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Kardamon
Kardamon

Kardamon

Das eher exotische, aus Indien stammende Gewürz Kardamom gleicht optisch einer spindelförmigen, und im Querschnitt dreieckig geformten Samenkapsel, die eine grüne Hülle umschließt und schwarze Samen enthält. Vor allem Gerichten aus der indischen Küche verleiht Kardamom seinen einzigartigen Geschmack. Dabei wird dieser sowohl für die Zubereitung von herzhaften als auch von süßen Speisen verwendet. Im mittleren Osten wird Kardamom aber auch gern zur Zubereitung von Heißgetränken wie z.B. von Kaffee eingesetzt. Im Einzelhandel können entweder ganze Kardamom-Samenkapseln oder zu die zu einem feinen Pulver gemahlenen Samenkörner gekauft werden – preislich liegt Kardamom bei rund 2 Euro pro 50 Gramm Gewürz.

Etwa 6.600 Tonnen Kardamom werde jährlich weltweit produziert. Zu überwiegenden Teilen gelangt Kardamom in Form von Gewürzpulver in kleinen Tütchen oder Gläschen nach Europa. Die Variante der Samenkapseln ist eher im indischen, bzw. im arabischen Raum verbreitet. Zu überwiegenden Teilen handelt es sich beim pulverisierten Kardamom um Grünen Kardamom – Schwarzer Kardamom ist eher im ostasiatischen Raum üblich. Da der Kardamom anspruchsvolle Bedingungen an die klimatischen Bedingungen sowie an die jährliche Niederschlagsmenge stellt, kann dieser im Raum Mitteleuropa nicht kultiviert werden und gelangt daher ausschließlich als Importware nach Europa.

Pflanzensystematik des Kardamoms


Grüner Kardamom, wie er eher in Indien und Sri Lanka beheimatet ist, wird lateinisch auch als „Elettaria cardamomum“ bezeichnet. Dieser ist eng mit dem Ingwer verwandt und wird daher der ingwerartigen Pflanzenordnung zugerechnet. Damit gehört der Grüne Kardamom auch zur Pflanzenfamilie der Ingwergewächse und lässt sich zudem in die Pflanzengattung Elettaria einordnen. Schwarzer Kardamom besitzt die lateinische Bezeichnung „Amomum subulatum“ und wird hingegen der Pflanzengattung Amomum zugeordnet.

Die Charakteristika des Kardamoms als Gewürz

Kardamom wächst in Form von Sträuchern, die Wuchshöhen zwischen 2 und 5,5 Metern aufweisen können - er gehört damit zu den krautartigen Pflanzen. Seine spitzen und lanzettlichen Blattspreiten erreichen Längen von 25 bis 50 Zentimetern und sind zwischen 3 und 10 Zentimetern breit. Der eigentliche Blütenstandschaft, der die Samenkapseln integriert, ist zwischen 1 und 5 Zentimetern lang. Geschmacklich ist Kardamom nur sehr schwer mit anderen Gewürzen vergleichbar. Er beinhaltet sowohl eine süßliche, als auch eine scharfe Note und lässt sich gewürzsymptomatisch am ehesten als eine Mischung aus Ingwer und Zimt beschreiben. Das macht den Kardamom vielseitig einsetzbar – für süße und auch für herzhafte Gerichte.

Die Historie des Kardamoms


Bereits seit vielen tausend Jahren ist der Kardamom auf dem indischen Subkontinent als Würz- und auch als Heilpflanze bekannt. Die alten Ägypter kauten die Samenkörner des Kardamoms z.B. auch, um ihren Atem zu erfrischen. Im europäischen Raum war vor allem Alexander der Große maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Gewürz nach Europa gelangte. Im römischen Reich wurde Kardamom erstmals auch in Europa als Gewürz zur Zubereitung von Speisen eingesetzt. Auch seine heilende Wirkung wurde schnell erkannt und dementsprechend auch von der Heilkunst genutzt.


Die ursprüngliche Herkunft des Kardamoms


Grüner Kardamom stammt ursprünglich aus Indien, bzw. aus Sri Lanka sowie auch aus Madagaskar und Tansania, wo dieser in Form von Staudenpflanzen im subtropischen und tropischen Regenwald beheimatet ist. Die Pflanze bevorzugt ein ganzjähriges, feucht-heißes Tropenklima. Hingegen ist Schwarzer Kardamom im östlichen Himalaya-Gebirge und im südlichen China sowie prinzipiell im südöstlichen, asiatischen Raum zu Hause. Dieser ist im Vergleich zum Grünen Kardamom weniger anspruchsvoll und gedeiht auch bereits bei milden Jahresdurchschnittstemperaturen sowie bei einem semi-humiden Klima.

Alle relevanten Inhaltsstoffe des Kardamoms auf einen Blick


Die Hauptbestandteile des Kardamoms sind vor allem ätherische Öle wie z.B. Monoterpene, Limonen sowie Linanole, die dem Kardamom seinen typischen Geschmack verleihen. Darüber hinaus enthält Kardamom zudem noch Ölsäure sowie Palmitinsäure. Auch Makronährstoffe sind im Kardamom enthalten: so beläuft sich der Kohlenhydrat-Anteil in Form von Stärke auf durchschnittlich 20 bis 40 Prozent. Weiterhin sind noch zu circa 10 Prozent Proteine sowie auch die Spurenelemente Eisen und Mangan im Kardamom enthalten.


Saisonale Bedeutung von Kardamom als Gewürz


Da sich die Hauptanbaugebiete des Kardamoms vor allem im subtropischen bis tropischen Raum befinden, findet die Ernte in der Regel zwischen Oktober und Dezember statt. Verarbeitetes Kardamom-Pulver kann jedoch ganzjährig im Einzelhandel bekauft werden. Die nördlicheren Anbaugebiete des Schwarzen Kardamoms weisen jedoch abweichende Erntezeiträume auf, die sich eher in den Monaten September bis November konzentrieren.

Die richtige Lagerung von Kardamom-Gewürz


Frische Kardamom-Samenkapseln sind an der Luft nur wenige Tage haltbar. Für eine längere Lagerung sollten die Samenkapseln oder das feingemahlene Kardamom-Gewürzpulver hingegen in luft- sowie lichtgeschützten Dosen oder Tütchen aufbewahrt werden. So hält sich das sich ansonsten schnell verflüchtigende Aroma des Kardamoms teilweise mehrere Monate.


Die Verwendung des Kardamoms zur Zubereitung von Speisen und Getränken


Das besonders charakteristische hinsichtlich der Verwendung von Kardamom ist, dass dieser in jedem Land in anderen Bereichen als Küchengewürz eingesetzt wird. So ist dieser z.B. in den arabisch-sprachigen Ländern eine beliebte Zutat von süßem Kaffee, im europäischen Raum jedoch eine beliebte Zutat in Soßen und Suppen. Im ursprünglichen, indischen Raum gilt der Kardamom hingegen als eines der hauptsächlich verwendeten Gewürze zum Würzen von Gemüse- und Fleischgerichten sowie auch zum Haltbarmachen von Speisen. Weiterhin wird der Kardamom hierzulande aber auch oft zur Zubereitung von Weihnachtsgebäck verwendet.


Die heilende Wirkung von Kardamom auf den menschlichen Organismus


Aufgrund der im Kardamom enthaltenen, ätherischen Öle, wirkt dieser vor allem positiv auf den menschlichen Magen-Darm-Trakt. So soll Kardamom vor allem verdauungsfördernde Eigenschaften aufweisen und zudem gegen etwaige Blähungen helfen. Auf die Psyche soll Kardamom außerdem stimmungsaufhellend sowie leicht aphrodisierend wirken. Ähnlich wie beispielsweise Pfefferminze hilft Kardamom aber auch gegen bakteriell bedingten Mundgeruch, weshalb dieser im arabischen Raum gern als Kaugummi-Ersatz genutzt wird.

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