Erbsen

Die Erbse (lat. Pisum sativum) ist eine seit Jahrtausenden genutzte Nahrungsmittelpflanze, deren erster kultivierter Anbau vor rund 10.000 Jahren stattfand. Aufgrund ihres hohen Proteingehalts stellte sie einen für lange Zeit unverzichtbaren Bestandteil der Nahrung für Mensch und Nutztier dar.

Nährwert je 100 g
kcal69 kcal
kJ289 KJ
Kohlenhydrate10 g
Protein4 g
Fett0.2 g
Wasser79.58 g
Cholesterin0 mg
Vitamine je 100 g
Niacin3.42 mg
Vitamin A0 µg
Vitamin B10.17 mg
Vitamin B20.15 mg
Vitamin B60.16 mg
Vitamin C25 mg
Vitamin E0.5 mg
Vitamin K0 mg
Mineralstoffe je 100 g
Calcium20 mg
Eisen2 mg
Kalium300 mg
Magnesium30 mg
Natrium4 mg
Phosphor80 mg
Erbsen

Eigenschaften: Erbsen

Erbsen wachsen an krautigen, einjährigen Pflanzen und sind von Erbsenschoten umgeben. Dabei handelt es sich um grüne Blatthülsen, die den Hülsenfrüchten ihren Namen gaben. Die Erbsen sind hintereinander in den Schoten angeordnet und von hellgrüner bis grüner Farbe. Das Innere der Erbsen ist ebenfalls hellgrün bis weiß und von weicher Konsistenz. Reife Erbsen weisen einen Durchmesser von 1 bis 2 Zentimeter bei einem Gewicht von wenigen Gramm auf.

Herkunft: Erbsen

Bei der Erbse handelt es sich um ein Lebensmittel, welches bereits seit mehreren tausend Jahren aktiv vom Menschen kultiviert wird. Seine Ursprünge liegen in Kleinasien, von dort aus verbreitete sich die Erbse allmählich auch im europäischen Raum. Heute werden Erbsen nahezu überall auf der Welt und in fast allen Klimazonen angebaut. In Deutschland liegt im Bundesland Sachsen-Anhalt das größte, zusammenhängende Anbaugebiet des Landes.

Verwendung: Erbsen


Für Erbsen gibt es vielerlei Verwendungsformen, sei es als Suppengemüse oder Gemüsebeilage zu herzhaften Gerichten, darüber hinaus können sie auch zur Herstellung von Erbsenpüree oder Bratlingen verwendet werden.

Lagerung: Erbsen

Erbsen als Frischware sind eine gute Woche im Gemüsefach des Kühlschrankes lagerbar. Natürlich können sie auch eingefroren werden.

Gesundheit Erbsen

Erbsen weisen einen hohen Ballaststoffanteil auf und sind entsprechend gut für die Verdauung. Weiterhin enthalten diese zahlreiche Vital- und Mineralstoffe und stellen damit insgesamt ein sehr gesundes und kalorienarmes Lebensmittel dar. Sie sind reich an Folsäure, Vitamin C, Biotin und Vitamin A.

Saison der Erbsen:

Hierzulande haben Erbsen zwischen Juni und September Saison und können daher als klassisches Sommergemüse bezeichnet werden. Innerhalb der Sommermonate können Erbsen entsprechend frisch im Einzelhandel erworben werden. Tiefgekühlte Erbsen machen jedoch den überwiegenden Teil aus und sind ganzjährig im Einzelhandel erhältlich. Die Erbse ist außerdem eine beliebte Gemüsepflanze für den Anbau im heimischen Garten.

Die unterschiedlichen Erbsen Arten

Im Vergleich zur Präsenz, welche die getrocknete Erbse noch im Mittelalter in der alltäglichen Küche hatte, wird sie heutzutage vorwiegend als Futterpflanze eingesetzt, findet aber als frisches Gemüse auf Grund ihrer Vielseitigkeit weiterhin Verwendung in diversen kulinarischen Spezialitäten.

Erbsen werden grundsätzlich in drei verschiedene Typen unterteilt, die Pal- bzw. Schalerbsen, die Markerbsen sowie die Zuckererbsen. Pal- oder Schalerbsen sind in hohem Maße frostresistent, was eine frühe Saat und somit Ernte ermöglicht. Sie werden in der Regel getrocknet und können unter anderem gemahlen als Tierfutterzusatz dienen.
Markerbsen enthalten viele Kohlenhydrate, zumeist Saccharose. Sie sind sehr süß und eignen sich zum Rohverzehr, weshalb sie häufig als Konserven- oder Tiefkühlprodukt genutzt werden. Zuckererbsen zeichnen sich durch eine nicht vorhandene Pergamentschicht innerhalb der Hülse aus, aus welchem Grund sie im Gegensatz zu den anderen Arten roh direkt mit Schote verspeist werden können.

Historische Entwicklung der Nutzung der Erbsen

Der Siegeszug der Erbse begann ca. 8000 bis 7000 v. Chr. in Kleinasien, da jedoch der Unterschied zwischen wild wachsender und kultivierter Erbsenpflanze nur minimal ist, kann der erste Anbau nicht exakt datiert werden. Über Vorderasien und Südosteuropa gelangte sie dann nach Mitteleuropa, wo sie seit ungefähr 4000 Jahren in Mischkultur mit Gemüse wie Salat oder Kohlrabi oder in Wechselkultur mit Getreide angebaut wird.

Bis ins 17. Jahrhundert wurde die Erbse fast ausschließlich als Trockengemüse verspeist und diente europäischen Ackerbauern als Grundnahrungsmittel. Zum Verzehr wurde sie im Allgemeinen als getrocknete Frucht gemahlen und als Brei oder Mus zubereitet. Erst durch die Zucht zuckerreicherer und dadurch süßerer Kulturen war es zum ausgehenden 16. Jahrhundert möglich, die noch unreife und daher grüne Frucht als Gemüse zu essen.

Wissenswertes zur Erbse und ihrem Anbau

Unter den Hülsenfrüchten gehört die Erbse zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler. Die Wurzeln dieser krautähnlichen Pflanze reichen bis zu einem Meter tief in das Erdreich hinein, weshalb der Anbau tiefgründigen, humusreichen Boden erfordert. Da es sich um eine kletternde Ranke mit einer Höhe von einem halben bis zu zwei Metern je nach Art handelt, werden vor der Saat zumeist Kletterhilfen im Boden befestigt, um ein ungehindertes Wachstum zu gewährleisten.

Die Pflanzen werden von März bis April gesät und sind immens witterungsbeständig und genügsam, was auch ihre Erfolgsgeschichte erklärt. Mit einer niedrigen Kulturdauer von nur acht bis sechzehn Wochen kann bereits im Mai mit der Ernte begonnen werden. Durch den zusätzlich positiven Einfluss auf die Bodenstruktur, dient sie häufig als Vorfrucht für Wintergetreide oder Raps. Wegen einer relativ hohen Intoleranz gegenüber sich selbst muss jedoch das Anbaugebiet in einem Turnus von vier bis acht Jahren gewechselt werden. Die Hauptproduzenten von Grün- und Trockenerbsen sind gegenwärtig Indien, China, Kanada und Frankreich.

 

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