Doch was hilft wirklich gegen wetterbedingte Migräne?
Vor allem eines: Extreme Temperaturwechsel vermeiden. Damit sind zum einen plötzliche Warm-Kalt-Wechsel, wie zum Beispiel durch Klimaanlagen im Auto, aber auch der Kältereiz von Speisen und Getränken gemeint. Abhilfe kann dann auch ein sogenanntes Temperaturwechsel-Training schaffen. Durch Bewegung im Freien, Sauna- und Kneippgänge sowie Wechselduschen kann der Körper an Temperaturschwankungen gewöhnt und der Organismus abgehärtet werden. Nebenbei werden außerdem die Gefäße im Gehirn trainiert und das Immunsystem gestärkt. Letztendlich reagiert der Körper dann weniger schnell und intensiv auf das Wetter und die Temperaturschwankungen. Weiterhin ist es wichtig, sich um einen regelmäßigen und erholsamen Schlaf zu bemühen, um einen möglichst stabilen Biorhythmus zu gewährleisten. So ist es nachgewiesen, dass ein unregelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus die Ausschüttung von Nerven-Signal-Substanzen und Hormonen im Gehirn verändert, wodurch die Gefahr und Intensität von Migräne-Attacken steigt. Entspannung ist generell von enormer Bedeutung in der Migräne-Prävention. Denn wer entspannt ist, kann besser mit dem Wetterstress umgehen. Entspannungstechniken, wie Autogenes Training, Meditation oder die Progressive Muskelentspannung, helfen dabei Muskeln, Atmung, Stimmung und Haltung zu trainieren. Auch die Therapiebegleitung von M-sense basiert auf diesen Techniken. Weiterhin kann eine bewusste und gesunde Ernährung nachgewiesen bei Wetterschwankungen helfen. Gerade an heißen Tagen ist es daher besonders wichtig viel Wasser und Mineralstoffe zu sich zu nehmen. Lieber verzichtet werden sollte dagegen auf fettige und blähende Speisen. Eine gute Alternative bieten hier ausgewogene, vollwertige und leichte Mahlzeiten.Über M-sense: Die Analysesoftware von M-sense untersucht die Auswirkungen von Umweltfaktoren und individuellem Lebensstil auf Migräne- und Kopfschmerz-Attacken. Wetterdaten werden automatisiert erfasst und Betroffene haben die Möglichkeit, weitere relevante Faktoren, wie z.B. Schlafmuster, Aktivitätslevel und Stressphasen, in der Software zu dokumentieren und deren Einfluss auf Migräne und Kopfschmerz zu verstehen. Ziel der Anwendung ist es, über die Analyse des individuellen Schmerzmusters eine personalisierte Therapie zur Attackenreduktion anzubieten. M-sense bietet dazu klinisch validierte Therapiemethoden in der App an und ermöglicht Betroffenen proaktiv gegen Kopfschmerz vorzugehen. Die App ist in Deutschland für Android seit September 2016 und ab Juni 2017 auch für iOS erhältlich. In Österreich und der Schweiz gibt es die Android-Version seit Juni 2017, im Sommer wird die iOS Variante folgen. M-sense gewann 2016 den Eugen Münch-Preis für Netzwerkmedizin. Im Februar 2017 konnte M-sense mit der Barmer GEK und der Deutschen Telekom AG zwei starke Partner gewinnen. Im Rahmen dieser Kooperation wird M-sense künftig als Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements genutzt und um neue Funktionen wie die therapeutische und präventive Begleitung ergänzt werden.