Weißkohl

Den Weißkohl gibt es in vielen Varianten. Er wird z.B. in großen Gemüsefarmen im Rheinland angebaut und hat im Herbst und Winter Saison. Das größte zusammenhängende Kohlanbaugebiet liegt jedoch in Schleswig Holstein bei Friedrichskoog. Dort wird auf einem fruchtbaren Boden, der dem Wattenmeer abgerungen wurde, eine sehr vitaminreiche Sorte des Weißkohls gezogen.

Nährwert je 100 g
kcal30 kcal
kJ127 KJ
Kohlenhydrate4.18 g
Protein1.38 g
Fett0.19 g
Wasser90.33 g
Cholesterin0 mg
Vitamine je 100 g
Niacin0.55 mg
Vitamin A0 µg
Vitamin B10.04 mg
Vitamin B20.05 mg
Vitamin B60.19 mg
Vitamin C51.5 mg
Vitamin E1.7 mg
Vitamin K121 mg
Mineralstoffe je 100 g
Calcium45 mg
Eisen0.37 mg
Kalium269 mg
Magnesium13 mg
Natrium12 mg
Phosphor36 mg
Weißkohl

Eigenschaften: Weißkohl

Weißkohl ist rund, hat etwa die Größe eines mittleren Kinderballes und ist von hellgrüner bis weißlicher Farbe. Markant sind die dichtgelappten Blätter des Weißkohls, die Schicht für Schicht den festen, runden Kohlkopf ergeben. Der Kohlkopf ist fest und knackig.

Herkunft: Weißkohl

Weißkohl ist ein enger Verwandter des ursprünglichen Wildkohls, der aus Nordafrika entstammt. Erstmalig kultiviert wurde der Weißkohl jedoch im Mittelmeerraum, bevor dieser allmählich auch im mitteleuropäischen Raum kultiviert wurde. In Deutschland befindet sich beispielsweise in Schleswig-Holstein das größte, zusammenhängende Anbaugebiet für Weißkohl innerhalb Deutschlands wieder.

Verwendung: Weißkohl

Weißkohl dient als Grundzutat für die Herstellung vieler kulturell tief verankerter Haupt- und Nebengerichte wie zum Beispiel Sauerkraut, Kohlrouladen oder Krauteintopf. Ferner wird Weißkohl auch gern für die Zubereitung von Rohkostsalaten verwendet.

Lagerung: Weißkohl

Weißkohl sollte dunkel gelagert werden.

Gesundheit Weißkohl

Weißkohl gilt insgesamt als sehr gesundes und kalorienarmes Lebensmittel. Enthalten sind vor allem reichliche Vital- und Mineralstoffe, die das körpereigene Immunsystem stärken und einen blutverdünnenden Effekt haben und darüber hinaus viele Ballaststoffe, die für eine gesunde Verdauung wichtig sind.

Saison der Weißkohl:


Weißkohl hat hierzulande vor allem innerhalb der Monate September bis November Saison. In diesen Monaten wird er nach der Ernte entweder direkt in den Einzelhandel geliefert oder entsprechend zu weiteren Lebensmitteln verarbeitet. Dies hat zur Folge, dass der Weißkohl vor allem innerhalb der Herbst- und Wintermonate im heimischen Einzelhandel erhältlich ist. Doch auch außerhalb dieses Zeitraums kann Weißkohl frisch bezogen werden, hierbei handelt es sich jedoch in aller Regel um importierten Weißkohl.

Weißkohl Geschmack: mild-würzig

Weißkohl - gesundes Gemüse aus heimischem Boden

Der Kohl kann im Grunde ganzjährig gepflanzt und geerntet werden, hat aber seine ertragreichste Zeit im Herbst und Frühwinter. Weißkohl wird oftmals noch mit der Hand geerntet. Bei einer Temperatur von einem Grad Celsius wird der Kohl dann gelagert. Dazu werden Metallboxen verwendet, dies ist aus Hygienegründen angesagter als Holzpaletten. Bei diesen optimalen Bedingungen kann der Verkauf oder die Weiterverarbeitung bis zu sechs Monate später erfolgen, der Weißkohl verdirbt nicht und behält auch all seine guten Inhaltsstoffe.

Verwendung von Weißkohl

Weißkohl kann man roh als Salat verzehren, er kann geraspelt, gewürfelt oder in Streifen geschnitten hervorragend als Gemüse gekocht oder gedünstet werden. In der Heilkunde ist Weißkohl ebenso bekannt. Kohlsaft soll helfen, Magengeschwüre im Zaum zu halten und sogar Zwölffingerdarm Geschwüre positiv zu beeinflussen. Mit Milchsäure vergorener Kohl, bekannt als Sauerkraut, hilft bei Verdauungsbeschwerden. Sauerkrautsaft ist vitaminreich und wirkt unterstützend bei Diäten. Bei Wunden, Geschwüren oder Furunkeln helfen zerquetschte Kohlblätter, die direkt aufgelegt werden. Weißkohl ist quasi ein Allround Heilmittel. Auch hier gilt das Frischegebot. Egal wann die Ernte war, solange die Blätter hellgrün und knackig sind, haben die wichtigen Inhaltsstoffe noch ihre ganze Wirkung. Übrigens wird die Erfindung des Sauerkrauts den Chinesen zugeschrieben, was doch einigermaßen erstaunlich ist, da es in keinem Chinarestaurant in Deutschland Sauerkraut gibt. Vielleicht ist das ja in China anders.

Weißkohl eignet sich auch hervorragend, um im eigenen Garten gezogen zu werden. Man kann damit beginnen, die Samen in Aussaatkisten auf dem Fensterbrett anzusetzen. Ab Mitte Mai kann dann direkt im Garten gesät oder die Setzlinge verpflanzt werden. Sie müssen sehr tief eingesetzt werden und brauchen einen nahrhaften, gut gedüngten Boden. Wichtig sind eine regelmäßige Bewässerung und ein Schutz gegen Kohlschädlinge, besonders muss auf den großen Kohlweißling geachtet werden. Dieser kann beträchtlichen Schaden anrichten. Da die Kohlköpfe recht groß werden können, muss auf einen ausreichenden Pflanzabstand geachtet werden. 50 bis 60 cm zwischen den einzelnen Setzlingen sollten es schon sein.

Weißkohl in der Geschichte

Bevor es Kühlung und Haltbarmachung von Lebensmitteln gab, war es im Winter oft ein Problem, genügend Vitamine zu bekommen. Frisches Obst war getrocknet und eingelagert, andere Gemüsesorten oft nicht lange genug haltbar um die langen Wintermonate zu überstehen. Da waren der Weißkohl und mit ihm verwandte Kohlsorten ein wichtiges Nahrungsmittel gerade der ärmeren Bevölkerungsschichten. Kohl hielt sich lange und konnte hervorragend in dunklen und kühlen Kellern aufbewahrt werden. Oftmals bis weit in den Frühling hinein, bis endlich wieder frische Kräuter und erste Obstsorten geerntet werden konnten. Ohne den Weißkohl hätte wohl manch armer Tagelöhner im Mittelalter die harten nordeuropäischen Winter nicht überlebt.

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