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    Kulturheidelbeeren
    Kulturheidelbeeren

    Kulturheidelbeeren

    Heidelbeeren gehören zu den Heidekrautgewächsen. Die Kulturheidelbeeren stammen jedoch nicht, wie man meinen könnte, von der europäischen Heidel-, Blau oder Waldheidelbeere ab, sondern sie kommen ursprünglich aus Nordamerika. Heutzutage werden Kulturheidelbeeren weltweit auf Märkten für Obst und Gemüse verkauft. Doch lange davor waren die Beeren dekoratives Beiwerk im Garten- und Landschaftsbau, und haben sich als Zierpflanze wegen ihrer schönen Färbung vor allem im Herbst einen guten Namen machte.

    Eigenschaften: Kulturheidelbeeren

    Die Heidelbeere gehört zur Familie der Heidekrautgewächse und wird auch unter anderem Blaubeere, Wildbeere oder Schwarzbeere genannt. Man unterscheidet die echten Heidelbeeren und die Kulturheidelbeeren, die aus Nordamerika stammen. Die echte Heidelbeere enthält die färbenden Anthocyane sowohl in der Schale als auch im Fruchtfleisch. Bei der Kulturheidelbeere ist der blaue Farbstoff nur in der Schale enthalten, das Fruchtfleisch bleibt hingegen hell. Außerdem sind die Kulturheidelbeeren durch ihre Züchtung größer als ihre wilden Verwandten.

    Herkunft: Kulturheidelbeeren

    Die ursprünglichen Heidelbeeren haben ihre Heimat in Nordeuropa und Asien. Die Kulturheidelbeeren sind dagegen in Nordamerika beheimatet und kommen aus den USA und Kanada. Diese Sorten werden auch in Australien, Neuseeland sowie in Mitteleuropa angebaut. 

    Verwendung: Kulturheidelbeeren

    Frische Kulturheidelbeeren können pur, in Obstsalat, Müsli oder Joghurt verwendet werden. Zum Backen sind die blauen Früchte auch sehr gut geeignet, sei es als Heidelbeerkuchen oder Heidelbeertorte. Lecker und gesund sind sie auch in selbstgemachten Smoothies. Eine gute Alternative zu gefrorenen Heidelbeeren sind gefriergetrocknete Beeren. Weitere Verwendungsmöglichkeiten sind Konfitüre, Gelee und Kompott aus Heidelbeeren.

    Lagerung: Kulturheidelbeeren

    Frische Kulturheidelbeeren sind gekühlt im Obstfach des Kühlschranks ungefähr eine Woche lagerfähig, dann sollten sie baldmöglichst verzehrt werden. Allerdings können eingefrorene Kulturheidelbeeren auch eine gute Wahl zu den frischen Früchten sein. Sie sind jederzeit in der Küche einsetzbar.

    Gesundheit Kulturheidelbeeren

    Kulturheidelbeeren sind sehr gesund, da sie viele wichtige Vitamine enthalten, wie Vitamin A, C und E. Außerdem enthalten sie Anthocyane, die Zellschädigungen entgegenwirken. Im getrockneten Zustand können die Beeren bei Durchfallerkrankungen eingesetzt werden.

    Kulturheidelbeeren Geschmack: süß-säuerlich

     

    Welche Sorten haben sich durchgesetzt

    Nach Europa kam die Kulturheidelbeere erstmals 1923, und zwar in die Niederlande. 1950 wurden in Deutschland die ersten großen Felder für Kulturheidelbeeren angelegt, hauptsächlich in der Lüneburger Heide, Brandenburg, sowie im Süden Deutschlands. Mittlerweile liegt die Anbaufläche in Deutschland insgesamt bei circa 4.500 Hektar.

    International werden außer in den USA und in Kanada auch in Neuseeland, Australien und Chile und Europa Kulturheidelbeeren angebaut. Weltweit durchgesetzt haben sich ungefähr 30 Sorten, Führer auf dem Weltmarkt ist die "Bluecrop". Sie ist deshalb so erfolgreich geworden, weil sie kälteunempfindlich, resistent gegen Trockenheit und kaum für Krankheiten und Schädlinge anfällig ist. Weiterhin ist bemerkenswert an dieser Sorte, dass sie an unterschiedlichsten Standorten trotzdem hohe und verlässliche Erträge liefert.

    Ernte der Kulturheidelbeeren

    Geerntet werden die Kulturheidelbeeren in einem Zeitraum von circa drei Monaten. In den ersten Jahren nach dem Anbau liegen die Erträge zwischen einem und zwei Kilogramm Früchte pro Strauch. Später liegen die Werte bei etwa drei bis fünf Kilogramm. Es gibt so gar Sträucher, die zwanzig Kilogramm Beeren liefern können. Die Handernte ergibt die beste Qualität. Die reifen, unbeschädigten und ungefähr gleich großen Früchte kommen dann sofort in den Verkaufsbehälter. Da nicht alle Beeren gleichzeitig reif sind, müssen die Anlagen der Kulturheidelbeeren mehrmals durchpflückt werden. Die Ernte muss vorsichtig erfolgen, der weiße Reif auf den Früchten wird nicht weggewischt. Eine gute Helferin erntet in einer Stunde ungefähr zwischen vier und acht Kilogramm Beeren.

    Die Vermarktung der Kulturheidelbeeren aus der Ernte in Deutschland erfolgt zur Hälfte über die Direktvermarktung, also zum Beispiel über Höfe, Wochenmärkte. Ein Teil wird aber auch in Anlagen vertrieben, in denen die Kunden die Beeren selbst pflücken können. Die andere Hälfte geht zum einen Teil in die Großmärkte, zum anderen finden sie ihre Abnehmer über Erzeugergemeinschaften, wo sie weiter verarbeitet werden.

    Inhaltsstoffe der Kulturheidelbeeren

    Kulturheidelbeeren enthalten Fruchtsäuren, die Vitamine A, B, C. Die wertvollen Mineralstoffe haben eine entschlackende Wirkung. Die nachgewiesene, antioxidantische Wirkung gilt als Schutz vor Krebserkrankungen. Tee aus Heidelbeerblättern und die Beeren selbst haben blutzuckersenkende Eigenschaften und sind deshalb besonders Diabetikern zu empfehlen. Der hohe Vitamin A Gehalt verbessert Beschwerden bei Nachtblindheit.

    Wozu eignen sich Kulturheidelbeeren

    Kulturheidelbeeren eignen sich hervorragend zum Backen, zum Beispiel in Rührkuchen oder in Joghurt- oder Sahnetorten. Auch beim Kochen sind sie eine beliebte Zutat, sehr gerne etwa in Pfannkuchen oder Hefeklößen. Selbstverständlich kann man auch Kompott oder Marmelade herstellen. Joghurt-, Quark- und Eis-Desserts lassen sich sehr gut mit Heidelbeeren verfeinern; entweder als ganze Frucht oder püriert als feine Dessertsoße. Doch man kann sie auch als Heilmittel einsetzen. Getrocknete Heidelbeeren wirken sehr gut bei Durchfallerkrankungen.

     

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