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Liebstöckel
Liebstöckel

Liebstöckel

Liebstöckel, lat. Levisticum officinale, wird auch Maggikraut oder Luststock genannt. Es ist eine Pflanzenart aus der Familie der Doldenblütler. Die aromatisch duftende Pflanze wächst bis zu zwei Meter hoch. Sie hat röhrige, dicke Stängel, dunkelgrüne, glänzende Blätter und gelbe Blüten, die in einem doppeldoldigen Blütenstand hervortreten.

Eigenschaften: Liebstöckel

Liebstöckel ist eine aromatische Pflanze, die einen würzig-herben Geschmack hat. Die Pflanze ist anspruchslos und winterhart. Liebstöckel kann als Küchenkraut oder Arzneipflanze verwendet werden. In der Küche verfeinert er als Gewürz Suppen und Salate. Für Arznei werden die Früchte, der Wurzelstock und die Wurzeln des Liebstöckels verwendet.

Herkunft: Liebstöckel

Ursprünglich stammt die Pflanze aus Persien oder dem Mittleren Osten und fand über den Mittelmeerraum seit dem 14. Jahrhundert in ganz Europa Verbreitung. Schon im Mittelalter war Liebstöckel ein beliebtes Heilmittel. Da er vielfach in Kräuter- und Gemüsegärten angebaut wurde und wird, hat er sich auch an kältere Regionen angepasst.

Verwendung: Liebstöckel

Frische Liebstöckelblätter finden Verwendung beim Kochen und Backen. Wegen seines würzig-herben Geschmacks wird Liebstöckel nicht ohne Grund Maggikraut genannt. Jedoch handelt es sich nur um eine geschmackliche Analogie, denn Maggiwürze enthält kein Liebstöckel. Außerdem ist die Geschmacksnote von Liebstöckel pflanzlicher und etwas milder. Ähnlichkeiten gibt es auch zum Sellerie und zum Suppengrün, die jedoch weniger Schärfe und Bitterstoffe einbringen. Feingehackte Blätter können zum Würzen von Salaten, Eintopfgerichten, Pasteten, Soßen und Suppen verwendet werden, um ihnen eine herb-würzige Note zu verleihen, ohne einen künstlichen Brühwürfelgeschmack hervorzurufen.

Liebstöckel kann man sowohl frisch als auch im getrockneten Zustand verarbeiten, wenn man die trockenen Blätter mitkocht. Aufgrund der geschmacklichen Intensität sollte man Liebstöckelblätter beim Kochen sparsam gebrauchen. Eine Messerspitze genügt häufig bereits, um das volle Aroma zu erzielen. Die getrockneten Samen der Pflanze kann man zum Verfeinern von Quark, Braten und Eintöpfen verwenden, ebenso als Zugabe beim Backen von Körnerbroten. Auch eignet sich das Kraut als geschmacksgebende Komponente in Gebäck und Käsegerichten. Liebstöckel harmoniert mit allen deftigen Kräutern wie Sellerieblättern, Majoran, Zwiebeln und Knoblauch. Aus Liebstöckel wird auch Magenbitter und Likör gewonnen.

 

Lagerung: Liebstöckel

Bekannt sind drei Methoden, um Liebstöckel haltbar zu machen. Die Blätter können getrocknet, eingefroren oder eingelegt werden. Für das Einlegen werden die Blätter mit Salz zu einer Paste püriert. Anschließend werden die Gläser verschlossen und kühlgestellt. So ist die Liebstöckelpaste bis zu einem Jahr haltbar.

Gesundheit Liebstöckel

Die getrockneten Liebstöckelfrüchte werden bei Verdauungsbeschwerden und Blähungen angewendet. Der Wurzelstock und die Wurzeln enthalten ätherische Öle, die zur Durchspülungstherapie bei Infekten der Harnwege oder gegen Nierensteine eingesetzt werden. Schon im Mittelalter war Liebstöckel ein beliebtes Heilmittel. Es half damals bei Halskrankheiten und Mittelohrentzündung, war verdauungsfördernd und schleimlösend.

Saison der Liebstöckel:

Die Blütezeit liegt zwischen Juni und August. Die Erntezeit der Blätter erfolgt im Frühjahr, die der Samen im Spätsommer und die der Wurzeln im Spätherbst. Die Blätter können den ganzen Sommer über geerntet werden. Die Pflanze ist winterhart.

Liebstöckel Geschmack: würzig-herb

 

Liebstöckel - Anbau und Ernte

Die Blütezeit liegt zwischen Juni und August. Liebstöckel benötigt eine sonnige oder halbschattige Lage und einen leicht feuchten Boden ohne aufgestaute Nässe. Man sollte die Pflanze erst gießen, wenn die obere Bodenschicht trocken ist. Das Düngen ist in der Regel nicht nötig. Um eine dauerhafte Erntefähigkeit zu garantieren, sollten Sie die Pflanze häufig beernten und etwa zu Frühlingsanfang zurückschneiden. Die Ernte der Blätter erfolgt im Frühjahr, der Samen im Spätsommer und der Wurzeln im Spätherbst.

Medizinische Nutzung von Liebstöckel

In der Antike und im Mittelalter war Liebstöckel eine der beliebtesten Gewürzpflanzen der norditalienischen Provinz Ligurien. So hat die Wortsilbe „lieb" nichts mit Liebe zu tun, sondern ist eine Eindeutschung von „Ligusticum", dem lateinischen Namen der Provinz. Im Volksglauben hat die missverständliche Silbe den Blättern und Wurzeln des Liebstöckels den Ruf einer erotisierenden Wirkung eingetragen. Die chemische Zusammensetzung der Pflanzenstoffe bietet dafür keinerlei Anhaltspunkte. Sehr wohl hat Liebstöckel allerdings eine verdauungsfördernde und harntreibende Wirkung aufgrund des hohen Gehalts an Alkylphtaliden und ätherischen Ölen. Es hilft gegen Verdauungs- und Magenbeschwerden sowie bei Blasen- und Nierenleiden und Nierensteinen. Zahlreiche weitere Anwendungen sind aus der Volksheilkunde und der Homöopathie bekannt, so zur Schleimlösung und bei Menstruationsbeschwerden.

Wie verwendet man Liebstöckel?

Liebstöckel kann man sowohl frisch als auch im getrockneten Zustand verarbeiten, wenn man die trockenen Blätter mitkocht. Aufgrund der geschmacklichen Intensität sollte man Liebstöckelblätter beim Kochen sparsam gebrauchen. Eine Messerspitze genügt häufig bereits, um das volle Aroma zu erzielen. Die getrockneten Samen der Pflanze kann man zum Verfeinern von Quark, Braten und Eintöpfen verwenden, ebenso als Zugabe beim Backen von Körnerbroten. Auch eignet sich das Kraut als geschmacksgebende Komponente in Gebäck und Käsegerichten. Liebstöckel harmoniert mit allen deftigen Kräutern wie Sellerieblättern, Majoran, Zwiebeln und Knoblauch. Aus Liebstöckel wird auch Magenbitter und Likör gewonnen.

 

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