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Lebensmittelsicherheit: Welche Maßnahmen sind derzeit im Gespräch?
Lebensmittelsicherheit: Welche Maßnahmen sind derzeit im Gespräch?

Lebensmittelsicherheit: Welche Maßnahmen sind derzeit im Gespräch?

Die Lebensmittelindustrie sucht derzeit nach ganzheitlichen Lösungen, um die Sicherheit während der Produktion von Lebensmitteln zu erhöhen. Internationale Standards, die nach dem Attentat vom 11. September durch die USA festgelegt wurden, entsprechen inzwischen nicht mehr dem aktuellen Entwicklungsstand.

Verbesserung der Sicherheitsstandards notwendig

Sicherheit in der Lebensmittelindustrie ist ein Thema, das sowohl Hersteller und Verbraucher betrifft. Aktuelle Inhalte der Food-Defense-Richtlinie zeigen Möglichkeiten auf, die Lebensmittelproduktion sicherer zu machen. Fachleuten zufolge kann die Sicherheit durch eine verbesserte Steuerung innerhalb der einzelnen Produktionsschritte, in die jeder Mitarbeiter mit einbezogen werden muss, erhöht werden. Demnach müssen Hersteller, die den deutschen Lebensmittelhandel beliefern, eine Zertifizierung gemäß den IFS-Richtlinien vorweisen. Der International Food Standard wird bereits von mehr als 11.000 Unternehmen angewendet. Dadurch sollen die Lebensmittelsicherheit sowie die Qualität der Produkte und Verfahren verbessert werden. Überall dort, wo Lebensmittel verarbeitet werden, müssen die Sicherheitsstandards exakt eingehalten werden. Bei der Erstverpackung soll die Gefahr einer Kontamination durch die Anpassung der Sicherheitsrichtlinien ausgeschlossen werden. Zu den geforderten Sicherheitsstandards zählt auch der effiziente Schutz von Produktionsstätten, indem die Zugänge zum Firmengelände kontrolliert werden, um unbefugtes Eindringen zu verhindern. Dies geschieht in den Lebensmittelbetrieben beispielsweise durch eine biometrische Zugangskontrolle, die eine Öffnung der Sicherheitstüren ausschließlich nach einem eindeutigen Abgleich persönlicher Charakteristika mit den gespeicherten Referenzdaten ermöglicht. Diese Art der Zugangsberechtigung ersetzt die bisher verbreitete Nutzung von Schlüsseln oder Chipkarten und erhöht nach Einschätzung von Experten die Sicherheit in den Produktionsbetrieben. Ein Schlüsselverlust oder -Diebstahl muss nach wie vor umgehend gemeldet werden, um Sicherheitsrisiken auszuschließen. Für Türöffnungen ist der örtliche Schlüsseldienst als qualifizierter Fachbetrieb zuständig, der auch Türen, die durch Alarmanlagen oder andere Maßnahmen gesichert sind, unverzüglich und meist beschädigungsfrei öffnet. Zuverlässige Schlüsseldienste aus der näheren Umgebung mit einer 24-Stunden-Rufbereitschaft, die Tür-, Auto- und Tresoröffnungen übernehmen, sind hier zu finden. Der Vorteil einer biometrischen Zugangskontrolle liegt darin, dass nach dem Scannen des Fingerabdrucks das Schloss nur bei 100-prozentiger Übereinstimmung aller gespeicherten Daten geöffnet wird.

Schwachstellen bei der Überwachung aufdecken

Schwachstellen hinsichtlich der Überwachung des Firmengeländes sollen mit geeigneten Tools zur Gefahrenanalyse künftig noch genauer analysiert und Risiken ausgeschlossen werden. Um diese Anforderungen zu erfüllen, soll jedes Unternehmen der Branche zukünftig ein geeignetes Alarmsystem definieren und dieses in regelmäßigen Abständen auf seine Wirksamkeit hin überprüfen. Darüber hinaus sind Maßnahmen geplant, durch die Mitarbeiter für Sicherheitsrisiken sensibilisiert und das Engagement des Unternehmens-Managements gefördert werden soll. Interne Audits dienen der Überprüfung des gesamten Programms zur Sicherheit und zum Produktschutz. Die Zertifizierung nach IFS Food V6 wird demnach nur an Unternehmen vergeben, die über ein effizientes Zutrittskontrollsystem sowie ein zuverlässiges Zutrittsmanagement verfügen. Der Sicherheitsstandard schreibt zudem vor, dass alle Gebäudezugänge sowie sensible Bereiche ebenso wie das gesamte Firmengelände gesichert werden müssen, bevor das Zertifikat erteilt wird. Fachleuten zufolge benötigen Unternehmen der Lebensmittelindustrie ganzheitliche Lösungen, die sich nicht nur auf die Vergabe von Zugangsberechtigungen beschränken, sondern auch die Zeiterfassung sowie die Warenwirtschaft mit berücksichtigen. Neben Zugangssystemen wie dem Fingerprint-Sensor stehen andere Arten biometrischer Zugangskontrollen zur Verfügung, die bisher weitaus weniger verbreitet sind. Verglichen mit den herkömmlichen Systemen sind Zugangssysteme, die mit Handvenen-Scan oder Iris-Scan arbeiten, mit deutlich geringeren Fehlerquoten belastet. Daneben gibt es weitere individuelle Merkmale, die allerdings aufgrund hoher technischer Anforderungen an ein Sicherheitssystem bisher noch nicht für Firmen von Bedeutung sind.

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