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Geschmacksverstärker

Geschmacksverstärker haben in der Lebensmittelindustrie vielfältige Funktionen. Sie machen Lebensmittel geschmacksintensiver, können Produkte also interessanter erscheinen lassen als sie eigentlich sind. Sie können aber nicht nur fade, sondern auch unangenehmen Geschmack oder auch Geruch unterdrücken.

Vorteile und Nachteile von Geschmacksverstärkern

Geschmacksverstärker haben aber nicht nur positive Eigenschaften so meinen viele Kritiker. Oft ist es so, dass Lebensmittel durch den Einsatz von Geschmacksverstärkern sehr einheitlich und irgendwie gleich schmecken. Denn die Lebensmittelproduktion funktioniert vor allem über genormte Produkte. Durch eine genormte Lebensmittelproduktion lassen sich Kosten sparen und viele Kunden erwarten inzwischen auch, dass die Nahrungsmittel immer gleich gut schmecken. Es kann vorkommen, dass durch den Einsatz von Geschmacksverstärkern die Vielfalt der natürlichen Produkte verloren geht.

Wie wirken Geschmacksverstärker

Die vier Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter kennt jeder. Dass es aber auch eine fünfte Geschmacksrichtung gibt, ist weniger bekannt, obwohl dies schon Anfang des 20. Jahrhunderts in Japan nachgewiesen wurde. Die fünfte Geschmacksrichtung heißt Umami und sie wird u.a. von Glutamaten ausgelöst, die auch zu den Geschmacksverstärkern zählen. Geschmacksverstärker wirken also direkt auf die Rezeptoren der Geschmacksknospen ein. Glutamate sind im Übrigen auch natürliche Bestandteile von Lebensmitteln und kommen z.B. in Käse, Sojasauce oder Tomaten natürlicher Weise vor. Häufig wird Glutamat nur mit dem sogenannten China-Restaurant-Syndrom in Zusammenhang gebracht, d.h. mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Schläfendruck und Nackensteifheit aufgrund von erhöhter Aufnahme von künstlichen Glutamaten über Lebensmittel, die bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen auslösen können.

Wo werden Geschmacksverstärker eingesetzt

Geschmacksverstärker können in so gut wie jeden Lebensmitteln vorkommen. Man findet sie aber vor allem in Fertignahrungsmitteln wie Tütensuppen, Konservenwaren, Suppen, Soßen und Wurstwaren. Außer der Glutaminsäure ist z.B. Kaliumchlorid ein häufig verwendeter Lebensmittelzusatz, da es wie Salz verwendet wird. Kaliumchlorid ist völlig harmlos. Die Verwendung von Geschmacksverstärkern kann durchaus kritisch betrachtet werden, denn viele Geschmacksverstärker sind künstlicher Natur und können durch ein intensives Geschmackserlebnis dazu anregen mehr zu essen als man es normalerweise getan hätte, woraus Übergewicht entstehen kann. Außerdem kann es innerhalb der Lebensmittelproduktion dazu verführen, minderwertige Produkte zu verarbeiten, da der Geschmack mit Geschmacksverstärkern eingestellt oder kaschiert werden kann.

 

 

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