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Kohlgemüse
Kohlgemüse

Kohlgemüse

Der Begriff Kohlgemüse beschreibt eine Vielzahl an Kohlarten, die insgesamt den Kreuzblütlergewächsen zugeordnet werden können. Charakteristisch ist, dass Kohl besonders lange haltbar und witterungsbeständig ist und daher überwiegend zu den klassischen Wintergemüsen zählt.

Eigenschaften: Kohlgemüse

Die meisten Kohlsorten weisen pro 100 Gramm nur rund 20 Kalorien auf und sind daher ausgesprochen kalorienarm. Ihr Fettgehalt ist gering, er bewegt sich im Bereich 0,1 bis 0,5 Gramm. Makronährstofftechnisch bietet Kohlgemüse durchschnittlich 1 bis 2 Gramm Protein sowie 5 bis 10 Gramm Kohlenhydrate pro 100 Gramm - es enthält durchschnittlich 3 Gramm wertvolle Ballaststoffe. Alle Kohlsorten zeichnet der hohe Anteil an Kalium mit durchschnittlich 150 bis 200 Milligramm pro 100 Gramm Kohlgemüse aus, welches für die Signalweiterleitung in den Nervenzellen verantwortlich ist. Ferner stecken etwa 20 Milligramm Natrium und 10 bis 15 Milligramm Magnesium im reifen Kohlgemüse; während Natrium den Flüssigkeitshaushalt im Blut regelt, beugt Magnesium Muskelkrämpfen vor. Unter den Vitalstoffen sticht vor allem der hohe Gehalt an Vitamin C hervor, im Schnitt 30 bis 40 Milligramm. Es stärkt vor allem das körpereigene Immunsystem und sorgt zu großen Teilen dafür, dass Kohlgemüse seit Jahrhunderten als Wintergemüse geschätzt wird. Zu guter Letzt stecken noch 0,1 bis 0,5 Milligramm Vitamin B6 im Gemüse, verantwortlich für diverse Stoffwechselprozesse und Hormonaktivitäten. Kohlgemüse verfügt damit über ein sehr reichhaltiges Nährstoffprofil.

Herkunft: Kohlgemüse

Kohlgemüse ist nahezu überall auf der Welt verbreitet. Es wird jedoch vermutet, dass die ersten Arten des Wildkohls vor allem an den Atlantikküsten im heutigen England, Frankreich sowie im nördlichen Spanien verbreitet waren. Auch heute findet man entsprechend in England, Frankreich sowie auf Helgoland und in einigen Mittelmeerländern noch einige natürlich vorkommende Wildformen des Kohls. Mittlerweile werden die verschiedenen Kohlarten jedoch in nahezu allen Klimazonen auf der ganzen Welt kultiviert. Während die Kohlarten Brokkoli, Blumenkohl und Pak Choi vor allem im subtropischen Raum angebaut werden, werden die anderen Kohlsorten vorrangig in China, Russland sowie in Korea produziert. Im europäischen Raum dominieren die Länder Deutschland, Polen und Frankreich den Anbau verschiedener Kohlarten. Auch in vielen Mittelmeerländern gilt Kohlgemüse als gängiges Anbauprodukt. Rund ein Viertel des hierzulande verspeisten Kohlgemüses stammt aus Deutschland selbst, – der überwiegende Teil wird demnach importiert.

Verwendung: Kohlgemüse

Kohlgemüse wird nahezu überall auf der Welt zur Zubereitung verschiedenster Speisen genutzt. Als berühmteste Beispiele können das Sauerkraut aus Weißkohl sowie das koreanische Kimchi aus Chinakohl genannt werden. Darüber hinaus gibt es je nach Kohlart jedoch noch zahlreiche, weitere Kohlgerichte. Kohlgemüse kann in aller Regel nicht roh verzehrt werden, sondern muss gekocht, gedünstet oder gebraten werden, um die teilweise schwerverdaulichen Inhaltsstoffe besser verwertbar zu machen. Kohl ist eine beliebte Beilage zu herzhaften Fleisch- oder Fischgerichten. Darüber hinaus wird er gern als Zutat in Aufläufen, aber auch als eigenständiges Gericht zubereitet. Ein paar bekannte Beispiele hierfür sind Kohlrouladen, gedünsteter Blumenkohl mit Käsesoße oder gedünsteter Brokkoli. Ebenfalls beliebt ist Kohlgemüse zur Zubereitung von Suppen oder Eintöpfen. Weiß- und Rotkohl, auch China- und Spitzkohl eignen sich gut für Rohkostsalate und sind in puncto Rohverträglichkeit eine große Ausnahme. Kohlgemüse sollte vor der Verwendung immer frisch sein und idealerweise kühl gelagert werden. Im Kühlschrank hält es sich nur wenige Tage, Kohlgemüse kann jedoch in diesem Zusammenhang unkompliziert eingefroren werden.

Gesundheit Kohlgemüse

Dem Kohlgemüse werden zahlreiche gesundheitliche Vorteile zugeschrieben. Unter anderem stärkt das kalorienarme Diätlebensmittel Kohlgemüse das körpereigene Immunsystem aufgrund der vielen enthaltenen Vitalstoffe. Es ist auch sehr gesund für den Darm, da Kohlsaft große Mengen an Methylmethionin enthält, der Magen- und Darmgeschwüren vorbeugt. Kohlgemüse gilt damit auch als krebsvorbeugend und entzündungshemmend und sollte aufgrund der zahlreichen Gesundheitsvorteile sehr oft auf dem individuellen Speiseplan stehen.

 

Bezeichnend für alle Kohlarten sind der rundliche, dicke und schwere Kohlkopf und die den Kohlkopf umgebenden Kohlblätter. Bei vielen Kohlarten sind sowohl der Kohlkopf, als auch die Kohlblätter genießbar. Das Kohlgemüse ist dabei eng mit den Rüben, dem Raps sowie dem Senf und den Rettichen sowie mehr als 3.000 weiteren Arten verwandt. Ihre enge Verwandtschaft drückt sich vor allem durch den hohen Anteil an Senfölen aus, der für den typischen Geschmack des Kohlgemüses sorgt. Der Geschmack selbst hängt von der jeweiligen Kohlart ab. Bezeichnend ist aber vor allem das klassische Kohlaroma, welches recht deftig, süßlich und gleichzeitig ein wenig herb ist. Kohlgemüse ist in der Regel einjähriges oder zweijähriges Gemüse, welches in den folgenden, verschiedenen Zuchtformen existiert: Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Grünkohl, Palmkohl, Pok Choi, Romanesco, Rosenkohl, Spitzkohl, Weißkohl, Wirsing, Wildkohl und Zierkohl.

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