm knackigen Konsistenz eine beliebte Knabberei. Sie schmecken süßlich, ähneln Mandeln vom Geschmack sehr und sind allerdings viel weicher, cremiger und aromatischer. Sie kommt in unsere Küchen meist, gezuckert, geröstet, gesalzen, karamellisiert und naturbelassen. Viele Gerichte mit der Cashewnuss werden mit ihren feinen und mandelartigen Geschmack gewürzt, wodurch dieses Gericht dann eine einzigartige und exotische Note bekommt. Ebenso durch ihre Pflanzlichen Öle und Fette auch sehr beliebt bei Fleischgerichten, Hühnchen und feinen Fischsorten.

Cashewnuss Ernte

Die Haupterntezeit der Cashewnuss liegt in etwa zwischen Februar und Ende April. Durch ihre gute Haltbarkeit sind sie ganzjährig verfügbar und erfreuen viele Menschen besonders um Weinachten. Da die Cashewbäume sehr Anspruchslos sind und auf Pflege und Bewässerung nicht viel Wert legen, sind sie sehr einfach zu halten und verderben kaum. Das sammeln der Cashewfrucht stellt sich ebenso einfach das wie die Pflege, denn die Cashewnüsse fallen wenn sie reif sind einfach von den Bäumen, ähnlich wie Kastanien, und so brauch man sie einfach nur aufzusammeln.

Cashewnuss als Energiespender

Die Cashewnuss enthält mehrfach ungesättigte Fettsäuren die Herzkrankheiten vorbeugen können. In den Nüssen steckt auch viel Gutes, denn sie haben einen hohen Gehalt an Eiweiß und liefern auch Vitamine wie der B-Gruppe und das Vitamin E. Sie liefern und verstärken die Energie für körperliche und geistige Tätigkeiten und erhalten darüber hinaus Magnesium, Kalium und Phosphor, was gut für die Niere, Knochen, Nerven und Muskeln ist.

Cashew-Öl

In Brasilien gewinnt man aus dem Samen eine Art Mandelersatz oder man gewinnt daraus ein sehr angenehm schmeckendes Speiseöl. Das Cashew- Schalenöl gewinnt man aus der Cashewfrucht und zwar aus dem mittleren Teil von der Fruchtwand. Dieses Öl setzt man aber nicht in der Küche ein, sondern industriell und im medizinischen Bereich. Aus diesem Öl lassen sich ebenfalls technische Harze herstellen und vor allen Dingen ein hitzeresistenter Gummi für die Industrie.

Cashew-Nuss

An dem bisher beschriebenen Fruchtstiel sitzt auch die eigentliche Frucht der Cashewnuss, die auch die Kerne, die sogenannten "Cashew-Nüsse" enthält. Dabei handelt es sich zwar nicht um Nüsse, aber umgangssprachlich hat sich das Wort festgesetzt und eingebürgert. Die rohen Nüsse sind aber für den Verzehr nicht geeignet, da die Nussschale ein toxisches Öl enthält. Dieses giftige Öl kann erst dadurch ungefährlich gemacht werden, indem man die Kerne einem Röstungsprozess zuführt. Das geschieht in den meisten Fällen gleich so, dass man die Nüsse mit der Schale in heißem Wasserdampf bearbeitet, oder in heißem Öl röstet. So bekommt man keinen Kontakt zu dem toxischen Öl, welches auf der Haut und der Schleimhaut schwere Verätzungen hervor ruft.
In unseren Geschäften kann die Cashew-Nuss oder Kerne in gerösteten und gesalzenen Zustand käuflich erwerben. Sie werden auch gewürzt oder karamellisiert oder mit Gewürzen im Handel oder als Snack in Gaststätten angeboten. Sie haben einen sehr milden, süßlich - nussigen Geschmack und sind nicht so geschmacksintensiv, wie zum Beispiel die Walnuss.

Herkunft und Produktion der Cashewnuss

Wie schon oben beschrieben, sind Brasilien und Indien mit großem Abstand die heutigen Großproduzenten der Cashewnuss. Danach folgen Vietnam, Indonesien, Thailand, Tansania, Guinea-Bissau, Mosambik und Nigeria. In den meisten Ländern wird diese Arbeit von erfahrenen Frauen erledigt, die die harte Schale an der Kante zwei- bis dreimal anschlagen und somit die Cashewnuss erhalten. Das Knacken der Nüsse ist in einigen Ländern noch Handarbeit. Doch es gibt mittlerweile auch Maschinen, die diese Tätigkeit zur Erte der Cashewnuss übernehmen.

Cashewnuss - Die Gesundheitsnuss

Die Cashewnuss bietet dem menschlichen Organismus etwas Besonderes an, nämlich einen sehr hohen Anteil der essentiellen Aminosäure Tryptophan. Das findet man in dieser Höhe bei keinem anderen Lebensmittel, außer eben der Cashewnuss. Tryptophan ist unbedingt notwendig, wenn der Körper die Produktion von Serotonin aufnimmt. In der Medizin kann man mit Hilfe des Tryptophan und Vitamin B6 - Komplexen gegen Depressionen angehen. Allerdings gilt es auch zu bedenken, dass Nüsse im Allgemeinen nicht für jeden Menschen verträglich sind, viele reagieren auf Nüsse mitunter allergisch. Aber abgesehen davon, zum Knabberspass der Cashewnuss gehören sie einfach dazu.

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