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Dinkelkleie
Dinkelkleie

Dinkelkleie

Schon Hildegard von Bingen war der Auffassung, dass Dinkel und speziell Dinkelkleie zu den für Menschen gesündesten Nahrungsmitteln gehören. Dinkel enthält wichtige pflanzliche Eiweiße, viele Vitamine, Spurenelemente, Mineralien und Fett. Dinkel gilt deshalb als eine der besten Alternativen zu Fleisch. Früher wurde Dinkelkleie vorwiegend als Futtermittel verwendet. Seit einigen Jahrzehnten setzt sie sich aber mehr und mehr als Nahrungsmittel durch, vor allem als Zusatz zu vielerlei Gerichten, die damit sinnvoll, gesund und schmackhaft angereichert werden können. Sie wird heute als gesünder angesehen als die meisten anderen Getreidearten.

Kleie – früher wenig geliebtes „Restprodukt“

Kleie ist ein Überbegriff für ein „Produkt“, das bei der Getreideverarbeitung anfällt. In alten Getreidemühlen, heute noch oft in Freilichtmuseen zu besichtigen, gab es neben dem Beutelsack, in den das feine Mehl durch ein Sieb geschüttelt wurde, den sogenannten „Kleiekotzer“, der die groben Reste der gemahlenen Körner in ein eigenes Gefäß ausschüttete (daher der etwas vulgär wirkende Name „Kotzer“). Generell, nicht nur beim Dinkel, ist es so, dass die als scheinbar überflüssiger Rest zurückbleibende Kleie mehr gesunde Stoffe beinhaltet als das beliebtere feine Mehl. Allerdings wurde das erst in neuerer Zeit durch ernährungsphysiologische Untersuchungen bekannt. Seitdem nimmt Kleie insgesamt an Bedeutung als gesundes Nahrungsmittel zu.

Die gesunde Alternative zu Weizen

Dinkel ist botanisch ein enger Verwandter des Weizens. Beide Getreidearten wurden früher gerne vermischt, oft unter der Hand, und das, obwohl Dinkel immer teurer war als Weizen. Er hat auch speziell für Bäcker Nachteile: trotz eines höheren Kleberanteils als beim Weizen ist er weniger back-fähig, und er ist im Anbau weniger ertragreich. Andererseits ist Dinkel robuster, anspruchsloser im Anbau und weniger anfällig für Krankheiten. Dies zusammen mit der Tatsache, dass Dinkel und nicht Weizen ursprünglich das meistgebrauchte Back-Getreide war, mag dazu geführt haben, dass die Vermischung beider Getreidearten lange gang und gäbe war. Ein weiterer Grund dafür dürfte sein, dass Dinkel einen deutlich besseren, nussigen Geschmack hat als Weizen. Dass Dinkel außerdem mehr gesunde Inhaltsstoffe hat, wird dabei kaum eine Rolle gespielt haben.

Auch für Allergiker gut geeignet

Dinkelkleie enthält viele Ballaststoffe und wenig Allergene, was sie für Menschen interessant macht, die mit Ernährungsproblemen, mit Verdauungsproblemen und mit Allergien zu kämpfen haben. Obwohl Dinkelkleie Gluten enthält, ist sie weitaus besser verträglich als Weizen oder Weizenkleie. Wichtig ist bei der Verwendung von Dinkelkleie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Wird dies beachtet, kann Dinkelkleie unbedenklich und sogar gesundheitsfördernd verwendet werden. Der Genuss von Dinkelkleie wird hier und da für Bodybuilder empfohlen und von manchen Ernährungsspezialisten und Medizinern für krebshemmend gehalten.

Cholesterin- und Blutzuckerspiegel senkend

Um noch einmal auf Hildegard von Bingen zurück zu kommen: Nach ihrer Auffassung sollte morgens zum Frühstück nichts Kaltes gegessen werden, etwa ein Müsli, sondern am besten ein warmer Getreidebrei. Es ist aus anderen Quellen hinreichend überliefert, dass in früheren Zeiten tatsächlich die meisten Menschen morgens warmen Getreidebrei gegessen haben. Dinkelkleie eignet sich dafür hervorragend, zumal sie zusammen mit Obst und Gemüse schnell sättigt, den Cholesterin- und den Blutzuckerspiegel senkt und den Blutdruck reguliert. Obwohl man bei Verwendung von Dinkelkleie mehr essen kann als sonst, gilt es als ausgemacht, dass dabei rasch ein Abnehm-Effekt eintritt. Eine Rolle für die gesundheitsfördernde Wirkung der Dinkelkleie spielt die Tatsache, dass der Dinkelspelt eine so bei anderen Getreidearten nicht vorhandene Schutzhülle bildet, die das Dinkelkorn vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt. Das kommt bei der Verarbeitung des Korns auch der Dinkelkleie zugute.

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