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    Jagdwurst
    Jagdwurst

    Jagdwurst

    Wurst bedeutet ursprünglich ,,etwas drehen, vermengen, rollen" und gehört zu den wohl ältesten Nahrungsmitteln. Glaubt man Überlieferungen, so wurde sie erstmals 5.000 v. Chr. auf Zeichnungen und Malereien aus Ägypten, Syrien und China dargestellt, bzw. im 8. Jahrhundert v. Chr. genannt. In Deutschland wurde sie im 11. oder 12. Jahrhundert zum ersten Mal erwähnt.

    Eigenschaften: Jagdwurst

    Jagdwurst ist eine kräftige und würzige Brühwurstsorte. Sie enthält Schweinefleisch und Brät, teilweise auch Rindfleisch. Verwendet werden die Gewürze Pfeffer, Koriander, Ingwer und Muskat, regional auch Senfkörner oder Pistazien. Zusätzlich werden der Jagdwurst meist noch Nitritpökelsalz und Ascorbinsäure zugefügt. Bei der Spezialität Kaiserjagdwurst wird mehr mageres Schweinefleisch und weniger Brät verwendet. Jagdwurst wird in Kunstdarm oder Konserven angeboten. Sie enthält pro 100 g folgende Nährwerte: Eiweiß 12 g, Fett 20 g und 232 Kilokalorien. 

    Herkunft: Jagdwurst

    Schon in der Antike waren Würstchen in Griechenland beliebt. Bei Wettkämpfen bekam der Sieger eine Wurst als Belohnung. Auch die Römer waren Wurstliebhaber. Die Bezeichnung für Jagdwurst kommt von dem Umstand, dass die Wurst früher den Jägern als Marschverpflegung diente. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden die Pferdekutschen auch so genannt, die das Wildbret nach der Jagd transportierten. Vom Wildbret übrig gebliebenes Fleisch wurde anschließend zu Wurst verarbeitet.

    Verwendung: Jagdwurst

    Als Aufschnitt, also in dünnen Scheiben, wird Jagdwurst kalt gern als Belag für Brot, Brötchen usw. verwendet.

    Wie bei allen Brühwürsten gerinnt das Muskeleiweiß auch hier durch Hitzeeinwirkung und die Jagdwurst wird schnittfest. Diese feste Struktur bleibt auch bei erneutem Erwärmen erhalten und macht unsere Jagdwurst noch heute zum Allrounder. Sie findet sich als Zutat in Nudelgerichten, wie z.B. als Beilage zu Makkaroni oder Spaghetti wieder. Als in Streifen oder kleine Würfel geschnittene Einlage verleiht sie der Kartoffelsuppe und der Soljanka den besonderen Geschmack. Ein klassisches Einsatzgebiet für diese spezielle Brühwurst ist das Pfannengericht. In Scheiben geschnitten und gebraten kann man daraus leckere Speisen kreieren. Mit und ohne Soße ist das ein Genuss! Übrigens: mit Semmelbröseln paniert entstehen die viel zitierten ,,DDR-Jägerschnitzel".

    Lagerung: Jagdwurst

    Jagdwurst ist wie alle Brüh- und Kochwürste 2 bis 4 Tage bei einer Temperatur von 0 bis 4 Grad im Kühlschrank lagerbar. Übrigens liegen Wurstwaren direkt über dem Gemüsefach am kühlsten. Bereits geöffnete Ware muss innerhalb weniger Tage verzehrt werden. Jagdwurst kann auch bei einer Temperatur von minus 18 Grad für vier Monate eingefroren werden. Man sollte dabei auf eine fest verschlossene Verpackung achten.

    Gesundheit Jagdwurst

    Jagdwurst enthält pro 100 g folgende Nährwerte: Eiweiß 12 g, Fett 20 g und 232 Kilokalorien. Als wertvoller Eisenlieferant enthält Jagdwurst folgende Angaben für 100 g: 2,9 mg hochverdauliches Eisen. Vorhanden sind außerdem wichtige Vitamine B12 und B6, sowie die lebensnotwendigen Mineralstoffe Kalzium und Magnesium. Die Vitamine B12 und B6 haben eine wichtige Funktion im Homocystein-Stoffwechsel. Während die enthaltenen Mineralstoffe Kalzium und Magnesium besonders bei Stress und körperlicher Anstrengung das menschliche Herz, Knochen und Muskeln stärken.

    Saison der Jagdwurst:

    Jagdwurst ist das ganze Jahr über erhältlich. Sie wird an der Frischetheke oder abgepackt im Kühlregal angeboten.

    Jagdwurst Geschmack: kräftig-würzig

     

    Es geht um die Wurst

    Früher, besonders während der Zeit der Hausschlachtungen, wurde hauptsächlich Kochwurst hergestellt. Nur hier und da entstand auch ein Brühwursterzeugnis aus dem fein im Fleischwolf zerkleinerten Fleisch, dem Grundteig, und groben Stückchen (meist vorgepökelter) Schweineschulter. Die Jagdwurst - so nannte man das Endprodukt in Fachkreisen - war entstanden!

    Wie kam es zur Entstehung dieses Namens? Es ranken sich viele Legenden darum. Nahe liegt, dass es sich hierbei um eine ideale und gut zu transportierende Marschverpflegung für Jäger und Jagdgehilfen handelte. Eine Wurst also, die man auf die Jagd mitnahm.

    Was steckt in der Wurst

    Die Zeiten haben sich geändert. Die Bedeutung der Brühwurst hat zugenommen und nimmt in Deutschland einen hohen Stellenwert bei der Wurstproduktion ein. Jagdwürste gibt es immer noch! Die Rezepturen unterscheiden sich inzwischen teilweise nach Region oder Sorte. Es gibt zum Beispiel die Kaiserjagdwurst aus besonders magerem Schweinefleisch und mit einem geringeren Anteil an Fleischbrät (,,Teig"). Oder die Jagdwurst nach Norddeutscher bzw. Süddeutscher Art..

    Jagdwurst ist relativ mager. Im Allgemeinen wird zunächst ausgewähltes Fleisch - überwiegend sehnen- und fettarmes Schwein bzw. Rind - durch den Wolf gedreht und damit zunächst grob zerkleinert. Nitritpökelsalz und Farbstabilisator sorgen für die typische Farbe und werden der Masse ebenso wie typische Gewürze vor der weiteren Zerkleinerung zugefügt. Ein charakteristischer Geschmack wird jeweils durch Zugabe von Salz, Pfeffer, Knoblauch, Senfkörnern, Paprika, Muskatblüte, Kardamom, Ingwer, Koriander oder Pistazien erreicht. Kurz vor dem Ende der Zubereitung kommen Schweinebauch und so genannter Eisschnee zum Wurstteig. Eisschnee wird aus Trinkwasser hergestellt und verhindert eine zu starke Erwärmung der Zutaten. Ein weiterer positiver Effekt ist die entstehende Feuchte in der fertigen Jagdwurst trotz des beliebten festen und kernigen Bisses.

    Abschließend wird die Menge abgefüllt und gegart. Traditionell geschieht das in Gläsern. Das Konservieren in Büchsen bzw. Dosen ist ebenfalls möglich. Üblich für die Supermarktregale und Wursttheken unserer Tage sind aber die im Kunstdarm angebotenen Waren in vorwiegend orange-braunem Erscheinungsbild.

     

     

     

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