Warum die Industrie uns mit geschickten Bezeichnungen in die Irre führt

Gesunde Ernährung rückt immer weiter in den Fokus der Bevölkerung und auch das Bewusstsein der einzelnen Verbraucher für gesundes Essen wächst. Grund genug wäre das für Hersteller, wirklich hochwertig...

Warum die Industrie uns mit geschickten Bezeichnungen in die Irre führt
Gesunde Ernährung rückt immer weiter in den Fokus der Bevölkerung und auch das Bewusstsein der einzelnen Verbraucher für gesundes Essen wächst. Grund genug wäre das für Hersteller, wirklich hochwertige Nahrung zu produzieren. Doch die großen Konzerne bedienen sich nicht dieser Möglichkeit, vielmehr versuchen sie, mit verschiedenen Tricks den Kunden zu verwirren und ihm die Illusion zu geben, ein nahrhaftes Produkt zu konsumieren. Das Problem dabei ist, dass viele Konsumenten sich durch geschickt platzierte Aufdrucke auf Verpackungen tatsächlich blenden lassen und auf die Werbeversprechen der Nahrungsmittelhersteller hereinfallen. Zwar sind diese Werbungen nicht grundsätzlich falsch, dennoch verschweigen sie die komplette Wahrheit.

Fettreduzierte Produkte

Ein prägnantes Beispiel ist das Versprechen, ein Joghurt enthalte nur 0,1 % Fett. Betrachtet man ausschließlich den Fettgehalt eines solchen Produkts, stellt man fest, dass sich diese Aussage zwar bewahrheitet, jedoch enthalten viele dieser Nahrungsmittel trotzdem eine hohe Anzahl Kohlenhydrate, wie vor allem Zucker, die der Körper zu Fettzellen verarbeitet. Im Endeffekt bleibt die Aussagee stehen, ein Produkt sei fettreduziert, ob das Produkt wirklich gesund ist, zeichnet sich durch einen geringen Anteil an Kohlenhydraten und einen hohen Anteil an Eiweiß aus. Beim Kauf von Joghurt lohnt sich folglich ein Blick auf die komplette Nährwerttabelle.

Angaben zum Zuckergehalt

Ein weiteres Beispiel für Werbeaussagen, die inhaltlich bedeutungslos sind, zeigt sich bei Angaben zum Zuckergehalt. Viele werden die Aufschriften auf Fruchtsäften kennen, die darauf hinweisen, dass kein Zucker zugesetzt wurde. Das mag stimmen, jedoch vergessen einige Verbraucher kurzerhand, dass Früchte einen Zuckereigenanteil besitzen, der im Fruchtsaft enthalten ist. Dieser sorgt für einen hohen Gehalt an natürlichem Zucker, der bei vermehrtem Konsum durchaus schädlich ist. Ein weiterer undurchschaubarer Trick ist, anderweitige Begriffe für Zucker zu verwenden, die in der Zutatenliste auftauchen, darunter Glukose, Fruktose, Maltose, Dextrose oder Saccharose. Schlussendlich handelt es sich bei allen solchen Inhaltsstoffen um Zucker, auf den es bei gesunder Ernährung weitgehend zu verzichten gilt.

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