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    Wiener Würstchen
    Wiener Würstchen

    Wiener Würstchen

    Entgegen ihrem Namen stammen Wiener Würstchen ursprünglich nicht wirklich aus Wien. Der Frankfurter Metzger Johann Georg Lahner erfand diese Würste zu Beginn des 19. Jahrhunderts und feierte damals bereits in seiner Heimatstadt mit seinen „Frankfurter Würstchen“ große Erfolge. Als Lahner nach Wien umzog, wandelte er sein Wurstrezept leicht um. Diese neue Rezeptur erwies sich ebenfalls als sehr gelungen und schon bald konnte er auch mit diesen Würstchen große Verkaufserfolge erreichen. Zur damaligen Zeit wurden in Wien,– im Gegensatz zu Deutschland,– Schweine- und Rindermetzger nicht so konsequent getrennt.

    Eigenschaften: Wiener Würstchen

    Wiener Würstchen oder kurz Wiener sind dünne Brühwürste im Naturdarm. Sie schmecken mild geräuchert und haben einen knackigen Biss. Die Wurst ist 50 bis 70 g schwer, ähnelt dem Frankfurter Würstchen, wird aber aus Rind- und Schweinefleisch mit Speck und Gewürzen hergestellt. 100 g Wiener Würstchen enthalten folgende Nährwerte: Eiweiß 11 g, Fettgehalt 19 g und Kalorien 230.

    Herkunft: Wiener Würstchen

    Der Frankfurter Metzger Johann Georg Lahner war, wie schon erwähnt, der Erfinder der Wiener Würstchen. Zur damaligen Zeit wurden in Wien,– im Gegensatz zu Deutschland,– Schweine- und Rindermetzger nicht so konsequent getrennt. Daher bestand für Lahner die Möglichkeit, seinem originalen Rezept aus Frankfurt noch Rindfleisch hinzuzufügen. Durch diese Mischung von Schweine- und Rindfleisch kreierte er die heute bekannten Wiener Würstchen. Allerdings ist dieser angebliche Ursprung der original Wiener Würstchen etwas umstritten, denn in einem österreichischen Verzeichnis über Nahrungsmittel aus dem Jahr 1894 wird Lahner in keiner Weise erwähnt.

    Verwendung: Wiener Würstchen

    Vor dem Genießen werden Wiener Würstchen nicht stark erhitzt, sondern nur in heißem Wasser erwärmt. Als Beilage wird Kartoffelsalat oder ein Brötchen serviert. Mit Senf oder Ketchup kann man die Würstchen noch nach Belieben verfeinern.
    Beliebt sind diese Würstchen auch deshalb, weil es unzählige Verwendungsmöglichkeiten für sie gibt. Manch einer verwendet sie als Currywurst zu Pommes frites oder als Wursteinlage im Nudelsalat, in Eintopf, Suppe oder zu Kartoffelpüree. Auch bei Kleinkindern sind sie äußerst beliebt. Es gibt wohl kaum ein Kind, welches beim Einkauf mit der Mama noch kein Wiener Würstchen als „Wegzehrung" verspeist hat.

     

    Lagerung: Wiener Würstchen

    Wiener Würstchen sind wie alle Brühwürste 2 bis 4 Tage bei 0 bis 4 Grad im Kühlschrank lagerbar. Übrigens liegen Wurstwaren direkt über dem Gemüsefach am kühlsten. Bereits geöffnete Ware muss innerhalb weniger Tage verzehrt werden. Wiener Würstchen können auch bei einer Temperatur von minus 18 Grad für vier Monate eingefroren werden. Man sollte dabei auf eine fest verschlossene Verpackung achten. Anschließend lassen sich die Wiener Würstchen einfach gefroren erhitzen. Dazu anfangs die Würstchen in lauwarmes Wasser geben und sie zum Kochen bringen.

    Gesundheit Wiener Würstchen

    100 g Wiener Würstchen enthalten folgende Nährwerte: Eiweiß 11 g, Fettgehalt 19 g und Kalorien 230. Als wertvoller Eisenlieferant enthält Wiener Würstchen 0,9 mg Eisen. Vorhanden sind außerdem wichtige Vitamine B12 und B6, sowie die lebensnotwendigen Mineralstoffe Kalzium und Magnesium. Die Vitamine B12 und B6 haben eine wichtige Funktion im Homocystein-Stoffwechsel. Während die enthaltenen Mineralstoffe Kalzium und Magnesium besonders bei Stress und körperlicher Anstrengung das menschliche Herz, Knochen und Muskeln stärken.

    Saison der Wiener Würstchen:

    Wiener Würstchen sind das ganze Jahr über erhältlich. Sie werden an der Frischetheke offen, abgepackt im Kühlregal oder als Einmachgut im Glas angeboten.

    Wiener Würstchen Geschmack: mild-würzig

     

    Die Herstellung der Wiener Würstchen

    Bei der Herstellung von Wiener Würstchen wird überwiegend Schweinefleisch verwendet, welchem eine geringe Menge Rindfleisch beigemengt wird. Dieses ganze Gemisch aus Fleisch wird unter Zugabe von weißem Pfeffer, Salz, Muskat und Knoblauch im Kutter zerkleinert. Im Laufe der Zerkleinerung werden dieser Fleischmasse noch Speck und Eischnee zugegeben. Dieser ist für die feine Bissfestigkeit der Würstchen zuständig. Ist das Gemenge gut vermischt, wird es in dünne Saitlinge gefüllt und zu Wurstpaaren abgedreht. Nachdem die Würstchen dann bei 60 °C umrötet wurden, räuchert man diese für etwa 15 Minuten über Buchenrauch. Nach dem Abbrühen können sie nun auch verkauft und verzehrt werden. Originale Wiener Würstchen weisen einen lecker, würzigen Geruch auf und schmecken auch genauso gut, wie sie riechen. Der mild geräucherte Geschmack und der knackige Biss zeichnen echte Wiener Würstchen aus.

    Variationen der Wiener Würstchen

    Im Allgemeinen haben original Wiener Würstchen ein Gewicht von 50 bis 70 Gramm. Es werden jedoch auch längere und schwerere Variationen hergestellt, die etwa 25 cm lang sind und etwa 90 Gramm wiegen. Diese Würstchen werden „Sacherwürstl" genannt und zählen zu den bekanntesten Würstchensorten in Österreich. Diese weisen einen etwas feineren Geschmack auf, werden jedoch gleich den Wiener Würstchen verarbeitet. Im Gegensatz zu dieser längeren und schwereren Variation werden auch kürzere und leichtere Abwandlungen hergestellt. „Teewürstl" oder „Cocktailwürstl" sind rund drei bis sieben Zentimeter lang und gelten als klassischer Snack.

    Eine eher seltenere Abart der Wiener Würstchen stellen „Dampfwürstl" dar. Bei diesen wird die Wurstmasse in einen Schweinsdarm gefüllt. Diese Wurstsorte ist heute allerdings nur noch selten zu finden. Sehr beliebt sind „Käsefrankfurter" oder „Bernerwürstl". Bei diesen Würstchen kommt der Wurstmasse noch ein geringer Anteil an Käsestückchen hinzu. Zudem werden die einzelnen Würstchen noch mit Speck umwickelt.

     

     

     

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