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Fenchel
Fenchel

Fenchel

Der Fenchel ist eine alte und ursprünglich einmal mediterrane Kulturpflanze. Gelegentlich finden sich auch ausgewilderte Formen. Innerhalb der Pflanzenfamilie der Gattung Foeniculum ist der Fenchel (Foeniculum vulgare) die einzige Pflanzenart. Der Doldenblütler (Apiaceae) gilt als weltweit verbreitete und sehr beliebte Gewürz-, Heil- und Gemüsepflanze. Im Jahr 2009 war Fenchel von Wissenschaftlern der Universität Würzburg zu Deutschlands „Gewürzpflanze des Jahres“ erklärt worden.

Herkunft von Fenchel

Zwischen Vorderasien und dem Mittelmeerraum liegt die Heimat der ursprünglichen Form des Fenchels. In diesen Regionen galt er schon seit jeher als gute Gewürz- und Heilpflanze. Daraus entwickelten sich peu à peu die bekannten Kulturpflanzen, der Knollenfenchel und der Gewürzfenchel.


Merkmale und Inhaltsstoffe


Gewürzfenchel (Foeniculum vulgare var. dulce) wird auch Süßfenchel genannt. Er kann zweijährig kultiviert werden. Dann sind die kräftigen und gerillten Stängel besonders auffällig. Sie tragen ein fein gefiedertes, grazil wirkendes Laub. Insgesamt erreicht der Fenchel eine Höhe von etwa 80 Zentimetern bis zu zwei Metern. Im Sommer werden duftende Blütendolden ausgebildet, daraus bilden sich die Samen heran, die ähnlich kleiner Halbmonde aussehen. Die Samen des Fenchel entwickeln den charakteristischen Anisgeschmack.
Dem besonders hohen Gehalt an ätherischen Ölen verdanken die Fenchelsamen ihre Wirksamkeit. Außerdem sind Kieselsäure, Mineralsalze wie Magnesium, Kalium und Kalzium sowie Stärke enthalten. Die Samen liefern die Vitamine A, B und C. Dabei weisen Analysen von Fenchel mit 100 g Frischgewicht beachtliche 247,3 mg Vitamin-C-Gehalt aus.


Verwandte Arten des Fenchel


Neben dem

  • Gewürzfenchel oder Süßfenchel
    gibt es vom Gartenfenchel noch zwei weitere Arten, die weit verbreitet sind und sich sowohl in ihrem Wuchs als auch in der Verwendung etwas unterscheiden:
  • Gemüsefenchel, Knollen- oder Zwiebelfenchel (Foeniculum vulgare var. azoricum ) sowie
  • Wilder Fenchel oder Bitterfenchel (Foeniculum vulgare var. vulgare).


Der Knollenfenchel ist ganz besonders reich an Vitaminen und schmeckt sowohl als Rohkost als auch gedünstet oder überbacken. Die schossfesten Sorten sind besonders empfehlenswert, da die sogenannten Langtagspflanzen im Sommer unter Ausnutzung des Tageslichts nicht blühen, sondern vermehrt kräftige Knollen ausbilden.
Ausgeprägte Bestandteile der ätherischen Öle von Bitterfenchel ist Fenchon. Mit seinem kampferartigen Geschmack ist dieser Bitterstoff in der Wildform etwa zehnmal stärker konzentriert als etwa bei Süßfenchel.

Fenchel - Standort und Kultur

Fenchel benötigt viel Licht, Sonnenschein und Wärme. Dann können die Samen gut reifen. Wegen seiner besonders langen Pfahlwurzeln sollte der Boden nährstoffreich, kalkhaltig, wasserdurchlässig und vor allem tiefgründig sein. So kann er sich auch wild in Gruppen von Unkräutern an Weinbergsrändern und Schutthalden ansiedeln.
Der Gewürzfenchel ist eine ausdauernde Staude, die in den nördlichen, zuweilen frostgefährdeten Breiten zweijährig kultiviert wird. Ausgesät wird im späten Frühjahr bis Ende Juni ins geschützte Beet im Freiland, wobei der Reihenabstand etwa 25 cm betragen sollte. Später wird auf einen Abstand von 50 cm vereizelt. Wurde die Größe einer Zwiebel erreicht, fördert ein Anhäufeln der Erde die Knollenbildung. Ausreichendes Gießen ist außerdem wichtig.
Vor Einbruch der Winterzeit werden alle Stängel etwa 10 cm über dem Boden abgeschnitten. Dann erhalten die beschnittenen Pflanzen eine Reisig- oder Strohabdeckung als Frostschutz.
Manche Sorten werden nur einjährig gezogen, dann erfolgt die Aussaat bereits im Verlauf des Februar im Haus.

Ernte und Lagerung


Zarte, junge Blätter können laufend abgeerntet werden, um sie als Frischgewürz verwenden zu können. Sobald die Samenstände braun geworden sind, werden sie abgeschnitten. Weisen die Samenkörner graue Streifen auf, sind sie bereits so gut wie rocken. Nichtsdestotrotz sollten sie zum Nachtrocknen gebündelt, trocken und hell aufgehängt werden. Danach kann man sie gut in fest verschließbaren Gefäßen zur weiteren Verwendung aufbewahren.

Fenchel - Verwendung

In der Kräuterküche würzen das Kraut und die Samen Salate, Soßen und Fischgerichte – fetter Fisch wird damit viel bekömmlicher. Die Samen werden zur Zubereitung von Brot und Plätzchen, aber auch aromatischer Liköre verwendet.
Auf dem Gebiet Kosmetik und Wellness helfen Dampfbäder mit Fenchelaufgüssen bei trockener Gesichtshaut. Dabei nehmen die wasserdampferweiterten Hautporen die wohltuenden ätherischen Öle sehr gut auf.
Die großen Blütenstände und das filigrane Laub lockern jedes Gartenbeet optisch auf. Bemerkenswert sind dazu besonders dekorative Fenchelsorten mit bronzefarbenen Stängeln und Blättern, beispielsweise „Giant Bronze“.


Die Heilwirkung von Fenchel



Neben Kamillentee und Pfefferminztee gehört Fencheltee hierzulande zu den beliebtesten Kräutertees - mit den Fenchelsamen werden die heilkräftigen Tees zubereitet. Sie wirken verschiedenen Magenbeschwerden entgegen und lindern schmerzhafte Darmprobleme. Dabei wird Fenchelsamen oft zusammen mit Anis und mit Kümmel verwendet. Auch bei Atembeschwerden, Husten und Heiserkeit leistet Fencheltee gute Dienste.
Das sanfte Heilmittel wird sehr oft bei Kindern eingesetzt.

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