Laugenbrötchen

Laugenbrötchen werden aus einem Weizen-Hefeteig hergestellt. Ihre braune Färbung erhalten die Kleingebäcke durch eine Natronlauge, in die sie vor dem Backen eingetaucht werden. Regional gibt es unzählige Variationen des Belags: Laugenbrötchen mit Wurst, Käse, Marmelade, Haselnussaufstrich oder Honig. Laugenbrötchen ist immer ein herzhaftes und leckeres Gebäck, das auf jedem Esstisch zu finden ist.

Nährwert je 100 g
kcal226 kcal
kJ945 KJ
Kohlenhydrate45.3 g
Protein7.1 g
Fett1.8 g
Wasser42 g
Cholesterin0 mg
Vitamine je 100 g
Niacin1.8 mg
Vitamin A11 µg
Vitamin B10.08 mg
Vitamin B20.09 mg
Vitamin B60.07 mg
Vitamin C0 mg
Vitamin E0.4 mg
Vitamin K0 mg
Mineralstoffe je 100 g
Calcium17 mg
Eisen0.9 mg
Kalium100 mg
Magnesium18 mg
Natrium500 mg
Phosphor98 mg
Laugenbrötchen

Eigenschaften: Laugenbrötchen

Laugengebäck zählt zum Kleingebäck. Die Teiglinge werden aus Weizenbrot-Hefeteig hergestellt. Sie werden vor dem Backen in Natronlauge getaucht. Es handelt sich hierbei um eine 4%ige Laugenkonzentration. Das typische Aussehen und der Geschmack der Backwaren entstehen durch eine Reaktion des Glutens mit dem Teig, bei dem Aminosäuren freigesetzt werden.

Herkunft: Laugenbrötchen

Es gibt viele Geschichten über die Herkunft von Laugenbrötchen. Alle diese Geschichten haben eines gemeinsam: Angeblich ist die Herstellung der ersten Laugenbrötchen reiner Zufall gewesen. In München soll 1839 ein Bäcker seine Brezeln statt mit Zuckerwasser versehentlich mit Natronlauge bestrichen haben. Lauge wurde damals zum Reinigen von Backblechen oder Backöfen benutzt. Ob diese Geschichte tatsächlich stimmt, ist bis heute nicht geklärt, aber eines ist sicher: Laugengebäck, insbesondere Laugenbrötchen sind heute nicht mehr vom Frühstückstisch wegzudenken und haben besonders im süddeutschen Raum (Bayern und Baden-Württemberg) eine lange Tradition. Mittlerweile ist das Laugenbrötchen jedoch überall in Deutschland und auch in Europa unter verschiedenen Namen zu finden. Sei es als Laugenweckle im Schwabenland, als Silserbrot in der Schweiz oder als Laugenweckerl in Österreich.

Verwendung: Laugenbrötchen

Backwaren wie Laugenbrötchen sind ein Grundnahrungsmittel, das mit herzhaftem Käse, Schmalz oder anderem Belag kombiniert werden kann.

Lagerung: Laugenbrötchen

Trocken im Brotkorb sind sie wenige Tage haltbar. Ein zeitnaher Verbrauch ist zu empfehlen. Wenn das nicht möglich ist, können Laugenbrötchen eingefroren werden.

Gesundheit Laugenbrötchen

Laugenbrötchen sind mit oder ohne Belag ein appetitlicher Snack und eine einfache und sattmachende Mahlzeit. Sie sind relativ fettarm, haben nur wenige Kilokalorien und wenig Eiweiß. Daher sind Laugenprodukte eine gute Alternative zu fettigen Chips oder anderen Knabberartikeln. Allerdings sollten Laugenbrötchen wegen des hohen Salzanteils nicht in großen Mengen verzehrt werden. Kleine Kinder sollten lieber Brötchen, die mit Sesam anstatt mit Salz bestreut wurden, zu sich nehmen. Bei Erwachsenen ist ein normaler Konsum von Laugenbrötchen auf keinen Fall gesundheitsschädlich für den Körper. Es gibt also keinen Grund, auf dieses leckere Gebäck beim Frühstück zu verzichten.

Saison der Laugenbrötchen:

Laugenbrötchen ist ein ganzjährig verfügbarer Frischartikel.

Laugenbrötchen Geschmack: kräftig aromatisch

Herstellung von Laugenbrötchen

Die Teigrohlinge werden in einer Backstube mit einer höchstens 4%igen Natronlauge bestrichen und anschließend gebacken. Dadurch entsteht die charakteristische schöne Kruste. Solch eine Prozedur ist für Zuhause nicht empfehlenswert, denn immerhin ist Natronlauge (Natriumhydroxid) eine sehr ätzende Substanz und damit sehr gefährlich. Deshalb wird sie auch kaum bis gar nicht für den Hausgebrauch angeboten. Hingegen ungefährlich ist einfaches Natron (Natriumhydrogencarbonat). Ein altes und bewährtes Backtriebmittel ist z.B. Kaisernatron. In der Regel lässt es sich in Drogerien oder Supermärkten bekommen. In Backstuben wird die Natronlauge bei normaler Zimmertemperatur verarbeitet. Das Natronpulver muss dagegen erst zu einer Lauge gekocht werden, in welche dann für eine Minute die Laugenbrötchen gegeben werden. Die Teiglinge werden dann, je nach Wunsch, im noch nassen Zustand mit grobem Salz, Kümmel oder Sesamsaat bestreut. Die Laugenbrötchen werden dann im Ofen gebacken und erhalten so ihr typisches Aroma.

Für die schöne Bräunung und ein gut riechendes Aroma ist die so genannte Maillard-Reaktion verantwortlich. Diese Reaktion tritt bei allen Backprozessen auf und wird durch die Lauge bei einem Laugenbrötchen zusätzlich verstärkt. Bei diesem Prozess werden Eiweiß und Stärke in ihre Bausteine geteilt und reagieren miteinander. Dadurch entstehen neue Verbindungen, was dem Laugenbrötchen den bekannten Geschmack und das schöne Äußere verleiht.

 

 

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