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    Blutwurst
    Blutwurst

    Blutwurst

    Die Blutwurst ist heutzutage unter vielen verschiedenen Namen bekannt. So wird sie beispielsweise auch Rotwurst, Schwarzwurst, Griebenwurst oder im Österreichischen auch Blunzen genannt. Blutwurst beinhaltet, ganz ihrem Namen nach, tatsächlich Blut, und das in einer nicht gerade geringen Menge. Bei dieser Namensgebung wurde also wirklich den Inhaltsstoffen nachgegangen und nicht etwa der Farbe.

    Eigenschaften: Blutwurst

    Blutwurst oder Rotwurst ist eine Kochwurst. Sie besteht aus Schweinefleisch, Schweineblut, Speck, Schwarte und Gewürzen. Als Gewürze verwendet man Salz, Pfeffer, Thymian, Majoran, Ingwer und Piment. Die Blutwurst hat einen würzigen Geschmack und Gerichte werden duch sie angenehm deftig. Zu kalter Blutwurst wird Senf und Meerrettich verwendet.

    100 g Blutwurst haben folgende Nährwertangaben: Eiweiß 12 g, Fett 29 g und 309 Kilokalorien.

    Herkunft: Blutwurst

    Die Blutwurst ist das bis dato älteste, bekannte Fleischprodukt, und somit auch die älteste Wurstsorte. Vermutlich entstand sie aus der Notwendigkeit heraus, jedes Teil eines Tieres verwerten zu müssen, so auch sein Blut. Bereits in der Antike wurde die Blutwurst erwähnt und wurde von Kriegern auf dem Schlachtfeld hergestellt. Auch Homer ließ in seiner „Illias" Odysseus um einen, mit Schweineblut und Fett gefüllten, Schweinemagen kämpfen.
    Im römischen Reich dann wurde die Blutwurst zu Ehren des Gottes der Fruchtbarkeit, Faunus, auf dem Lupercalia-Fest verzehrt. Doch als sie im Frühmittelalter dann wegen angeblicher Verbindung zu heidnischen Bräuchen verboten wurde, ließ sie sich nicht mehr von der Speisekarte des armen Volkes streichen. Bis heute nicht.

     

    Verwendung: Blutwurst

    Blutwurst wird in der Regel kalt zum Vesper gegessen, allerdings gibt es, vor allem in der Hausmannskost, auch einzelne Gerichte, in denen Blutwurst eine Rolle spielt. Demzufolge wird sie in diesen Fällen dann warm gegessen. Wenn Blutwurst allerdings durch Kochen oder Anbraten wieder warm wird, verflüssigen sich auch das Fett und die Gelatine wieder. Dadurch erhält sie ihre breiige Konsistenz zurück. So gilt zum Beispiel in der Region um Köln warme Blutwurst mit Zwiebelringen unter dem Namen „Kölscher Kaviar" als Imbiss.

     

    Lagerung: Blutwurst

    Blutwurst wird aus frischem Blut hergestellt und ist daher nur begrenzt haltbar. Blutwurst ist, wie alle Brüh- und Kochwürste, 2 bis 4 Tage bei einer Temperatur von 0 bis 4 Grad im Kühlschrank lagerbar. Übrigens liegen Wurstwaren direkt über dem Gemüsefach am kühlsten. Bereits geöffnete Ware muss innerhalb weniger Tage verzehrt werden. Blutwurst in der Dose ist entsprechend länger haltbar, da sie eingekocht wurde. Blutwurst kann auch bei einer Temperatur von minus 18 Grad für vier Monate eingefroren werden. Man sollte dabei auf eine fest verschlossene Verpackung achten.

    Gesundheit Blutwurst

    100 g Blutwurst haben folgende Nährwertangaben: Eiweiß 15 g, Fett 35 g und 379 Kilokalorien. Als wertvoller Eisenlieferant enthält Blutwurst folgende Angaben für 100 g: 6,4 mg leicht verdauliches Eisen. Vorhanden ist außerdem das wichtige Vitamin B12, sowie die lebensnotwendigen Mineralstoffe Kalzium - 6 mg und Magnesium - 8 mg. Das Vitamin B12 hat eine wichtige Funktion im Homocystein-Stoffwechsel. Während die enthaltenen Mineralstoffe Kalzium und Magnesium besonders bei Stress und körperlicher Anstrengung das menschliche Herz, Knochen und Muskeln stärken.

    Ernährung: Blutwurst

    In Österreich ist dagegen ein anderes Rezept bekannt, demzufolge heiße Blutwurst zu Bratkartoffeln serviert wird.
    In Deutschland gibt es zahlreiche Variationen der Blutwurst, und heute weiß keiner mehr so genau, welche davon die Mutter der Blutwurst war. Wenn allerdings noch Zunge ihren Weg in die Wurst findet, dann spricht man von Zungenwurst, ist Speck mit dabei, von Griebenwurst. Die Blutwurst findet man darüber hinaus auch zwingend, zusammen mit Leberwurst und Schweinebauch, auf einer echten Schlachtplatte.

    Doch auch jenseits der Landesgrenzen wird Blutwurst gerne gegessen, zum Beispiel im britischen „Black Pudding", bei dem mit Hafer vermengte Wurst angebraten wird. Die Spanier genießen ihre „Morcilla" hingegen lieber süß, mit Honig und Mandeln verfeinert. Um die Herstellung der besten Blutwurst streiten sich zuweilen sogar zahlreiche Fleischer, der bedeutendste Wettbewerb in Sachen Blutwurst ist allerdings die französische „Bruderschaft der Ritter der Blutwurst". Hier treten jedes Jahr mehrere hundert Blutwursthersteller aus aller Welt gegeneinander an.

     

     

     

    Saison der Blutwurst:

    Blutwurst ist das ganze Jahr über erhältlich. Sie wird an der Frischetheke oder abgepackt im Kühlregal oder in Dosen angeboten.

    Blutwurst Geschmack: würzig

     

    Die Herstellung

    Bei der Herstellung von Blutwurst kann vieles von den Schlachtabfällen wiederverwertet werden, weshalb es für diese Wurst kein eindeutiges Rezept gibt, an das es sich zu halten gilt. Vielmehr kann hier der Metzger verwenden, was gerade anfällt und er in seiner Wurst haben möchte. Grobe Durchschnittswerte jedoch geben an, dass eine herkömmliche Blutwurst zu etwa 60-80% aus Schweineschwarte besteht, die vorgekocht und sehr fein zerkleinert wurde. Daneben besteht sie zu etwa 20-40 % aus Blut, meist wird Schweineblut verwendet. Je nach Lust und Laune des Metzgers kommen noch fetter Speck, ebenfalls gewürfelt und vorgekocht, Fleisch, wobei meistens Pökelfleisch verwendet wird, Innereien, Zwiebeln, fein zerkleinerte Brötchen oder Paniermehl hinein. Zu den üblichen Gewürzen für die Verfeinerung zählen hauptsächlich Majoran und Thymian.

    Aus all diesen Zutaten wird eine breiige Masse hergestellt, ähnlich einem Fleischteig. Diese Masse kann anschließend entweder in Gläser oder Dosen oder aber auch in Natur- oder Kunstdärme gefüllt werden. Anschließend wird die Wurstmasse erhitzt, sodass das Eiweiß im Blut gerinnt - so entsteht die typische rotbraune oder auch dunkelrote Farbe der Wurst.

    Wird nicht in großbetrieblichen Schlachtereien geschlachtet sondern in privater Runde, dann wird unter anderem Blutwurst gerne zur Abfallverwertung hergestellt. Hier wird die Wurstmasse dann meist in Därme abgefüllt und in einem großen Kessel erhitzt. Daher zählt die Blutwurst auch zu den Kochwürsten. Kühlt nun die Wurstmasse ab, so wird die Gelatine, die aus der Schwarte ausgetreten ist, fest, wodurch die Wurst ihre schnittfeste Konsistenz erhält. Je nach Wunsch kann die fertige Blutwurst zum Schluss noch geräuchert oder getrocknet werden, in letzterem Fall bekommt sie dann ihre schwarze Farbe und ist sehr lange haltbar.

     

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